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Zeitschrift für Zoologie
SPIXIANA » Band 28 » Heft1 » 1-96 * München, 01. März 2005 + ISSN 0341-8391
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ZEITSCHRIFT FÜR ZOOLOGIE
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SPIXIANA München, 01. März 2005 ISSN 0341-8391
Zur Struktur des anterioren Teiles des Rhynchodaeums , cz
der Heteronemertinen
(Nemertini)
Wolfgang Senz
LIBRARY MAY 17 2005
HARVARD UNIVERSITY
Senz, W. (2005): On the structure of the anterior part of the Heteronemertean rhynchodaeum (Nemertini). — Spixiana 28/1: 1-7
The anterior area of the rhynchodaeum in heteronemerteans is variable. This variability is discussed in the present paper. Several anatomical structures are
named and defined.
Dr. Wolfgang Senz, Zoologisches Institut, Universität Wien, Althanstraße 14,
A-1090 Wien.
Einleitung
Fortgesetzt repräsentieren die Nemertinen ein nur unzureichend erforschtes Taxon. Dies bezieht sich auch auf die Anatomie dieser Tiere. In einigen Auf- sätzen hat der Autor bereits Beiträge geliefert, die helfen sollen, diesen Kenntnismangel zu verkleinern, vgl. Senz (1992, 1993a, 1996a), Senz & Tröstl (1997). Der vorliegende Aufsatz wendet sich dem anterioren Bereich des Rhynchodaeums, einem Teil des Rüs- selapparates (vgl. Gibson 1972 allgemein zum Rüs- selapparat) der Heteronemertinen zu, einer innerhalb dieses Taxons sehr variablen Struktur, die noch keiner wissenschaftlichen Untersuchung zugeführt worden ist.
Material und Methoden
Es ist das gesamte Heteronemertinen-Material des Na- turhistorisches Museum in Wien (NHMW-EV) (vgl. Senz 2003) zur Analyse herangezogen worden. Daß der vorliegende Text nur einen Teil dieses Materials explizit nennt, bedeutet eine Beschränkung auf jenes Material, anhand dessen die Plastizität der zu untersuchenden Struktur innerhalb der Heteronemertinen hinreichend dargelegt werden kann.
Resultate
Cerebratulus aracaensis Senz, 1997: In NHMW-EV 16712/3564 tritt die Öffnung des Rhynchodaeums knapp hinter dem Vorderende des Körpers auf. Es geht in einen sehr kurzen, das Vorderende des Rhynchodaeums darstellenden, Kanal über, unter- halb des ventral indistinkt entwickelten Zentralzy- linders der Körperwand (Abb. 1). An seinem Hin- terende dringt der Kanal in den Zentralzylinder ein. An dieser Stelle weist er eine ringförmige Diskonti- nuität auf. Das Kanalepithel zu beiden Seiten der Diskontinuität zeigt signifikante Unterschiede in der Dicke. Innerhalb des Zentralzylinders erweitert sich der Kanal in das übrige, weitlumige Rhynchodaeum. In NHMW-EV 16711/3563 weist das Rhynchodaeum einen anterioren Blindsack auf, der innerhalb des Zentralzylinders liegt. Hier befindet sich auch das Vorderende der Dorsalkommissur des Gefäßsystems. Hinter dem Blindsack des Rhynchodaeums zweigt von diesem ein ventrad gerichteter Kanal ab. Er entspricht lagemäßig und histologisch dem in NHMW-EV 16712/3564 von der Körperoberfläche zum Zentralzylinder ziehenden Kanal. Die Öffnung des Rüsselapparates liegt somit deutlich hinter dem Körpervorderende, im Bereich einer kurzen, medio- ventralen Furche. Die Unterschiede in beiden Schnittserien sind kontraktionsbedingt. Cerebratulus marginatus Renier, 1804: InNHMW-
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Abb. 1. Cerebratulus aracaensis Senz, 1997: Querschnitt durch die Praeseptalregion, auf Höhe des Eindringens des Rhynchodaeums in den Zentralzylinder. Maßstab: 0,1 mm. Ig: Lateralgefäß; **: Rhynchodaeum; V: prae- septaler Zentralzylinder.
EV 4285 (Körperlänge wenige cm) liegen in der Kopfspitze drei Frontalorgan-Gruben. Dahinter tritt das Vorderende der Dorsalkommissur des Gefäß- systems auf, die von einem sehr schwachen Zentral- zylinder umgeben ist; vor allem ist dessen dorsaler Bogen vorhanden. Wiederum knapp dahinter be- ginnt die Öffnung des Rhynchodaeums (Abb. 2). Dieses steigt kontinuierlich gegen den Zentralzylin- der auf, von dessen ventrolateralen Teilen es nach hinten zu medioventrad umgriffen wird. In NHMW- EV 5224/3268 (Körperlänge über 10 cm) liegt in der Kopfspitze ein senkrechter Spalt. Dieser nimmt die drei Frontalorgan-Gruben auf. Dahinter liegt die Öffnung des Rhynchodaeums, die nach hinten zu in eine furchenartige Struktur ausläuft; eine ähnliche Struktur tritt auch in NHMW-EV 4285 auf. Cerebratulus roseus (Delle Chiaje, 1841): In der Kopfspitze liegen die drei Frontalorgan-Gruben. Ein senkrechter Spalt, wie in C. marginatus NHMW-EV 5224/3268, ist mit ihnen nicht assoziiert. Hinter den Gruben beginnt die Rhynchodealöffnung. Oberhalb dieser liegen einige Muskelfasern; das Vorderende des Zentralzylinders. Auf Höhe der Öffnung des
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Abb.2. Cerebratulus marginatus Renier, 1804: Querschnitt durch die Praeseptalregion, auf Höhe der Öffnung des Rhynchodaeums. Maßstab: 0,1 mm. dk: Dorsalkommis- sur des Gefäßsystems; **: Öffnung des Rhynchodae- ums; V: praeseptaler Zentralzylinder.
Abb. 3. Cerebratulus roseus (Delle Chiaje, 1841): Quer- schnitt durch die Praeseptalregion, auf Höhe der Öffnung desRhynchodaeums. Maßstab: 0,1mm. dk: Dorsalkom- missur des Gefäßsystems; *: Öffnung des Rhynchodae- ums.
Rhynchodaeums befindet sich das Vorderende der Dorsalkommissur des Gefäßsystems (Abb..3). Erst mit dem Auftreten dieser Struktur entwickelt sich ein typisch ausgebildeter Zentralzylinder, das Rhyn- chodaeum ventrad umgreifend.
Cerebratulus sp. NHMW-EV 3989: In der Kopf- spitze befinden sich drei Frontalorgan-Gruben. Sie sind über eine ventrale Furche miteinander verbun- den. Die Rhynchodealöffnung liegt signifikant hinter der Kopfspitze. Anders als in C. roseus dringt das aufsteigende Rhynchodaeum in einen bereits gut entwickelten Zentralzylinder ein (Abb. 4). Eine Diskontinuität (wie in C. aracaensis) fehlt.
Abb. 4. Cerebratulus sp. NHMW-EV 3989: Querschnitt durch die Praeseptalregion, auf Höhe des Eindringens des Rhynchodaeums in den Zentralzylinder. Maßstab: 0,lmm. dk: Dorsalkommissur des Gefäßsystems; ®: Rhynchodaeum; V: praeseptaler Zentralzylinder.
Euborlasia sp. NHMW-EV 17022/3984: An der Kopfspitze befindet sich eine horizontale Furche, die seitlich in die Vorderenden der lateralen Kopfspalten übergeht; diese Verbindung endet nach hinten zu, womit alleine die mediane Furche als solche bleibt. Diese geht posteriad in einen senkrechten Spalt über. Dieser erfährt sogleich eine deutliche Verengung, mit der das Vorderende des Zentralzylinders räum- lich korreliert. Hier tritt auch das Vorderende des Gefäßsystems auf (Abb. 5). Nach hinten zu erweitert sich der Kanal, er ist das Vorderende des Rhyncho- daeums, womit eine Verstärkung des ihn umgeben- den Zentralzylinders einhergeht.
Lineus fischeri Senz, 1997: In der Kopfspitze liegt eine kleine, medioventrale Furche. Sie nimmt die drei Frontalorgan-Gruben auf. Nach hinten zu tritt oberhalb dieser Furche das Vorderende des Zentral- zylinders auf, in Form seines dorsomedianen Mus- kelbogens. Knapp dahinter wird die Furche tiefer und der Muskelbogen wächst ventrad aus, wie auch zwischen Furche und Muskelbogen das Vorderende des Gefäßsystems auftritt. Aus der Vertiefung der Furche geht posteriad kontinuierlich das Rhyncho- daeum hervor. Dieses wird medioventrad von dem Zentralzylinder umwachsen.
Lineus sp. NHMW-EV 17032/3998: In der Kopf- spitze liegt eine relativ große, mediane Furche, die nach hinten zu in einen ebenfalls relativ großen, depressen Kanal übergeht. An seinem Hinterende erfährt dieser eine deutliche Verengung. Dies ist das Vorderende des zur Rüsselinsertion ziehenden Ab- schnittes des preseptalen Teiles des Rüsselapparates. Knapp hinter besagter Einengung entwickelt sich der Zentralzylinder. Auf gleicher Höhe befindet sich das Vorderende des Gefäßsystemes.
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durch die Praeseptalregion, auf Höhe des Vorderendes des Gefäßsystems. Maßstab: 0,1 mm. zz: praeseptaler Zentralzylinder; **: Rhynchodaeum; V: Gefäßast.
Lineus nipponensis Senz, 2001: In der Kopfspitze liegt eine große, furchenartige Bildung. Von dieser zieht ein depresser Kanal nach hinten. An seinem Hinterende weist dieser Kanal eine deutliche Ver- engung auf, von welcher der weitere praeseptale Abschnitt des Rüsselapparates nach hinten zieht (Senz 2001: Abb. 1). Hinter der Verengung entwickelt sich das Gefäßsystem und der Zentralzylinder. Dies ist sehr ähnlich den Verhältnissen in Lineus sp. NHMW-EV 17032/3998. Der vordere Kanalabschnitt ist aber umfangreicher als in NHMW-EV 17032/3998 entwickelt und die Diskontinuität zu dem hinteren Abschnitt daher stärker ausgeprägt. Zudem tritt insbesondere im Bereich des vorderen Kanalab- schnittes eine eigentümliche Ringmuskulatur in der äußeren Längsmuskelschicht auf, die von keiner anderen Heteronemertinenart bekannt ist (vgl. Senz 2001).
Lineopsella trilineata (Schmarda, 1859): Ähnlich den Verhältnissen in Lineus sp. NHMW-EV 17032/ 3998 ausgebildet; der anteriore, depresse Kanalab- schnitt- er nimmt die drei Frontalorgan-Gruben auf - ist aber kleiner und der Übergang zu dem dahin- ter liegenden Abschnitt daher wesentlich kontinu- ierlicher.
Cerebratulus niveus (Punnett, 1903): In NHMW- EV 3493, einem relativ kleinen Exemplar (vgl. Senz 1993b), liegt im vordersten Preseptalbereich eine mediane Furche, die seitlich offene Verbindungen mit den lateralen Kopfspalten besitzt. Nach hinten
x ee. Abb. 6. Valencinina hubrechti Senz, 2001: Querschnitt durch die Praeseptalregion, auf Höhe unmittelbar vor dem Rhynchodaeum. Maßsstab: 0,1 mm. zm: zentraler Muskelzapfen; V: Aste des Gefäßsystems.
zu geht diese Furche in einen Kanal über und verliert dabei die Verbindung zu den lateralen Kopfspalten. Von dessen Hinterende zweigt der zur Rüsselinser- tion führende Abschnitt des preseptalen Kanals des Rüsselapparates ab. Die Abzweigung ist diskonti- nuierlich. Vor ihr treten einige Fasern des Zentral- zylinders auf. Unmittelbar hinter dem Ende des vorderen Kanalabschnittes befindet sich in direkter Verlängerung von dessen Längsachse ein Muskel- fasergeflecht. Dieses, wie auch der davor schon gegebene Teil des Zentralzylinders, umwachsen nach hinten zu den hinteren Kanalabschnitt zu einem vollständigen Zentralzylinder. Jetzt erst tritt das Vorderende des Gefäßsystems auf. NHMW-EV 3494 ist wesentlich größer als NHMW-EV 3493 (vgl. Senz 1993b). In diesem Tier ist der anteriore, depresse Kanalabschnitt deutlich stärker entwickelt, wobei in der Verlängerung seiner Längsachse wieder ein Muskelfasergeflecht, einen Muskelzapfen darstel- lend, auftritt (vgl. Senz 1996a: Abb. 5). Der posterio- re Kanalabschnitt besitzt nun keinen Kontakt mit dem anterioren Kanalabschnitt, sondern mündet deutlich hinter der Kopfspitze eigenständig ventral aus. Räumlich korreliert mit dem Hochsteigen des posterioren Abschnittes ist das Auswachsen der ventrad gerichteten Äste des zentralen Muskelzap- fens, dieser wird posteriad zum Zentralzylinder (vgl. Senz 1996a: Abb. 4).
Micrura rovinjensis Senz, 1993: In der Kopfspitze befinden sich drei Frontalorgan-Gruben; sie münden voneinander getrennt aus. Unmittelbar hinter der Kopfspitze liegt das Vorderende einer mediovent- ralen Furche. Oberhalb dieser tritt die weit nach vorne reichende Dorsalkommissur des Gefäßsystems auf, die beinahe von Anfang an von einem schwach
entwickelten Zentralzylinder umgeben ist. Erst deutlich hinter der Kopfspitze zweigt das Rhyncho- daeum aus der Ventralfurche ab. Es steigt sogleich gegen den Zentralzylinder auf. Mit der Abzweigung des Rhynchodaeums endet die Ventralfurche. (In M. rovinjensis NHMW-EV 3243 reicht eine furchen- artige Bildung knapp über besagte Abzweigung hinaus. Hierbei handelt es sich aber um eine kon- traktionsbedingte Erscheinung; das Epithel der furchenartigen Bildung unterscheidet sich nicht von der umgebenden Epidermis.)
Mixolineus levitrontosus Senz, 1993: In NHMW-EV 3245 liegt knapp hinter der Kopfspitze eine relativ große Öffnung, von der posteriad das enge Rhyn- chodaeum abzweigt. Erst deutlich hinter dem Vor- derende des Rhynchodaeums tritt der Zentralzylin- der und das Gefäßsystem auf. In NHMW-EV 3260 ist das Vorliegen einer großen Öffnung des Rhyn- chodaeums aufgrund der Kontraktionsverhältnisse kaum erkennbar.
Valencinina hubrechti Senz, 2001: In der Kopf- spitze liegt eine große, buchtförmige Vertiefung. Das Rhynchodaeum weist hierzu keinen Kontakt auf. Es beginnt unterhalb des Gehirns. Von hier zieht es anteriodorsad zum Vorderrand des Gehirns (vgl. Senz 2001: Abb. 1). In Folge dringt es gegen den zentralen Muskelzapfen (siehe Abb. 6 für diese Struktur) vor und biegt nach hinten um.
Valencinura bergendali Senz, 1996: Nahe der Kopfspitze liegt eine sehr kleine ventromediane Vertiefung. Unabhängig hiervon befindet sich da- hinter die Öffnung des Rhynchodaeums. Sie ent- spricht einer medioventralen Furche, die sich dorsad in das übrige Rhynchodaeum erweitert. Dieses dringt in den Zentralzylinder ein, der sich auf der Höhe des hochsteigenden Rhynchodaeums zur vollen Stärke ausdifferenziert. Dies gilt insbesondere für seinen ventralen Teil. Ein eigentliches Durchdringen des Zentralzylinders unterbleibt daher. Innerhalb des Zentralzylinders verläuft das Rhynchodaeum zunächst ventral des im Zentralzylinder liegenden Muskelzapfen (vgl. Senz 1996b: Abb. 1, Senz 1996a: Abb. 7 [als Valencinura sp.]).
Quasiutolineides mcintoshi Senz, 2001: In der Kopfspitze liegt eine relativ große Öffnung, von der ein vergleichsweise umfangreicher, dickwandiger Kanal nach hinten zieht. Von seinem Hinterende zieht ein zunächst sehr enger, dünnwandiger Kanal nach hinten zur Rüsselinsertion. Auf Höhe des Vorderendes dieses Kanals liegt das Vorderende der Dorsalkommissur des Gefäßsystems. Nach hinten zu wird der Kanal deutlich weitlumiger und um ihn und die Dorsalkommissur des Gefäßssystems entwi- ckelt sich der Zentralzylinder.
Diskussion
Zunächst gilt es zu unterscheiden zwischen der Variabilität der Anatomie des vorderen Rhyncho- dealbereiches innerhalb der Heteronemertinen, Unterschiedlichkeiten aufgrund von Kontraktions- erscheinungen und intraspezifischen Unterschieden in Zusammenhang mit der Körpergröße. Kontrak- tionsbedingte Unterschiede werden im Ergebnisteil für C. aracaensis, M. levitrontosus und M. rovinjensis berichtet; sie betreffen vor allem das Auftreten fur- chenartiger Bildungen.
Intraspezifische Unterschiede, die mit der Kör- pergröße korrelieren, sind oben für C. marginatus und C. niveus dargestellt. Senz (1993b) versteht die Änderungen innerhalb von C. niveus - mit Vorbe- halten - als Ergebnis einer postembryonalen Ent- wicklung. Inwieweit die jeweiligen Ausbildungsfor- men funktionell mit den entsprechenden absoluten Körpergrößen korrelieren, ist gegenwärtig nicht feststellbar. Betont sei, daß sowohl die anterio-me- diane Furche in dem großen C. marginatus-Exemplar, wie auch die umfangreiche anteriore Grube in dem großen C. niveus-Exemplar Bildungen darstellen, die auch von anderen Arten bekannt sind.
Damit kann auf die interspezifische Variabilität geblickt werden. Die wesentlichen Variablen hierbei sind die Lage der Rhynchodealöffnung entlang der Längsachse des Preseptalbereiches, die Lagebezie- hung zwischen der Rhynchodealöffnung und dem Vorderende des Zentralzylinders, der Differenzie- rungsgrad des Mündungsbereiches sowie des Ka- nales des preseptalen Teiles des Rüsselapparates und die räumliche Beziehung zwischen dem Fron- talorgan und dem Rhynchodaeum.
Anatomisch läßt sich die hierbei auftretende Variabilität wie folgt ordnen: Der einfachste Fall ist, daß das Rhynchodaeum nahe der Kopfspitze aus- mündet, ohne daß im Mündungsbereich Differen- zierungen auftreten, bzw. der Rhynchodealkanal in Abschnitte zu untergliedern wäre; der Zentralzylin- der beginnt sehr nahe der Rhynchodealöffnung. Eine einfache Differenzierung dieses Zustandes ist die buchtartige Erweiterung des Öffnungsbereiches, ohne einer Rückwärtsverlagerung. Dies ist inM. levi- trontosus gegeben. Das deutlich hinter dem Vorder- ende des Rhynchodaeums liegende Vorderende des Zentralzylinders und des Gefäßsystemes sind wei- tere Abweichungen in dieser Art gegenüber dem einfachen Zustand.
Weist die anterioterminale Bucht eine Längsaus- dehnung auf, so tritt eine Medianfurche auf, in die das Rhynchodaeum einmündet, wobei nun eine Rückwärtsverlagerung der Rhynchodealöffnung möglich ist. Dies ist beispielsweise bei M. rovinjensis der Fall. Die Ventralfurche dieser Art ist relativ klein
und der Übergang in das Rhynchodaeum kontinu- ierlich. Selbiges gilt für L. fischeri; die Ventralfurche nimmt die Frontalorgan-Gruben auf. Ebenfalls klein ist die Ventralfurche in C. aracaensis. Sie reicht nicht bis unmittelbar an die Kopfspitze und der Übergang in das Rhynchodaeum erfolgt diskontinuierlich, eine Blindsackbildung des Rhynchodaeums beinhaltend. In Euborlasia sp. NHMW-EV 17022/3984 ist die Ventralfurche deutlich größer; der Übergang in das Rhynchodaeum erfolgt kontinuierlich.
Aus einer derartigen größeren Ventralfurche sind Übergänge zu einem anterioren Kanalbereich des preseptalen Rüsselapparates festlegbar. In ein- facher, wenig differenzierter Ausprägung ist dies in Lineus sp. NHMW-EV 17032/3998 und in L. trilinea- ta gegeben. In L. trilineata nimmt der anteriore Ka- nalabschnitt die Frontalorgan-Gruben auf. In beiden Arten beginnt der Zentralzylinder erst hinter dem anterioren Kanalabschnitt, der zudem deutlich um- fangreicher ist als der posteriore Abschnitt, obgleich furchenartig depress. In L. nipponensis ist die Dis- kontinuität zwischen beiden Kanalabschnitten be- sonders deutlich, bzw. der anteriore Abschnitt be- sonders groß. Zudem ist der Preseptalbereich des anterioren Kanalabschnittes mit einer starken Ring- muskulatur der äußeren Längsmuskelschicht aus- gestattet.
Eine deutliche Diskontinuität istauch in C. niveus NHMW-EV 3493 ausgebildet. Innerhalb dieser Art tritt aber im Rahmen einer postembryonalen Diffe- renzierung eine Trennung beider Kanalabschnitte auf, so daß die Rhynchodealöffnung in Form einer Öffnung des posterioren Kanalabschnittes eigen- ständig ausmündet. Der anteriore Abschnitt ent- spricht nun einer tiefen, hinten blind endenden Grube. Ähnliches, wenn auch weitaus weniger deutlich ausgeprägt, ist in C. marginatus gegeben. Eine umfangreiche anteriore Grube, unabhängig von der extrem weit rückwärts verlagerten Rhynchode- alöffnung, tritt zudem in V. hubrechti auf. In V. ber- gendali liegt die Rhynchodealöffnung ebenfalls weit hinter der Kopfspitze, doch tritt davor keine anterio- re Grube sondern eine sehr kleine Furche auf. Diese Erweiterung und die anterioren Gruben können funktionell mit dem Frontalorgan in Zusammenhang gesehen werden, wie es bei anderen Arten in Form kleiner Gruben in die mediane Furche (z.B. Cerebra- tulus sp. NHMW-EV 3989) bzw. den anterioren Kanalabschnitt einmündet (z.B. L. trilineata).
Eine besondere Ausformung liegt vor, wenn an die Öffnung des Rüsselapparates ein tonnenförmig ausgebildeter Kanal anschließt, der von einem ver- gleichsweise sehr dicken Epithel umrandet ist, wie dies in Q. mcintoshi der Fall ist.
Zum Verhältnis des Rhynchodaeum-Vorderen- des zum Vorderende des Zentralzylinders ist fest-
stellbar: Bei deutlicher Rückwärtsverlagerung des Vorderendes des Rhynchodaeums bzw. bei deutli- cher Verlagerung des Rhynchodaeums aus der zentralen Position innerhalb des Preseptalbereiches tritt eine Modifikation des Zentralzylinders auf: es kommt ein Muskelzapfen zur Ausbildung (C. niveus, V. hubrechti, V. bergendali, vgl. zudem Senz 1996a für Baseodiscus spp.). In Richtung der Ausbildung eines Muskelzapfens weisen auch die Verhältnisse in C. roseus, einer Art mit geringfügig rückwärts ver- lagerter Rhynchodealöffnung. Das Fehlen eines ty- pisch entwickelten Zentralzylinders tritt zudem bei Arten mit einem oben so genannten anterioren Kanalabschnitt im Bereich dieser Struktur auf (L. nipponensis, L. trilineata, Lineus sp. NHMW-EV 17032/3998; gilt auch für Q. mcintoshi). Bei Arten mit signifikant, aber nicht weit, hinter der Kopfspit- ze ausmündendem Rhynchodaeum kann ein rudi- mentär entwickelter Zentralzylinder über das Vor- derende des Rhynchodaeums hinausreichen, ohne daß eine Tendenz zur Muskelzapfen-Bildung auftritt (C. marginatus NHMW-EV 4285). Bei anderen Arten reicht ein gut entwickelter Zentralzylinder über das Rhynchodaeum-Vorderende hinaus, wobei der Eintritt des Rhynchodaeums in den Zentralzylinder diskontinuierlich (C. aracaensis) oder kontinuierlich (Cerebratulus sp. NHMW-EV 3989) sein kann. Bei wiederum anderen Arten beginnt der Muskelzylin- der erst deutlich hinter dem keine Diskontinuität aufweisenden Rhynchodaeum in zentraler Position (L. trilineata). Bei Arten mit einer anterioren Furche, in die das Rhynchodaeum einmündet, kann dorsal der Furche ein Rudiment des Zentralzylinders liegen (L. fischeri).
Im Sinne einer Klassifizierung der anatomischen Variabilität des vorderen Rhynchodealbereiches der Heteronemertinen ist es angemessen, die einzelnen Ausbildungsformen mit Namen zu belegen, so daß anhand der damit verbundenen Definitionen Ein- deutigkeit in der Bezeichnung erzielt werden kann. Zunächst ist der Begriff “einfaches Rhynchodaeum” (simple rhynchodaeum) festzulegen. Ein solches liegt vor, wenn das weiter nicht differenzierte Rhyncho- daeum nahe der Kopfspitze in eine einfache Öffnung ausmündet. Das Rhynchodaeum mündet in eine “Bucht” (pouch) bzw. eine “Furche” (furrow), wenn der Öffnungsbereich des Rhynchodaeums jeweils dementsprechend differenziert ist. Mit der Furchen- bildung geht die Ausbildung einer “rückwärtigen Position der Rhynchodealöffnung” (rhynchodeal opening in posterior position) einher. Das Rhyncho- daeum besitzt einen “anterioren Kanalabschnitt” (anterior rhynchodeal chamber), wenn auf die Rhyn- chodealöffnung ein depresser Kanalabschnitt folgt, der nicht von dem Zentralzylinder umgeben ist und diskontinuierlich in einen anders gestalteten, zu-
nächst englumigeren, weiteren Kanalabschnitt über- geht (z.B. Euborlasia sp. NHMW-EV 17022/3984, L. nipponensis); letzterer reicht bis zur Rüsselinserti- on. Ein “Atrium” (atrium) liegt vor, wenn an die Öffnung des preseptalen Rüsselapparates ein ton- nenförmiger Kanalabschnitt anschließt, umkleidet von einem dicken Epithel (Q. mcintoshi). Bildungen des prerhynchodealen Preseptalbereiches, die ana- tomisch in Beziehung mit dem anterioren Kanalab- schnitt bzw. der Furche gebracht werden können, ohne daß eine direkte Verbindung zu dem zur Rüssel- insertion ziehenden Kanal (Rhynchodaeum) besteht, sollen als “Frontalorgan-artige Bildungen” (frontal organ like structures) bezeichnet werden, unabhängig von ihrer jeweiligen Gestalt (z.B. anteriore Grube in V. hubrechti, medioventrale Furche in V. bergendali, anteriore Grube in C. marginatus NHMW-EV 5224/3268). Eine “Frontalorgan-artige Erweiterung der Furche” (frontal organ like enlargement ofthe furrow) liegt vor, wenn jener Bereich der Furche, in den die Frontalorgan-Gruben einmünden, gegenüber dem dahinter liegenden Teil erweitert ist, und die Furche bis zur Mündung des Rhynchodaeums reicht (z.B. Cerebratulus sp. NHMW-EV 3989). Frontalorgan- Gruben können zusammen mit einer Frontalorgan- artigen Bildung vorhanden sein. Treten nur diese Bildungen auf, so ist vorstellbar, daß sie in funktio- neller Hinsicht Äquivalente der Gruben sind.
Ein wesentlicher Fragenkomplex betrifft das Problem, inwieweit Bucht, Furche, anteriorer Kanal- abschnitt und Atrium Bildungen vor dem Rhyncho- daeum sind, oder Differenzierungen des Rhyncho- daeums. Die Frage ist also, ob die genannten Bil- dungen Differenzierungen des Rhynchodaeums sind, das selbst ein Produkt ektodermaler Invagina- tion ist, oder diesem weitere ektodermale Differen- zierungen vorgeschalten sind? Für Bucht, Furche und Atrium ist es naheliegend anzunehmen, daß es sich um Bildungen vor dem Rhynchodaeum handelt. Das Epithel dieser Bildungen ist histologisch mehr oder weniger ähnlich der angrenzenden Epidermis bzw. deutlich verschieden von jenem des nachfol- genden Kanals des preseptalen Rüsselapparates, also des Rhynchodaeums.
Komplizierter verhält es sich bezüglich dem so genannten anterioren Kanalabschnitt: Einerseits läßt er sich anatomisch aus Furchen-Bildungen ableiten, andererseits ist insbesondere in Fällen geringer Differenzierung zwischen dem anterioren und pos- terioren Kanalabschnitt eine Differenzierung des Rhynchodaeums in Abschnitte vorstellbar. Zudem ist gegenwärtig nicht abschätzbar, inwieweit die Unterschiede zwischen beiden Kanalabschnitten, insbesondere bezüglich der Histologie der involvier- ten Epithelien und dem Fehlen des Zentralzylinders im Bereich des anterioren Abschnittes, funktionell
bebürdet sind. Hierher gehört auch, daß diese Be- bürdung Ursache dafür sein kann, daß mehrfach die histologischen Ähnlichkeiten des anterioren Ab- schnittes mit der angrenzenden Epidermis gröfser als mit dem posterioren Abschnitt sind. Insgesamt ist gegenwärtig nicht feststellbar, inwieweit mit “anteriorer Kanalabschnitt” ein Konglomerat phy- logenetisch unabhängig entstandener Bildungen umfaßt wird. Angesichts hiervon soll in Zusammen- hang mit dem anterioren Kanalabschnitt von zwei Teilen des Rhynchodaeums gesprochen werden, insofern dies konkret den anatomischen Umstand verdeutlicht, daß zwei Kanal-artige Abschnitte vorliegen.
Insbesondere die Unterschiede in dem beschrie- benen C. niveus-Material verdeutlichen die Plastizi- tät, die in Zusammenhang mit den hier betrachteten Strukturen verbunden ist: In dem einen Exemplar tritt ein Rhynchodaeum mit zwei Kanalabschnitten auf, wohingegen der anteriore Abschnitt in dem zweiten Tier als “Frontalorgan-artige Bildung” zu bezeichnen ist. Auch C. aracaensis zeigt, daß die hier abzuhandelnde Variabilität nicht einfach zu ordnen ist. An dem Rhynchodaeum dieser Art fällt primär das Blindsack-artige Vorderende des Rhynchodae- ums auf, wie auch, daß es nicht wesentlich aus dem Zentralzylinder hinausreicht, sondern eine enge und sehr kurze kanalartige Erweiterung der Furche an das Rhynchodaeum heranreicht. Angesichts der obigen Ausführungen kann dies als Spezialisierung einer ehemals umfangreicheren Furchenbildung angesehen werden, die im Zusammenhang mit der Rückwärtsverlagerung der Öffnung des Rüsselap- parates steht.
Erst anhand weiterer Untersuchungen, über den rein anatomischen Untersuchungsrahmen hinaus, könnten Fragen, wie sie hier thematisiert worden sind, gelöst werden. Derartigen Untersuchungen ist auch die Klärung davon vorbehalten, inwieweit die genannten anatomischen Übergänge zwischen ein- zelnen Ausbildungsformen evolutive Entwicklungs- linien widerspiegeln.
Literatur
Gibson, R. 1972. Nemerteans. — London (Hutchinson)
Senz, W. 1992. On the phylogenetic origin of the hete- ronemertean (Nemertini) outer longitudinal musc- le layer and dermis. —- Zool. Anz. 228: 91-96
-- 1993a. On the preseptal area in Nemertini: The inner circular muscle layer of the body wall. - Zool. Anz. 231: 139-150
-- 1993b. Nemertinen europäischer Küstenbereiche (Nebst ergänzenden Angaben zur Anatomie von Apatronemertes albimaculosa Wilfert & Gibson, 1974). - Ann. Naturhist. Mus. Wien 94/95B: 47-145
-- 1996a. Anmerkungen zur Körperwand-Muskula- tur der Heteronemertinen (Stamm: Nemertini). - Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien, Math.-naturwiss. Kl. 203: 15-27
-- 1996b. Über die Gattung Valencinura Bergendal, 1902 (Heteronemertini; Nemertini) — nebst Überle- gungen zur Bedeutung der phylogenetischen Sys- tematik für die gegenwärtige Klassifikation der Nemertinen. — Sitzungsber. Akad. Wiss. Wien, Math.-naturwiss. Kl. 203: 29-49
-- 2001: Eine neue Heteronemertine von der Küste Japans. - Spixiana 24/1: 5-13
-- 2003: Katalog der Nemertini-Sammlung. — Eigen- verlag Naturhist. Mus. Wien. 2. Auflage
-- &R.A. Tröstl 1997. Überlegungen zur Struktur des Gehirns und Orthogons der Nemertinen. — Sit- zungsber. Akad. Wiss. Wien, Math.-naturwiss. Kl. 204: 63-78
Buchbesprechungen
1. Wallace, I. D., B. Wallace, &G.N. Philipson: Keys to the case-bearing Caddis larvae of Britain and Ireland. -Freshwater Biological Association, Scientific Publi- cation No. 61, 2003. 259 S. ISBN 0-900386-70-3
Bereits in den Jahren 1981 und 1990 wurden von der Freshwater Biological Association zwei Schlüssel zur Bestimmung der Köcherfliegenlarven Englands und Ir- lands herausgegeben. Der letztere umfaßte die Gehäuse tragenden Larven, der jedoch inzwischen vollständig vergriffen ist. So ergab es sich auf Grund der Beliebtheit dieses Schlüssels, daß eine Neuauflage gestartet wurde, die hiermit vorliegt. Dabei wurden in den Texten vielfach die aufgetretenen Schwierigkeiten und Unstimmigkeiten entfernt und durch bessere Merkmalskombinationen oder auch einzelne Umstellungen ersetzt. Auch wurden die Verbreitungsangaben erweitert und die vielfach abwei- chenden ersten Larvenstadien näher erläutert. Auch ei- nige neue Abbildungen sollen die Identifikation der Merkmale erleichtern. Sicher sind einige Gruppen wei- terhin besonders problematisch, wie z.B. die Gattung Limnephilus unter den Limnephilidae, deren Variations- breite der Merkmale nicht erschöpfend in einem derar- tigen Band präsentiert werden kann. Dennoch wird dieses Büchlein weiterhin bei der Bestimmung der Kö- cherfliegenlarven, die ein Gehäuse tragen, unentbehrlich für alle Limnologen sein. E.-G. Burmeister
2. Lampel, G. & W. Meier (t): Hemiptera Sternorrhyn- cha — Aphidina, Teil 1: Non-Aphididae. — Fauna Helvetica, Centre suisse de cartographie de la fauna & Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Vol. 8, 2003. 312 S. ISBN 2-88414-019-0.
Der vorliegende 8. Band der Fauna Helvetica schließt an eine Serie hervorragender Arbeiten an. Es ist ein wichti- ges Werk für Entomologen und Studenten, die sich mit ökologischen und auch allgemein interessierenden fau- nistischen Forschungsergebnissen über Blattläusen be- schäftigen müssen. Umfangreiche Erläuterungen zu der oft recht schwierigen Biologie der Blattläuse führen in die Problematik dieser wirtschaftlich bedeutenden In- sektengruppe ein. Es wurde ein Bestimmungsschlüssel mit erklärenden Zeichnungen für folgende Familien erarbeitet: Lachnidae, Pterocommatidae, Chaitophoridae, Thelaxidae, Callaphididae, Drepanosiphonidae, Anoeci- idae, Hormaphididae, Mindaridae, Pemphigidae, Adel- gidae und Phylloxeridae.
Im Kapitel zur Faunistik werden zur allgemeinen Verbreitung der behandelten Arten in der Schweiz auch Verbreitungsdaten, die die Grenzen dieses Landes über- schreiten, angeführt. Zusätzlich beinhaltet dieser Teil systematische und taxonomische Informationen, wie die derzeit gültigen Artnamen und dazu ihre Synonyme. Die Biologie der einzelnen Arten wird aufgezeichnet und mit Literaturangaben ergänzt. Den Abschluß dieser Arbeit bildet das Literaturverzeichnis und zwei wichtige Ver- zeichnisse, die einmal die Blattläuse und ihre jeweiligen
Wirtspflanzen und umgekehrt die Wirtspflanzen mit ihren Blattläusen zusammenführen. Den Bearbeitern dieser Insektenfamilien, Biologen und auch Gärtnern, werden gerade diese Auflistungen der wechselseitigen Beziehungen ein schnelles Bestimmen der Arten ermög- lichen und ihre Arbeit sehr erleichtern. Es ist ein emp- fehlenswertes Werk. T. Kothe
3. Moeller Andersen, N.&T.A.Weir: Australian Water Bugs, Their Biology and Identification (Hemiptera, Heteroptera, Gerromorpha & Nepomorpha). - Apol- lo Books Denmark, 2004. 344 S. ISBN 87-88757-78-1
Wasserwanzen besiedeln alle denkbaren Gewässer der Erde, so sind unter diesen sogar Wasserläufer auf dem Meer weitab von jeder Landmasse zu finden. Die ver- schiedenen Strategien zum Beutefang, nur wenige Arten sind Pflanzenfresser bzw. Pflanzensauger, und zur Eiab- lage machen sie zu einer faszinierenden Insektengruppe im Gefüge der limnischen und marinen Lebenswelt. Daß zahlreiche Arten auch noch empfindlich stechen können, indem sie mit hohem Druck der Saugpumpe lähmenden Speichel injizieren können, läßt auch die besondere Aufmerksamkeit eines unvoreingenommenen Beob- achters erwachen. Zwei gundsätzlich verschiedene Le- bensräume werden von den Wasserwanzen besiedelt. So leben die Gerromorpha als Wasserläufer auf der Was- seroberfläche, die Nepomorpha oder echte Wasserwan- zen unter Wasser, wobei diese besondere Anpassungen an die Atmung entwickelt haben. Bisher lagen über die Wasserwanzenfauna Australiens nur Einzelpublikatio- nen vor. deshalb ist es von besonderem Wert, daß der inzwischen viel zu früh verstorbene Altmeister der Wasserwanzenkunde Nils Moeller Andersen gemeinsam mit seinem australischen Kollegen Tom A. Weir sich zum Ziel gesetzt hat, die Erfassung der Wasserwanzen dieses Kontinents aufzugreifen. Das dabei entstandene Bestim- mungswerk ist von herausragendem Wert und für jeden Museumsentomologen zur Einordnung seiner Bestände unersetzlich. Im umfangreichen Bestimmungsteil, der zahllose Detailabbildungen und Rasteraufnahmen ent- hält, wird auf Gattungsebene auch die Verbreitung und Biologie angegeben. Diesem vorangestellt sind neben einer umfangreichen Einführung, die auch die Habitate dieser faszinierenden Insektengruppe erfaßt, Kapitel zur Biologie und Ökologie, zur Systematik und Stammesge- schichte, zur Morphologie als Basis der Merkmale, die für die Bestimmung unerläßlich sind, sowie zur Metho- de des Sammeln und der Konservierung. Diese sehr informativen Abhandlungen gelten weltweit für alle Wasserwanzen und sind darum auch für alle Bearbeiter und Einsteiger uneingeschränkt nutzbar. Den Abschluß dieses “Standardwerkes” bildet ein umfangreiches Lite- raturverzeichnis, eine Checkliste aller australischer Arten und ein Index mit Suchbegriffen und Taxa.
E.-G. Burmeister
SPIXIANA München, 01. März 2005 ISSN 0341-8391
First Record of Ochetostoma for the Mediterranean Sea
(Echiura)
Jose Ignacio Saiz Salinas & Bernhard Ruthensteiner
Saiz Salinas. J. I. & B. Ruthensteiner (2005): First Record of Ochetostoma for the Mediterranean Sea (Echiura). - Spixiana 28/1: 9-11
Ochetostoma erythrogrammon, a member of the phylum Echiura is recorded from the Croatian coast (Adriatic Sea). This is the first report of the genus from the
Mediterranean Sea.
Jose Ignacio Saiz Salinas, Universidad del Pais Vasco/EHU, E-48080 Bilbao,
Apdo. 644, Spain
Dr. Bernhard Ruthensteiner, Zoologische Staatssammlung München, Münch- hausenstr. 21, D-81247 München, Germany
Introduction
A complete review of the Echiura of the Mediter- ranean Sea has been provided by Murina (1984). She compiled a number of six species assigned to five genera.
In the course of a faunistic re-examination of Mediterranean echiurans, a sample of unidentified specimens form the Adriatic Sea lodged in the Zoo- logische Staatssammlung München (ZSM) showed features unknown to any previously recorded Mediterranean species. Distinct bands of longitudi- nal musculature were well visible through a trans- lucent body wall. After dissection, the specimens proved to belong to the echiuran genus Ochetostoma Leuckart & Rüppell, 1828, previously unknown from the Mediterranean. Thus, the objective of this paper is to clarify the species identity by a morphological investigation and provide this new faunistic record.
Ochetostoma erythrogrammon Leuckart & Rüppell, 1828 Figs 1A-D, 2A-B
Material examined: One sample with four specimens (two dissected) from a single sampling site: the Velebit Canal on the Croatian coast (Adriatic Sea), collected by
SCUBA diving by Tisch, May-June, 1962, ZSM Reg.-Nr. 20001126.
Description
The four specimens were cylindrical to saussage shaped (Fig. 1A), light-yellow to creamy in colour (as preserved in alcohol) with little tiny papillae all over the trunk, with more prominent and dense papillae in the peri-anal region (Fig. 1D). The length ofthe trunk was 39-43 mm and the maximum width 24 mm. The proboscis (detached in one specimen) is stout and rounded, much contracted, 7 mm long and about as wide. Body wall thin and translucent. Longitudinal muscles were gathered into 16 bands, crossed by several transverse fascicles of oblique muscle. Two dark golden hook shaped small setae are present and placed just near the mouth (Fig. 1C). The gut is extremely long, thin walled and convo- luted, with calcareous sand debris inside. Gonoducts full of minute ova arranged in three pairs (Fig. 2A) with the anterior pair opening in front of the ventral setae (Fig. 1B). Their length varies from 10 mm (1° pair) to 30 mm (3"' pair). Gonostomal lips long, some of them well coiled, others little to almost not coiled. Rectal caecum present. Anal vesicles are two thin unbranched tubes (Fig. 2B), 13 mm long, light yellow in colour. They are attached to the body wall
Fig. 1A-D. Ochetostoma erythrogrammon Leuckart & Rüppell, 1828, from Velebit Canal (Croatia). A. Specimen 1,
complete. Anterior is on the right and ventral is on top. Stippled rectangle is enlarged in D. Scale bar = 10 mm. B. Specimen 2, ventral area adjacent to the proboscis, showing the depressions of the genital pores (arrow heads) and setae (in the stippled rectangle). Stippled rectangle is enlarged in C. Scale bar=2 mm.
by mesenteries and over its surface few tiny funnels are discernible.
Discussion
Ochetostoma erythrogrammon, the type species of the genus, was originally described from the Red Sea and thereafter additionally reported from different localities of the Indian and Pacific Oceans (Stephen & Edmonds 1972) as well as tropical Atlantic waters (Mathew 1976, Biseswar 1985). There is previous information on the presence of the species in the Mediterranean already in the monograph of Stephen
10
& Edmonds (1972). This, however, was erroneous at that time, as they incorrectly quoted Herubel (1904). A re-examination of this paper showed that Herubel was dealing with the fauna of the southern part of the Red Sea, not the Mediterranean. In fact, Murina (1984) and Saiz Salinas (1987) did not include O. erythrogrammon in their Mediterranean faunal lists.
The genus Ochetostoma Leuckart & Rüppell, 1828, is classified within the subfamily Thalassematinae Monro, 1927, together with the genus Thalassema Lamarck, 1801, whose species Thalassema thalassemum (Pallas, 1766), was found in the Mediterranean Sea (Murina 1984). The closest records of other species
5 mm
Fig. 2. Ochetostoma erythrogrammon Leuckart & Rüppell, 1828, from Velebit Canal (Croatia). Drawn from a dissected specimen. A. Gonoducts (g) on the left side, showing gonostomal lips (gt). B. Anal vesicles (av) and cloaca. Abbre- viations: av=anal vessicles; g=gonoducts; gt=gonostomes; in=intestine; nc=nerve cord; om=oblique muscles;
p=proboscis. Scale bar = 5 mm.
of the genus Ochetostoma, named O. baronii (Greef, 1872), characterised by the presence of two pairs of gonoducts (instead of three pairs) are coming from the Atlantic coast of Morocco (Herubel 1924) and the Canary Islands (see Saiz Salinas 1987). From the Azores Islands a third species of this genus, O. azo- ricum, was recently described by Rogers & Nash (1996). According to these authors, the new proposed species differs from O. erythrogrammon in having 12 bands of longitudinal muscles (instead of 16), al- though both species keep on sharing the presence of three pairs of gonoducts.
In conclusion, the geographical distribution of Ochetostoma erythrogrammon Leuckart & Rüppell, 1828, has been enlarged to the Mediterranean Sea.
Acknowledgements
JISS wishes to thank funds from the contract no. PGIDTO1PX1I20008PR of ‘Xunta de Galicia’ (Spain). We thank M. Balke for valuable comments on the manu- script.
References
Biseswar, R. 1985. The geographic distribution of Echi- ura from Southern Africa. — S. Afr. J. Mar. Sci. 3: 11-21
Herubel, M. A. 1904. Liste des Sipunculides et Echi- urides rapportes par M. Ch. Gravier du Golfe de Tadjourah (Mer Rouge). -— Bull. Mus. Hist. Nat., Paris 10: 562-565
-- 1924. Quelques Echiurides et Sipunculides des cötes du Maroc et de Mauritanie. — Bull Soc. Sci. Nat. Phys. Maroc, Rabat 4: 108-112
Mathew, J. 1976. The geographic distribution of echiurans in world oceans with special reference to the Indian forms. - In: Rice, M. E. & M. Todorovic (eds.). Proc. Intern. Symp. Biology of Sipuncula and Echiura 2: 127-133. Naucno Delo, Beograd
Murina, G.-V. 1984. Sostav i rasprostranenie ekhiur Sredizemnogo morya. — Trudy Inst. Okeanologii 119: 82-98
Rogers, A. D. & R. D. M. Nash 1996. A new species of Ochetostoma (Echiura, Echiuridae) found in the Azores with notes on its ecology. — J. mar. biol. Ass. U.K. 76: 467-478
Saiz Salinas, J. I. 1987. Verzeichnis der Echiuriden-Arten (Echiura) von den Küsten der Iberischen Halbinsel und den angrenzenden Meeren. - Mitt. Zool. Mus. Berl. 63: 293-300
Stephen, A. C. & S. J. Edmonds 1972. The Phyla Sipun- cula and Echiura. - Trustees of the British Museum Natural History, Publ. Nr. 717, London, 528 pp.
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Buchbesprechungen
4. Voisin, J.-F. (Koordinator): Atlas des Orthopteres (Insecta: Orthoptera) et des Mantides (Insecta: Man- todea) de France. Patrimoines Naturels 60, 2003, Paris, 104 S., ISBN 2-85653-562-3.
Das vorliegenden Werk gibt nun auch einen ersten gro- ßen Überblick über die Heuschreckenfauna Frankreichs und deckt damit einen weiteren weißen Fleck in der Erfassung der Heuschrecken auf der Karte Europas ab.
Unter Koordination Jean-Francois Voisins haben mehr als 500 Mitarbeiter mit mehr als 42600 Einzelnach- weisen im Zeitraum von 1960 bis 2002 und mit gezielten Kartierungen seit 1979 zu diesem Werk beigetragen.
Aufgenommen wurden die Orthopteren und Man- tiden Frankreichs einschließlich der Insel Korsika. Dazu wurde das Untersuchungsgebiet in 1120 Planquadrate unterteilt, wovon 918 erfaßt wurden. Am flächende- ckendsten sind die Regionen im Nord-Westen und Süd- Osten des Landes sowie Korsika untersucht.
Die Orthopteren- und Mantidenfauna Frankreichs umfaßt demnach 215-220 Arten. Zu diesem Ergebnis tragen 201 Spezies bei, deren früheres Vorkommen be- stätigt werden konnte. 14 früher registrierte Arten wur- den nicht mehr gefunden, von sechs eingeführten Arten scheinen sich drei etabliert zu haben. Erfreulich ist der Nachweis dreier neuer Taxa für die Wissenschaft (Rha- cocleis poneli Harz &Voisin 1987, Pseudomogoplistes vicen- tae septentrionalis Morere & Livory 1999 und Anoncontus baracunensis occidentalis Carron & Wermeille 2002) und von zehn Arten, die für Frankreich neu hinzu gekommen sind. Es konnten aber auch einige taxonomische Unstim- migkeiten (Synonyme, Subspezies) ausgeräumt werden. Von neun früher auf Korsika dokumentierten Manto- deaspezies wurden noch sieben Arten bestätigt, davon sechs ausschließlich auf Korsika.
Der Atlas gliedert sich in einen Einführungsteil mit Übersichtskarten zum Gebiet, einer kurzen Erklärung zur Erfassungsmethode, der Auswertung der gewonne- nen Daten, einigen Worten zur Gefährdung und einem Appell zur Erweiterung bzw. Fortführung des Atlas. Im Hauptteil findet man zu jeder Art eine kleine Verbrei- tungskarte und einen sehr knappen Text, der neben Voisin von mehreren namhaften Orthopterologen verfasst wurde. Am Ende des Bandes gibt es neben dem Litera- turquellenverzeichnis noch vier Fotoseiten, wobei die Auswahl der Bilder (z.B. dreimal Decticus verrucivorus neben großenteils sehr weit verbreiteten Arten) bei dieser Artenfülle sehr mager ausfällt.
Gerne würde man mehr Bilder von seltenen oder eben für das Land typisch, endemischen Spezies sehen. Trotz der vielen Arbeit, die sicherlich in diesem Werk steckt, wirkt das Resume eher spärlich, für so ein großes Gebiet mit einem für Europa doch recht umfangreichen Arteninventar.
Ein Anfang ist gemacht und man würde sich wün- schen, daß die Arbeit weitergeht. M. Breitsameter
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5. Wells, A. & W. W. Houston (Hrsg.): Zoological Ca- talogue of Australia. Vol. 17.2. Mollusca: Aplacopho- ra, Polyplacophora, Scaphopoda, Cephalopoda. - Melbourne: CSIRO Publishing, 2001. xii, 353 pp. ISBN 0-643-06707-8
“Der Zoologische Katalog von Australien” ist ein wohl- bekanntes Nachschlagewerk, wenn es um die Biogeogra- phie und Taxonomie australischer Arten geht. Dabei wird als australische Art aufgefaßst, was im Bereich des Aus- tralischen Kontinentes, auf oder um die Lord Howe-, Norfolk-, Cocos-, Christmas-, Ashmore-, Cartier-, Heard- und McDonald-Inseln, dem Australischen Antarktis- Territorium sowie den Regionen unter australisch-poli- tischer Zugehörigkeit lebt.
Der vorliegende Band beinhaltet die Arten folgender Molluskengruppen: Aplacophora (A. M. Scheltema, USA), Polyplacophora (K. Gowlett-Holmes, Australien), Scaphopoda (K. L. Lamprell & J. M. Healy, Australien) und Cephalopoda (C. C. Lu, Taiwan).
Der taxonomische Teil umfaßt neben den bis zum Publikationszeitraum bekannten Arten auch deren Ori- ginal-Referenzen, Synonyme, Angaben zum Typmateri- alsowie Hinweise auf artspezifische geographische sowie bathymetrische Verbreitungsgrenzen. Jedem Kapitel und jeder Familie ist eine eigene Einleitung vorangestellt, die bestimmungsrelevante Merkmale aufzeigt, um dem Nichtspezialisten den Einstieg zu erleichtern. Visuell wird das Ganze durch einige gute Zeichnungen abgerundet. Dem folgen die Angaben zu den Gattungen (inklusive Synonyme) und dann die Auflistung der Arten.
Alles in allem handelt es sich hier um ein gelungenes Werk für jeden Interessierten, das ein schnelles Auffinden verschiedener Taxa vereinfacht und einen Überblick über diese artenreiche Region verschafft. Als Spezialist für Polyplacophoren schenkte ich diesem Teil meine beson- dere Aufmerksamkeit. Übersieht man großzügig die unnatürliche Reihenfolge der Familien (weil alphabe- tisch), sind beim tiefgründigeren Lesen Feinheiten zu bemängeln, die bei einem solch umfassenden Werk kaum vermeidbar sind. Stellenweise sind die Taxa unvollstän- dig geführt (es fehlt der Artname), die Typenrecherche läßt teilweise zu wünschen übrig, man merkt deutlich, daß nur die gängigsten Werke zitiert wurden, zum Bei- spiel fehlen die Typenangaben zu den von Thiele be- schriebenen Arten, die aber (teilweise) in einem von Kilias erschienen Katalog zugänglich sind! Was augen- fällig ist, ist die fehlende Hervorhebung von besonderen neuen taxonomischen Akten (z.B. Neukombinationen, oder “Type locality”-Einschränkungen). Die Synonymi- sierung von Arten sollte in einem solchen Katalog un- terbleiben.
Fazit: Dieses Werk sollte in der Bibliothek eines Malakologen nicht fehlen, weil es nahezu perfekte Hin- tergrundinformationen zu den in dieser Region vorkom- menden Taxa liefert. Es darf aber keinesfalls alles unkri- tisch übertragen werden. E. Schwabe
SPIXIANA 13-16 München, 01. März 2005 ISSN 0341-8391
Contributions to the knowledge of the Ovulidae. XIV. A new species in the genus Prosimnia Schilder, 1925
(Mollusca: Gastropoda)
Dirk Fehse
Fehse, D. (2005): Contributions to the knowledge of the Ovulidae. XIV. A new species in the genus Prosimnia Schilder, 1925. — Spixiana 28/1: 13-16
A new species of the gastropod family Ovulidae Fleming, 1828 is described as endemic in northern Red Sea. The new species belongs to the genus Prosimnia Schilder, 1925 and in the subfamily Simniinae Schilder, 1925. Type species of the genus is Ovula semperi Weinkauff, 1881. The new species Prosimnia korkosi, spec. nov. is compared with the following similar species of the genus from the Indopa- cific area: Prosimnia semperi, Prosimnia boshuensis Cate, 1973, Prosimnia draconis Cate, 1973, and Prosimnia pierei (Petuch, 1973). The status of P. draconis and P. boshuensis as valid species different from P. semperi is demonstrated.
Dirk Fehse, Nippeser Str. 3, D-12524 Berlin, Germany; e-mail: dirk.fehse@ftk.rohde-schwarz.com
Introduction
Only very few species among the Ovulidae Fleming, 1828 are sculptured. These species belong to the genera Rotaovula Cate & Azuma in Cate, 1973 and Prosimnia Schilder, 1925. Normally the shells within Ovulidae are dorsally smooth or at best transverse- ly striated but the shells of the two mentioned genera are costulated and the surface of the shells in the genus Prosimnia are furthermore very rough or crenulated. Prosimnia semperi was described in 1881 by Weinkauff from Borneo. In 1973, Cate intro- duced provisionally two subspecies to P. semperi — P.s. boshuensis and P. s. draconis — and explained, “[P.semperi] ... isapparently an extremely variable species in shell morphology, seeming to vary from one population to another frequently even within thesamelocality ... Theshape of the shell, its color, size and degree of sculpture will often vary strik- ingly though Iam provisionally suggesting two new subspecies ... until further study of their animal parts can better clarify the differences, if any, in the species.” (1973: 74). Catalogues published by the internet attach Cate’s subspecies as synonyms to P. semperi because the shell differences seemed to be very minor and intraspecific to their authors. How-
ever, again differences in the soft parts especially of the mantle lobes distinguish P. draconis from P. sem- peri although the shell morphology is very similar (Debelius 1996: 53, compare Fehse 2003).
Recently, two specimens recently sampled in the Red Sea were offered by a Brazilian shell dealer. It seemed that these specimens were slightly subadult because the transverse dorsal keel was not devel- oped. However, the author was assured of an ad- ditional new species in Prosimnia but there were not enough specimens at hand for a description. By chance the author came in contact to Daniel Korkos from Israel who had three further self-collected specimens. All available shells improve the con- stancy in the distinguishing features. Therefore, this species is described as new.
Unfortunately, there are no soft parts available from the rare and endemic new species. Hopefully, further samples will confirm the striking differ- ences of the shell by the soft part and radulae.
Abbreviations
DFB _ collection Dirk Fehse, Berlin, Germany.
DKI collection Daniel Korkos, Tel Mond, Israel. ZSM Zoological State Collection Munich, Germany.
13
Fig. 1. Prosimnia korkosi, spec. nov., Holotype, ZSM, coll.
Fig. 2. Prosimnia korkosi, spec. nov., Paratype 1, DFB, coll. No. 769%.
Fig. 3. Prosimnia korkosi, spec. nov., Paratype 2, coll. DKI.
14
Prosimnia korkosi, spec. nov. Figs 1-3
Types. Holotype: Off Coral Beach, Eilat, Israel, Gulf of Agaba, Northern Red Sea, found alive on small sea fan during night dive at 35-40 meters depth; length: 12.1 mm; width: 3.7 mm; height: 3.2 mm; adult (ZSM coll.). - Paratypes: Nr. 1: same locality as holotype; length: 11.9 mm; width: 3.7 mm; height: 3.0 mm; adult (DFB coll. No. 7690); Nr. 2: same locality as holotype; length: 11.4 mm; width: 3.5 mm; height: 2.9 mm; adult (coll. DKD); Nr. 3: recent; off Eilat, Gulf of Agqaba, Red Sea; taken in gorgonians at 20-30 m, by dive; length: 12.7 mm; width: 3.9 mm; height: 3.4 mm; adult (DFB coll. No. 7421).
Description of holotype
Shell small and spindle shaped without a trans- verse keel at the rear dorsal shoulder. Terminals rather pointed but less so anteriorly. Dorsum covered by transverse, weakly incised striae overall with fine intercepting longitudinal growth lines that create a subglossy and a slightly rough appearance. Ventrum long, narrow and pointed elliptical and covered by thin callous that lessen the shell sculpture. Ventrum tapers evenly towards both pointed ends with a longitudinal, nearly obscured and crenulated fu- niculum abapically. Aperture long and narrow but widens towards the fossula section. Labral lip flat- tened ventrally. Outer labral margin roundly shoul- dered whereas its inner margin is roundly keeled with blunt, very numerous and fine denticles that cross as weak ridges the breadth of the labrum. Columellar rounded without any specific character. A longitudinal carinal ridge is very obscured. Fos- sula short, very shallow and narrow, and bordered internally by a rounded carinal ridge.
Shell translucent yellowish white in colour. The internal siphonal and anal canal light pinkish.
Variation. Shell morphology is extensively constant although the shell surface varies from al- most smooth to slightly and finely crenulated.
Etymology. The new species is named in honour to Daniel Korkos, Israel, who supplied three type speci- mens that confirmed the distinguishing features.
Discussion
At first glance the new species is somewhat similar to P.semperi, P. boshuensis and P.draconis — the P. semperi species complex — by the general shell outline, but it differs in detail essentially by the lack off any transverse dorsal keel. The shells of the P. semperi species complex have a sub-rhomboid appearance, whereas the shell of P. korkosi is spindle-
shaped. The transverse striae and the growth lines are very fine and only shallowly incised in the new species. Therefore, the shell of P. korkosi has a some- what subadult appearance with its smoother, more glossy surface. Furthermore, the funiculum is more internally located and almost obscured and is only visible due to the presence of few denticles on the left wall ofthe anal canal. The denticles on the inner edge and outer margin of the labral lip are also more numerous, finer and not very prominent in contrast to the P. semperi species complex. Therefore, the new species is clearly distinguishable from the latter species complex.
There is no real similarity between the new spe- cies and Prosimnia piriei. Prosimnia korkosi is easily distinguishable from the latter by the general shell morphology. The shell periphery of P. piriei is sur- rounded by a thick and crenulated or striated cal- losity. The shell is of P. piriei is also mostly larger and the aperture is very different with the crenu- lated and striated ventrum and the fully developed funiculum. Also the colour pattern of P. piriei with its numerous transverse and regularly interrupted lines of brown colour distinguish it from P. korkosi.
Differential diagnosis
The differences in the soft parts of Prosimnia semperi, P. boshuensis, P. draconis, and P. piriei appear as fol- lows:
Prosimnia semperi: The mantle lobes are translucent with numerous white, bi-pinnate papillae that imitate the polyps of the hosts whereas the shell is simi- larly coloured as the steam of the coral (Debelius 1996: 53 [“Prosimnia boshuensis”], Okutani 2000: pl. 110, Coleman 2003: 93).
Prosimnia boshuensis: The mantle lobes are bright red with numerous little dots of even more intensi- ve colour and bright yellow, amorphous papillae of truncated cone-like shape. The reddish shell in combination with the red mantle lobes is identical with the steam of the host coral and the yellow papillae imitate perfectly the coral polyps (Debelius 1996: 42 [“Crenavolva striatula”]).
Prosimnia draconis: The mantlelobes are translucent with numerous bright red and blunt papillae with numerous white tentacles. The yellow shell imitates the yellow steam of the sea fan whereas the papillae are nearly identical in colour and sculpture with the host polyps (Coleman 2003: 93 - last row left picture with yellow shell from Dampier, WA, called here “Prosimnia semperi”).
Fig. 4. Prosimnia boshuensis Cate, 1973, DFB, coll. No. 4751. Nada, Wakayama Pref., Japan; dived in 10-30 fathoms.
Fig.5. Prosimnia draconis Cate, 1973, DFB, coll. No. 4536. Bohol Isl., Philippines; by tangle-nets in 100-150 m.
Fig.6. Prosimnia piriei (Petuch, 1973), DFB, coll. No. 7347. New Hanover Islands, Indonesia; on red gorgonia in strong current at 35-45 m.
15
No. 3272. Kudahiti Atoll, Maledives; by dive in March 1983.
Prosimnia piriei: The mantle lobes are translucent with numerous crimson red appearing papillae. The papillae have a short and thin steam and a big, amorphous, rounded crown. The papillae reminds a stink-horn. The colour of the crown is like the mantle lobes but they are drawn with very fine and numerous red trickles that remind blood vessels. Again the shell colour is similar to the steam of the host coral whereas the papillae imitate retracted polyps of the host (Debelius 1996: 49, text fig. 9, 10, Coleman 2003: 93).
The yellow shell of P. draconis is not the result of an alimentary homochromy as large series of specimens confirm. The colour is always present in different shades. Sometimes a reddish colour is superimposed in any part of the shell and, therefore, only the red- dish colour is originated from host pigments.
Again Cate’s sensitivity in detecting species within the Ovulidae by the shell morphology alone is confirmed by the soft parts. His feeling for the distinguishing features is astonishing because there are only few characters available that can be used to differentiate seemingly related forms in the Ovulidae, and often he had only few or one speci- mens at hand for examination.
The occurrence of Ovulidae in the Red Sea prov- ince is still fragmentary but the almost isolated geo- graphic position of the Red Sea opens the possibil- ity foran unique and endemic marine fauna. Already the triviid Austrotrivia rubramaculosa Fehse & Grego, 2002 had been detected to be endemic to the north- ern part of the Red Sea. In the same area the new ovulid species was discovered. Until now the fol- lowing species are known to occur in the Red Sea:
Ovulidae:
Prionovolva pulchella (A. Adams, 1873)
Habuprionovolva cf. aenigma (Azuma & Cate, 1971)
Dentiovula dorsuosa (Hinds, 1844)
Pseudosimnia wieseorum Lorenz, 1981
Diminovula aurantiomacula Cate & Azuma in Cate, 1973
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Calpurnus verrucosus (Linneaus, 1758)
Procalpurnus lacteus (Lamarck, 1810)
Prosimnia semperi (Weinkauff, 1881) from Pleisto- cene
Prosimnia korkosi spec. nov.
Hiatavolva brunneiterma (Cate, 1969)
Pediculariidae: Pseudocypraea adamsonii (Sowerby, 1832) Pedicularia granulata Neubert, 1998
References
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Fehse, D. 2003. Beiträge zur Kenntnis der Ovulidae. XII. Pseudosimnia flava, spec. nov. und Aperiovula juan- josensii Perez & Gomez, 1987 aus dem Bathyal des Zentralatlantiks. — Spixiana 26(3): 269-275, text figs 1-9
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SPIXIANA 17-19 München, 01. März 2005 ISSN 0341-8391
A new species of Bolma Risso, 1826 from New Ireland, Papua New Guinea
(Mollusca, Gastropoda, Turbinidae)
Kurt Kreipl & Axel Alf
Kreipl, K. & A. Alf (2005): A new species of Bolma Risso, 1826 from New Ireland, Papua New Guinea (Mollusca, Gastropoda, Turbinidae). - Spixiana 28/1: 17-19
A new species of Bolma Risso, 1826 is described from New Ireland, Papua New Guinea. Bolma martinae, spec. nov. is one of the small species of the genus. It is similar to Bolma microconcha Kosuge, 1983 but clearly different by the presence of an umbilicus and other features discussed below.
Kurt Kreipl, Meeresmuseum Öhringen, Höhenweg 6, D-74613 Öhringen, Ger- many; e-mail: meeresmuseum@t-online.de
Prof. Dr. Axel Alf, University of Applied Sciences Weihenstephan, D-91746 Triesdorf, Germany; e-mail: axel.alf@fh-weihenstephan.de
Introduction
In 2003 Dr. Felix Lorenz discovered a number of dead shells of a quite small species of the genus Bolma during dives near Kavieng, New Ireland, Papua New Guinea, in a depth of 58-64 meters. The only species similar to these shells is Bolma micro- concha Kosuge, 1985 which can be clearely separated by constant features. So the species is described here as new.
Bolma martinae, spec. nov. Figs 1-3
Types. Holotype: Diameter 10.1 mm, diameter of Pro- toconch 0.25 mm, height 9.3 mm, teleoconch 4.3 whorls, (Zoologische Staatssammlung München, Germany, ZSM Moll 20041263).
Paratypes: No. diameter height in collection (mm) (mm) 1 10.0 9.1 _K.Kreipl lot no. 10152a 2 9.3 8.1 K. Kreipl lot no. 10152b 3 8.3 ZA K. Kreipl lot no. 10152c
4 5.4 4.5 K. Kreipl lot no. 10152d 5 4.0 34 K.Kreipl lot no. 10152e Remark: shell with operculum 6 3.3 23 K.Kreipl lot no. 10152f 77 3.9 29 K.Kreipl lot no. 101528 a REN Toro 251 10 9.0 76 A. Alflotno. 11213la 11 8.0 6.4 M. Eisinger, Mannheim
All paratypes from type locality except no. 8& 9 which come from Baudisson Bay, Kavieng, 15-35 m (2°44,55'5 150°39,45'E).
Type locality. Bermuda Drop, Kavieng, New Ire- land, Papua New Guinea, in 58-64 meters.
Description
Shell very small, turbiniform, largest specimen seen 10.5 mm high, 11.9 mm wide (paratype 8); wider than tall (h/w=0.84-0.92 adult specimens, without spines), relatively thin shelled and light. Apex pinkish. Teleoconch of 4 to 4.5 whorls, round- ed; with 4 rows of prominent beads on the shoulder, these sometimes turning into irregular spiral ridges; space between suture and first row of beads rela-
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Fig. 1. Bolma martinae, spec. nov. Holotype.
Fig. 2. Bolma martinae, spec. nov. Paratype 1.
tively broad, axially lamellate; with a row of small protrusions at the peripheral angle, often disappear- ing on the last whorl; protrusions are short and di- rected horizontally; between periphery and basal angle one broad spiral rib; basal angle rounded, marked by another rib; base rounded, with 4 closely set rows of beads, umbilical area separated by a gap, with 3 rows of large beads; between this sculpture there is a microsculpture of microscopic spiral and axial grooves forming a criss-cross pattern; umbilicus always present in adult specimens but sometimes partially covered by the columella; colu- mella smooth, broad and evenly rounded, columel- lar callus not present; aperture round. Basic colour brownish to red with or without flames of purple on the shoulder; base sometimes with small spots
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of purple. Columella and aperture pinkish to brown- ish. Operculum only known from a juvenile speci- men (Paratype 5); relatively thick, white and granu- lose, sloping towards the outer margin forming a broad edge; with an elevated central nodule sur- rounded by a groove. |
Etymology. The species is named after Mrs. Martina Eisinger, Mannheim, Germany.
Discussion
The most similar species is Bolma microconcha Kosuge, 1985. This species is higher (h/w about 1.0), has no umbilicus, only 3rows of beads on the shoulder and much stronger protrusions, umbilical area not sepa-
rated by a groove. Another more or less similar species is Bolma minutiradiosa Kosuge, 1983 which is broader, of lighter colour, has 3 rows of beads on the shoulder, more and stronger protrusions and a well marked basal angle; between basal and peri- pheral angle there only is a very weak row of beads; the base is straight, the umbilical area is not sepa- rated by a groove. Both species do not have an umbilicus, operculum of both species with a central
pit.
Acknowledgement
Thanks are due to Mr. Enrico Schwabe (ZSM) for mak- ing the photographs.
References
Beu, A.G. & W. F. Ponder 1979. A revision of the species of Bolma Risso, 1826 (Gastropoda: Turbinidae). — Rec. Austral. Mus. Sydney 32(1-3): 1-68
Kosuge, S. 1983. Descriptions of two new species of the genus Bolma from Philippines with a list of hithero
Fig. 3. Bolma martinae, spec. nov. Operculum of para- type >.
known species (Gastropoda Turbinacea). — Bull. Inst. Malacol. Tokyo 1: 129-132, 140, pls. 44-45
-- 1985. Description of a new species of the genus Bolma from Philippines (Gastropoda, Turbinacea). — Bull. Inst. Malacol. Tokyo 2): 23, pl. 12
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Buchbesprechungen
6. Yelamos, T.: Fauna Iberica Vol. 17: Coleoptera His- teridae. - Museo Nacional de Ciencias Naturales, Madrid, 2002. 411 pp. numerous figs. ISBN 84-00- 08046-7
Als 17. Band der Reihe über die Fauna der Iberischen Halbinsel liegt nun der Band über die Histeriden (Stutz- käfer) vor. Histeriden sind eine selbst den meisten Liebhabern wenig bekannte und meist auch nicht hoch geachtete Käferfamilie, was wohl in erster Linie daran liegt, daß viele Arten sich bevorzugt an Aas und Kot finden, wo sie auf andere Insekten und deren Larven Jagd machen. Die Suche nach Histeriden ist daher nicht unbedingt angenehm, die Tiere allerdings sind sowohl ökologisch wie morphologisch sehr interessant und weisen verschiedene hochspezialisierte Körperformen und Merkmale auf. Histeriden sind relativ wärmelieben- de Tiere, so daß es nicht verwundert, daß die iberische Fauna zur Zeit 165 Arten aufweist.
Der vorliegende Band ist nicht nur ein Katalog, sondern ein Kompendium der iberischen Histeridae, der in der umfangreichen Einleitung ausführlich Aufschluß über Morphologie, Entwicklung und Lebensgewohnhei- ten der Histeriden gibt. Den Hauptteil bilden die Bestim- mungstabellen zu Unterfamilien, Gattungen und Arten, und die Artbeschreibungen, die reich mit Habitusabbil- dungen und morphologischen Detailzeichnungen illus- triert sind. Die Habitusabbildungen sind zwar ein wenig schematisch, lassen aber die bestimmungstechnisch wichtigen Merkmale gut erkennen und geben überdies einen guten Eindruck der jeweiligen Art. Die Artbeschrei- bungen sind ausführlich, sie enthalten außerdem ziemlich genaue Angaben zur Verbreitung auf der Iberischen Halbinsel und eine Kennzeichnung der Gesamtverbrei- tung, sowie Angaben zur Lebensweise. Stichproben er- gaben, daß die Bestimmungstabellen gut benutzbar sind, auch wenn der nicht Spanisch sprechende Benutzer sich erst einmal in die Sprache einlesen muß.
Auf das ausführliche Literaturverzeichnis folgt noch eine Auflistung der Synonyme und Neukombinationen, die man eigentlich in den Artcharakteristiken erwartet hätte. Offenbar wollte man die Artbeschreibungen nicht mit den bei einigen Arten doch recht umfangreichen Synonymielisten überfrachten. Insgesamt ein sehr gelun- genes Buch, das dem Taxonomen und Faunisten, auch wenn es um außeriberische Histeriden geht, eine große Hilfe sein wird. M. Baehr
7. Streble, H. & D. Krauter: Das Leben im Wassertrop- fen. Mikroflora und Mikrofauna des Süßwassers, ein Bestimmungsbuch. — Franckh-Kosmos Verlags- GmbH & Co, Stuttgart, B 9. Auflage, 2002. 428 S., über 1700 Zeichnungen und zahlreiche Fotos. ISBN 3-440-08431-0
Dieser Klassiker unter den Bestimmungsbüchern zur Erkennung der Kleinstlebewesen des Süßwassers unse- rer Breiten konnte in der vorliegenden 9. Auflage erneut
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erweitert werden. So wurden in den allgemeinen Teilen die Güteklassifizierung der Gewässer, die biologischen Gewässeruntersuchungen und Gewässerbeurteilungen den modernen Standards angepaßst. Eine umfangreiche Tabelle gibt die Trophiestufen und die Gewässergüte zu den behandelten Arten nach Organismengruppen ge- gliedert an. Demzufolge wurde auch das Literaturver- zeichnis geringfügig erweitert und auffällige bisher vernachlässigte Formen werden beschrieben und darge- stellt, die klassischen Tafeln blieben jedoch dabei erhal- ten. In den mitteleuropäischen- bzw. deutschen Raum eigewanderte Arten, sog. Neozoen auf diesem mikro- skopischen Niveau, werden ebenfalls hinzugefügt. All dies machte einen neuen Typenschlüssel notwendig, der den Ansprüchen eines Bestimmungsschlüssels nicht gerecht wird. Zur Bestimmung ist der vergleichende Text zu den Abbildungen unerläßlich. Einige der Namen der Taxa wurden der neueren Nomenklatur angepaßt. Das vorliegende zusammenfassende Buch wurde durch zahlreiche Farbabbildungen bereichert. Weiterhin bleibt dieser “Wassertropfenführer” ein unersetzliches Hand- werkszeug für den interessierten Einsteiger in die Lim- nologie und ganz besonders in die Organismenwelt heimischer Gewässer. E.-G. Burmeister
8. Colonelli, E.: Catalogue of Ceutorhynchinae of the world, with a key to genera (Insecta: Coleoptera: Curculionidae). — argania edito, Barcelona, 2004. 124 pp. ISBN 84-931847-6-4
Ceutorhynchinae is one of the largest subfamilies of the largest family in the Animal Kingdom, the weevils or Curculionidae that at the present state of knowledge number more than 80 000 species. According to this new catalogue, Ceutorhynchinae itself number over 1300 species in almost 150 genera. Because most species are very small and moreover, quite similar in appearance, this is likely one of the most difficult groups for coleop- terists to deal with. The more helpful is this new catalogue written by the well known authority for this subfamily. The introduction which contains a great number of in- formation about history, nomenclature, type designations, distribution, ecology, and taxonomic changes is very clear in its structure. The catalogue itself lists the genera ac- cording to their present systematic position, but the species are listed alphabetically. The information about species includes synonyms, distribution in form of coun- try codes, and a short information about ecology which is mainly the food plant. But the highlight of this work is the key to the genera of Ceutorhynchinae of the world which fills a gap and certainly will encourage workers to deal further with this difficult group. An extensive literature list and an alphabetical index to species and genera terminate this very clear and useful volume. A single restriction only is to be made: the book is rather expensive! M. Baehr
21-32
München, 01. März 2005
ISSN 0341-8391
A new genus and three new species of helluonine beetles from Australia
(Insecta, Coleoptera, Carabidae, Hellunoniae)
Martin Baehr
Baehr, M. (2005): A new genus and three new species of helluonine beetles from Australia (Insecta, Coleoptera, Carabidae, Hellunoniae). — Spixiana 28/1: 21-32
A new genus and species, Platyhelluo weiri, and two new species of the genus Helluosoma Castelnau, H. bouchardi and H. hangayi, from northern and eastern Aus- tralia are described. For the genus Helluosoma a key to all species is provided.
Dr. Martin Baehr, Zoologische Staatssammlung, Münchhausenstr. 21, D-81247 München, Germany; e-mail: martin.baehr@zsm.mwn.de
Introduction
When Irecently visited the collections of Australian National Insect Collection, Canberra, I had the op- portunity to sort through the large amount of uni- dentified material of ground beetles present in this collection. During this work I found, inter alia, two recently captured specimens of helluonine beetles that belong to yet undescribed species, while one of these even represents a peculiar new genus. In the course of the subsequent detailed examination of the specimens, Ireexamined a single specimen from my own working collection that for some time was tentatively included in the known species Helluosoma atrum Castelnau, but now proved to represent an- other separate, new species.
The most recent and altogether the single com- prehensive survey of the Australian Helluoninae is that of T.G. Sloane (1914). This paper includes a key to the Australian genera, while in some genera also the species are keyed. However, these keys are rather short and only some species received a more exhaustive description. Virtually nothing was added during the following 90 years to the knowledge of Australian Helluoninae, although some genera ur- gently need revision. In spite of Sloane’s paper which was extraordinarily well done for his time, identifi- cation of Australian Helluoninae hence still is dif-
ficult, because no habitus figures nor any survey of genitalic morphology are available.
Because material of certain Australian genera and species still is rare, the three mentioned species are described, even when the descriptions are based on single specimens only. In particular this was done for the reason that two of the three mentioned spe- cies were captured during a faunistic survey of certain National Parks in remote areas of the Far North of Australia.
During my visits to various large Australian collections I was always impressed by the large amount of sampled material, but, on the other hand, also by the regrettable disproportion between iden- tified and unidentified material in most of the mentioned collections, which probably is due to the very small number of scientists who are able or willing to deal with this rich and very interesting fauna. So, from my opinion, identification and de- scription of specimens at present is of much more importance than any superimposed biological sur- vey, be it ecological, morphological, molecular or else, because identification is the base for all other work to be done and, moreover, because it is well known for a long time that only identification of specimens will encourage collectors and scientists to intensify their sampling and surveying efforts.
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Methods
In the taxonomic survey standard methods are used. The male genitalia were removed from the specimens that were soaked for a night in a jar under wet atmo- sphere, then cleaned for a short while in hot KOH. The habitus photographs were obtained by a digital camera using SPOT Advanced for Windows 3.5 and subse- quently were worked with Corel Photo Paint 10.
Measurements were taken using a stereo micro- scope with an ocular micrometer. Length has been measured from apex of labrum to apex of elytra. Lengths, therefore, may slightly differ from those given by other authors. Length of orbit was taken from pos- terior margin of eye to the position where the orbital curvature meets the neck. Length of pronotum was measured along midline.
Abbreviation of collections
ANIC Australian National Insect Collection, Canberra
CBM Working collection of M. Baehr at Zoologische Staatssammlung, München
CKZ Collection V. Kabourek, Zlin
NHMW Naturhistorisches Museum, Wien
Genus Helluosoma Castelnau
So far two species were included in the genus Hel- luosoma, namely H. atrum Castelnau from northeast- ern Queensland and northernmost Northern Terri- tory, and H. longicolle Macleay from northwestern Australia. H. atrum is a well known though probably quite rare eastern species, while of the northwestern Australian H. longicolle apparently only the holotype is known.
The genus is characterized by presence of large postorbital prominences, conspicuously constricted base of prothorax, more or less distinctly crenulate lateral margin of prothorax, anteriorly rounded and 4-setose labrum, dentate mentum, narrow, elongate, apically convex ligula, and black or dark piceous colour.
Helluosoma atrum Castelnau Figs 1, 5, 8, 10
Castelnau, 1867: 21; Sloane 1914: 586; Moore et al. 1987: 316.
Diagnosis. Black species of moderate size (length c. 15 mm); head without distinct transverse sulcus across neck, with large, stout antenna and stout palpi; pronotum comparatively narrow, with compara- tively wide basis and inconspicuously crenulate
DD!
margin; elytra with but little convex intervals of similar size and with biseriate punctuation; pilosity of surface fairly elongate, erect, even on elytra little declined, fringe of setae at lateral margin of prono- tum rather short; aedeagus comparatively smalland delicate, with symmetric, triangular apex. Distin- guished from H. longicolle Macleay by lesser size and wider pronotum; from both, H. bouchardi, spec. nov. and H. hangayi, spec. nov. by absence of a transverse sulcus on neck and by less convex lateral margin and relatively wider base of pronotum; and from H. hangayi, spec. nov. also by the depressed, simi- larly punctate elytral striae and by the markedly smaller and more delicate aedeagus bearing a longer, exactly triangular apex.
Partial redescription
Measurements (4 ex.). Length: 14.0-14.8 mm; width: 4.4-4.6 mm. Ratios. Width/length of prono- tum: 1.09-1.11; widest diameter/base of pronotum: 1.74-1.78; length/width of elytra: 1.82-1.85.
Male genitalia (Fig. 1). Genitalring wide, almost symmetric, laterally convex, with long, evenly con- vex basal plate and rather narrow, convex apex. Aedeagus comparatively small and delicate, fairly elongate, straight, with markedly triangular, sym- metric, straight, on upper surface deeply hollowed apex. Lower surface gently concave. Orificium very elongate, symmetric, situated in middle of upper surface, with two longitudinal, sclerotized, almost symmetric plates that are more sclerotized towards apex and are curved inside of internal sac. Internal sac complexly folded, with a short, heavily coiled, denticulate plate in middle. Parameres of very dif- ferent size and shape, left large and elongate, right with short, convex apex and elongate, straight shaft.
Distribution. According to Sloane (1914) and Moore et al. (1987) eastern Queensland from Rockhampton in the south to northern parts of Northern Territory.
Examined material. I have seen a few specimens from “Millstream Falls, North Queensland” (ANIC, CBM), three specimens from Katherine, Northern Territory (CBM, CKZ), and some old ones without exact locality except for “N. H.” (“New Holland”) (NHMW).
Helluosoma longicolle Macleay
Macleay, 1888: 450; Sloane 1914: 586; Moore et al. 1987: 316.
Diagnosis. Black species of comparatively large size (length c. 18 mm); head without distinct transverse sulcus across neck, with large, stout antenna and stout palpi; pronotum narrow, not wider than long,
Figs 1-3. Male genitalia: Aedeagus, le
ft side; apex from above; left and right paramere; genital ring. 1. Helluosoma
atrum Castelnau. 2. Helluosoma hangayi, spec. nov. 3. Platyhelluo weiri, gen. nov., Spec. NOV. Scales: 0.5 mm.
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with very wide basis and crenulate margin; elytra conspicuously widened behind basal third, with but little convex intervals of similar size and irregular, somewhat coriaceous triseriate punctuation; pilos- ity of surface fairly elongate, on elytra very declined; legs unusually elongate. Distinguished from all other species by larger size and decidedly narrower pronotum.
Partial redescription
Measurements. Length:18.2 mm; width: 5.3 mm. Ratios. Width/length of pronotum: 0.98; widest diameter/base of pronotum: 1.69; length/ width of elytra: 1.78.
Distribution. “King’s Sound”, northwestern Aus- tralia. Apparently known only from holotype and type locality.
Examined material. I saw only the holotype (ANIC).
Helluosoma hangayi, spec. nov. Figs2,6,8, 11
Types. Holotype: 3, Australien, Old. Wild Horse Creek, 30.1.1968, leg. G. Hangay (CBM).
Diagnosis. Brown species of moderate size (length c. 14 mm); head with fairly deep transverse sulcus across neck, with large, stout antenna and stout palpi; pronotum comparatively wide, with rather narrow basis and coarsely crenulate margin; elytra with convex intervals of dissimilar size and shape, even intervals with biseriate punctuation, but odd ones, in particular 5" with a single external row of punc- tures only and with few additional punctures, giving the 5" interval a rather smooth, ridge-like appear- ance; pilosity of surface short, on elytra declined, pilosity of lateral margin of pronotum very short; aedeagus comparatively large and stout, with short, asymmetrically triangular apex. Distinguished from all other species by unequal punctuation of elytral striae; further distinguished from H. atrum Castelnau and H.longicolle Macleay by wider pronotum with relatively narrower base; from H. bouchardi, spec. nov. by less deep transverse sulcus on neck, stouter, but narrower pronotum that has a relatively wider base and a coarsely crenulate lateral margin; and from H. atrum Castelnau by the much larger and stouter aedeagus bearing a shorter, asymmetrically triangular apex.
Description
Measurements. Length: 13.9 mm; width: 4.5 mm. Ratios. Width/length of pronotum: 1.15; widest diameter/base of pronotum: 1.85; length/width of elytra: 1.76.
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Colour. Upper and lower surface including mouth parts, antennae, and legs brown. Pilosity yellow.
Head. Of average size, postocular prominences conspicuous, about half as long as eye, laterally convex. Eyes convex, laterally distinctly surpassing orbit. A single suprorbital seta present. Middle of frons gently raised, with a fairly deep, slightly curved transverse sulcus between frons and neck. Clypeus gently concave at apex. Labrum elongate, with evenly convex apex, quadrisetose and with some hairs on margin. Mandibles of average size, not much curved inside towards apex. Palpi stout, sparsely setose, apical palpomeres of both palpi slightly widened towards apex. Mentum with unidentate, at apex slightly truncate tooth, with two elongate setae. Labrum elongate, at apex widely rounded, with two subapical and two basal setae, and with few setae along margin. Antenna stout, rather short, slightly surpassing base of pronotum. 1“ antenno- mere with elongate subapical seta. Dense, short pilosity on 5"-11"" antennomeres not interrupted by smooth areas. Frontal sulci rather deep, regular. Frons in middle and neck impunctate. Dorsal surface of head with very coarse punctuation and with comparatively short, erect setae that are slightly inclined anteriorly. Microreticulation absent, surface highly glossy.
Pronotum. Massive, wide, cordiform, with comparatively short, relatively narrow base. Apex very gently concave in middle, apical angles barely produced, lateral margin in anterior two thirds very convex, evenly concave in front of the rectangular though distinctly obtuse basal angles. Surface gently convex with conspicuous, slightly raised, anteriorly impunctate, longitudinal, discal ridges and little raised median ridge. median line distinct. Lateral margin in apical two thirds conspicuously and coarsely crenulate, about 8-9 crenules present. Sur- face with rather confluent, very coarse punctures
and dense, rather short, almost depressed setae that
are inclined to middle. Lateral margin with a single marginal seta of moderate size in front of middle and with a fringe of short setae. Microreticulation absent, surface very glossy.
Elytra. Elongate, little widened towards apex, depressed. Humeri advanced though rounded. Apex evenly rounded, bordered. Striae well impressed, distinctly punctate. Intervals of slightly unequal shape and width, convex, with coarse, slightly ir- regular, biseriate punctuation that is regular on even intervals, but unequal on odd intervals, in particular on 5", less so on 7" and 3". These, especially 5" interval have the punctuation situated laterally, so that the middle looks almost impunctate. Setae re- markably short, inclined backwards. 3" stria with 4
short, erect setae that are very difficult to recognize within the other setosity. Margin with inconspicuous fringe of very short setae. Surface without microre- ticulation, highly glossy.
Lower surface. Densely and coarsely punctate, with short, rather depressed setosity. Terminal api- cal sternite in male bisetose, setae far removed from margin. Metepisternum very elongate, c.3x aslong as wide.
Legs. Comparatively stout. Profemur with dis- tinct protuberance at basal third. External angle of protibia prolonged to an acute, moderately elongate tooth that is directed laterally. 2"! and 3" tarsomer- es of male protarsus with a few adhesive hairs in middle between the dense setosity of lower surface.
Male genitalia (Fig. 2). Genitalring wide, slight- ly asymmetric, laterally convex, with long, evenly convex basal plate and rather wide, convex, asym- metric apex. Aedeagus stout, straight, with short, asymmetrically triangular, straight, on upper surface deeply hollowed apex. Lower surface almost straight. Lateral and lower surfaces with many conspicuous transverse strioles. Orificium very elongate, sym- metric, in middle of upper surface, with two longi- tudinal, sclerotized, almost symmetric plates that are more sclerotized towards apex and are curved inside of internal sac. Internal sac complexly folded, with a short, heavily coiled, denticulate plate in middle. Parameres of very different size and shape, left large and elongate, right with short, convex apex and elongate, straight shaft.
Female genitalia. Unknown
Variation. Unknown
Distribution. Central Queensland. Known only from type locality.
Collecting crcumstances. Unknown, though most probably captured at light.
Etymology. The name honours the collector, George Hangay.
Relationships. According to its peculiar shape and punctuation of the elytral intervals, this species is rather isolated within the genus. However, in shape of antennae and palpi it is very similar to H. atrum Castelnau.
Helluosoma bouchardi, spec. nov. Figs 4,7,9, 12, 14
Types. Holotype: ?, 15.575 130.29E NT GPS 20.5 km NNE Bullita, Gregory Nat. Pk, 23 May 2001, T. Weir, P. Bouchard /at light open forest (ANIC).
Fig.4. Helluosoma bouchardi, spec. nov. Female stylomere 1+2. Scale: 0.5 mm.
Diagnosis. Brown species of moderate size (length c. 13 mm); head with deep transverse sulcus across neck, with delicate antenna and delicate palpi; pro- notum comparatively wide, with rather narrow basis and distinctly though finely crenulate margin; elytra with but little convex intervals of similar size and biseriate punctuation; pilosity of surface very elongate, even on elytra barely declined, pilosity of lateral margin of pronotum remarkably elongate; aedeagus unknown. Distinguished from H. atrum Castelnau and H. longicolle Macleay by presence of a transverse sulcus on neck and by wider pronotum with relatively narrower base; and from H. hangayı, spec. nov. by even deeper transverse sulcus, more delicate, but wider pronotum that has a relatively narrower base and a finely crenulate lateral margin, and by equal punctuation of elytral striae.
Description
Measurements. Length: 12.7 mm; width: 4.0 mm. Ratios. Width/length of pronotum: 1.20; widest diameter/base of pronotum: 1.89; length/width of elytra: 1.93.
Colour. Head piceous, though clypeus, lateral margins of labrum, anterolateral margin in front of eyes, and posterolateral margin of postocular prom- inences reddish. Pronotum and elytra brown. light- er than head, but pronotum in basal half slightly darker. Basal palpomeres, antennae and legs reddish, apical palpomere of both palpi and apex of mandi- bles piceous. Lower surface light reddish, pilosity yellow.
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5
Figs 5-7. Right maxillary palpus. 5. Helluosoma atrum Castelnau. 6. Helluosoma hangayi, spec. nov. 7. Helluosoma
bouchardi, spec. nov. Scales: 0.5 mm.
TUI EEE
9
TIL AH ra GG GA Ach EL osshter SEES ERSEeSEr Er + £ E :
Figs 8,9. Antenna. 8. Helluosoma atrum Castelnau and H. hangayi, spec. nov. 9. Helluosoma bouchardi,spec.nov. Scale:
2 mm.
Head. Of average size, postocular prominences conspicuous, about half as long as eye, almost quad- rangular, but posterior-lateral angle rounded. Eyes convex, laterally distinctly surpassing orbit. A single supraorbital seta present. Middle of frons raised, with a deep, slightly curved transverse sulcus be- tween frons and neck. Clypeus gently concave at apex. Labrum elongate, with evenly convex apex, quadrisetose and with some hairs on margin. Man- dibles of average size, not much curved inside to- wards apex. Palpi remarkably slender, sparsely se- tose, apical palpomeres of both palpi slightly wid- ened towards apex. Mentum with unidentate, at apex slightly truncate tooth, with two elongate setae. Labrum elongate, at apex widely rounded, with two subapical and two basal setae, and with few setae along margin. Antenna unusually delicate though rather short, barely attaining base of pronotum. 1% antennomere with elongate subapical seta. Dense, short pilosity on 5'"-11'" antennomeres not inter- rupted by smooth areas. Dorsal surface of head with several deep, irregular grooves along frontal sulci, and with very coarse punctuation and remarkably elongate, erect setae that are slightly inclined ante- riorly. However, frons in middle and neck impunc- tate. Microreticulation absent, surface highly glossy.
Pronotum. Wide, remarkably cordiform, with elongate, relatively narrow base. Apex almost
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straight, apical angles not at all produced, lateral margin in anterior half very convex, evenly concave in front of the rectangular though slightly obtuse basal angles. Surface depressed with little raised longitudinal, discal ridges and not at all raised me- dian ridge. median line distinct. Lateral margin in apical half conspicuously though rather finely crenu- late, about 11-12 crenules present. Surface with rather confluent, very coarse punctures and dense, elongate, erect setae. Lateral margin with a single very elongate marginal seta in front of middle and with a dense fringe of remarkably elongate setae. Microreticulation absent, surface very glossy.
Elytra. Elongate, little widened towards apex, depressed. Humeri advanced though rounded. Apex evenly rounded, bordered. Striae well impressed, distinctly punctate. Intervals of equal shape and width, rather depressed, with coarse, slightly ir- regular, biseriate punctation and elongate setae that are slightly inclined backwards. 3"' stria with 4 erect setae that are difficult to recognize within the dense setosity. Margin with fringe of rather elongate setae. Surface without microreticulation, highly glossy.
Lower surface. Densely and coarsely punctate, with elongate, erect setosity. Terminal apical ster- nite in female bisetose, setae far removed from margin. Metepisternum very elongate, c.3x aslong as wide.
Legs. Comparatively delicate and slender. Pro-
10
12
Figs 10-12. Apex ofright protibia. 10. Helluosoma atrum Castelnau. 11. Helluosoma hangayi, spec. nov. 12. Helluosoma
bouchardi, spec. nov.
femur with distinct protuberance at basal third. External angle of protibia prolonged to an acute, comparatively elongate tooth that is directed ante- rio-laterally. Vestiture of male protarsus un- known.
Male genitalia. Unknown.
Female genitalia (Fig. 4). Stylomere 2 extremely narrow and elongate, curved, with acute apex, de- void of any setae. Base of stylomere 1 with a few very short setae on median surface and with a series of extremely short, inconspicuous setae down the lower surface. Lateral plate with a fringe of stiff nematiform setae (c. 10) at apical rim, and a few below rim.
Variation. Unknown
Distribution. Northwestern Northern Territory. Known only from type locality.
Collecting circumstances. Captured atlightin open tropical woodland.
Etymology. The name honours the junior collector, Patrice Bouchard.
Relationships. According to shape and punctuation of the elytral intervals this species is most closely related to H. atrum Castelnau.
Appendix Measurements and ratios of the species of the genus Helluosoma Castelnau
N body ratio ratio ratio
length width/ diameter/ length/
length base width
(mm) pronotum pronotum elytra
atrum 4 14.0-14.8 1.09-1.11 1.74-1.78 1.82-1.85 bouchardi 1 127. 1.20 1.89 1.93 hangayi 1 139 1.15 1.85 1.76 longicolle 1 18.2 0.98 1.69 1.78
&%
Key to the species of the genus Helluosoma Castelnau
Large species, length c. 18 mm; prothorax about as wide as long, with comparatively wide base; elytra perceptibly widened behind basal third, intervals with three irregular rows of punctures, punctures tend to combine to irregular transverse sulci, therefore, punctuation somewhat coria- ceous. Northwestern Australia ..............eeeeee a en longicolle Macleay
Smaller species, length <15 mm; prothorax much wider than long, with comparatively narrow base; elytra barely widened behind basal third, intervals with two rows of punctures, punctures well separated, punctuation not coriaceous .. 2.
Intervals of elytra almost depressed, of equal width and shape, all with similar biseriate punc- tuation; pilosity of surface elongate, on elytra little declined; aedeagus small and delicate, with exactly triangular apex (Fig. 1), or unknown .... REEL NEN ES N TRENNEN 8:
Intervals of elytra convex, of unequal shape, odd ones, in particular 5'", more convex than others, with punctures at inner and outer rim only and with few additional punctures in middle, hence intervals, in particular 5", smooth, of rather ridge-like appearance; pilosity of surface short, on elytra depressed; aedeagus large and stout, with short, not asymmetrically triangular apex (Fig. 2). Eastern Queensland..............eceeseneneceene.
Without distinct transverse sulcus across “neck”; labial palpi and antenna stout (Figs 5, 8); prono- tum narrower (ratio width/length 1.09-1.11), with comparatively wider base (ratio diameter/ base 1.74-1.78); lateral margin inconspicuously crenulate; pilosity shorter, in particular on head and at lateral margin of pronotum; aedeagus see
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fig. 1. Eastern Queensland, northernmost part of Northern Terntory.....n.... atrum Castelnau
- With distinct transverse sulcus across “neck”; labial palpi and antenna delicate (Figs 6, 9); pronotum wider (ratio width/length 1.20), with comparatively narrower base (ratio diameter/ base 1.89); lateral margin conspicuously crenu- late; pilosity longer, in particular on head and at lateral margin of pronotum; aedeagus un- known. Northwestern Northern Territory ......... RR ER EEE bouchardi, spec. nov.
Genus Platyhelluo, gen. nov.
Diagnosis. Genus of Helluoninae, the single known species is characterized by the following character states: relatively small size; remarkably depressed body; head with large, rather quadrangular postor- bital prominences and very narrow neck; two su- praorbital setae; wide, anteriorly very gently convex, quadrisetose labrum with a lateral fringe of hairs; short and stout palpi with apically enlarged terminal palpomeres; sharp, unidentate mental tooth; wide, apically gently convex, bisetose ligula bearing setose lateral margins; short lacinia bearing a sharp apical hook, with a tuft of long setae at apex; very acute, on inner margin strongly curved mandibles; rather elongate, delicate antenna; surface covered by erect, barely inclined, elongate setosity; elongate, not cordiform pronotum that is little narrowed to base, and has two fringes of elongate hairs along margin, one lateral, the other erect; narrow and elongate elytra, with deeply impressed, channelled striae and depressed intervals bearing coarse, biseriate punc- tuation; elongate, posteriorly inclined pilosity; fully developed wings; very elongate metepisternum; punctate and shortly pilose lower surface; profemur with conspicuous protuberance in middle of lower surface; laterally angulate but not dentate protibia; 2"d and 3"! tarsomeres of male protarsus in middle with few adhesive hairs; bisetose terminal abdomi- nal sternite of male, setae situated at a distance from apical margin; aedeagus short and compact, dorso- ventrally curved, with short apex, two parallel sclerotized pieces in the elongate orificium, and a complexiy folded, at upper rim more distinctly sclerotized plate; both parameres markedly elongate, left very large, right small, with narrow and elongate apex.
Type species. Platyhelluo weiri, spec. nov. by mo- notypy.
Etymology. The genus name refers to the extremely depressed body shape of the single known species.
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Distribution. Extreme northwestern part of North- ern Territory, Australia.
Relationships. Certainly, this new genus is one of the most peculiar helluonine genera at all, due to its remarkably depressed body shape that is unknown not only in any Australian helluonine, but to my knowledge also in the extra-Australian members of the subfamily. For this reason, and in view ofthelarge postorbital protuberances and the very narrow neck, at the first glance I took it for a member of the sub- family Hexagoniinae which are very similar in their body shape. Nevertheless, itis a helluonine, but apart from its peculiar shape, it bears some additional characters states that in this composition do not oc- cur in any other helluonine genus. Apart from the extremely depressed body, other peculiar character states are the bisetose head and, on the other hand, the well developed protuberance at the profemur. According to Sloane (1914), all Australian helluonine genera, except Epimicodema Sloane, possess a single supraorbital seta only, whereas the extra-Australian genera generally have an unarmed profemur.
Within the Australian genera, Platyhelluo belongs to the lineage with large postocular prominences, and by reason of the 4-setose labrum, to the Helluo- soma-Helluodema-lineage. However, apart from body shape and the bisetose head, Platydema is distin- guished from both genera by the short, almost quadrate labrum, the wide, though apically not emarginate ligula, and the position of the protuber- ance on the profemur which is situated in middle of lower surface instead at basal third. From Helluosoma it is further distinguished by its elongate, barely constricted pronotum.
As a consequence, the new genus occupies a quite isolated systematic position within the Austral- ian Helluoninae, and it can be considered one of the most highly developed Australian helluonine genera at all.
Platyhelluo weiri, spec. nov. Figs 3, 13,15
Types. Holotype: 3, 15.455 129.10E NT GPS. spring at 8km E by N Jammam, Keep River Nat. Pk 26-28 May 2001, T. Weir, P. Bouchard/at light open forest (ANIC).
Diagnosis. Rather small, piceous species, immedi- ately distinguished by its extremely depressed body, the bisetose head that bears large postocular protu- berances and a very narrow neck, the elongate pronotum that is but little constricted towards base, the somewhat channeled striae ofthe elytra, and the profemur that bears a conspicuous protuberance that is located about at middle of lower surface.
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— TII>Q ze ma DI SIIIEDD
Fig. 13. Platyhelluo weiri, gen. nov., spec. nov. Mouth parts. a. Labrum. b. Mentum and Ligula. c. Maxillary palpus. d. Labial palpus. e. Antenna. Scales: 0.5 mm (c,d); 2 mm (e).
Description
Measurements. Length: 11.8 mm; width: 3.5 mm. Ratios. Width/length of pronotum: 0.88; widest diameter/base of pronotum: 1.56; length/width of elytra: 1.69.
Colour. Very dark piceous, elytra slightly light- er. Mouth parts, antennae and legs reddish, though antennae to apex becoming slightly darker, and tibiae and tarsi on posterior surface decidedly lighter. Lower surface light reddish. Pilosity yellow.
Head (Figs 13,15). Large and wide, with remark- ably narrow neck. Postocular prominences con- spicuous, about aslong as eye, almost quadrangular, but widely rounded. Eyes comparatively small though markedly convex, laterally by far surpassing orbit. Two supraorbital setae present above eye. Dorsal surface depressed, slightly uneven, without distinct transverse sulcus between frons and neck. Clypeus almost straight at apex. Labrum short and wide, with little convex apex, in middle slightly raised and here, apical margin very slightly pro- duced. Labrum quadrisetose and with a fringe of hairs on lateral margins. Mandibles of average size, though apex very acute and inner margin remark- ably curved towards apex. Palpi short and compact, sparsely setose, apical palpomeres of both palpi slightly widened towards apex. Mentum with trian-
gular, acute, unidentate tooth, bisetose, submentum with two elongate setae. Labium wide, at apex gen- tly rounded, in middle faintly sulcate, with two subapical setae, and with few setae along margin. Lacinia short, with a sharp apical hook and a tuft of setae at apex. Antenna fairly stout, rather elongate, surpassing base of pronotum by about one anten- nomere. Four basalantennomeres with dense, hirsute piloity, no single elongate seta present near apex of 1* antennomere. Short pilosity of antennae beginning from 4" antennomere. 5"-11®" antennomeres on both surfaces with a arrowhead-shaped glossy area at base. Dorsal surface of head with very coarse, some- what irregular punctuation and remarkably elongate, erect setae that are slightly inclined anteriorly. Mi- croreticulation absent, surface highly glossy. Pronotum (Fig. 15). Elongate, barely cordiform, with short, relatively wide basal part. Apex very gently concave in middle, lateral parts oblique, apical angles almost rounded off, lateral margin in ante- rior half very little convex, almost parallel, shortly concave in basal fourth, basal part straight, parallel, basal angles rectangular though slightly obtuse, gently produced posteriorly, base gently excised, in middle very faintly convex. Surface very much de- pressed with barely raised longitudinal, discal ridges and median ridge that are recognizable only
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14
15 | |
Figs 14,15. Habitus. 14. Helluosoma bouchardi, spec. nov. 15. Platyhelluo weiri, gen. nov., spec. nov. Body lengths:
12.7 mm; 11.3 mm.
by their impunctate surface. Median line almost absent. Base and apex not margined, lateral border finely margined, but without discernible lateral channel, not crenulate. Surface with dense, very coarse, in parts slightly confluent punctures and dense, elongate, erect setae. Lateral margin with a series of slightly longer marginal setae along border, none of which is decidedly longer than the others, and with a fringe of elongate setae that are directed laterally. Microreticulation absent, surface very glossy. Elytra (Fig. 15). Elongate, little widened towards apex, very depressed. Humeri not advanced, round- ed. Apex evenly rounded, not bordered, with a narrow, hyaline margin. Striae well impressed, finely punctate, somewhat channeled. Intervals wide, depressed, of equal shape and width, with very coarse, slightly irregular, biseriate punctation and elongate setae that are rather inclined backwards. 3"d stria with 5-6 erect setae that are difficult to rec- ognize within the dense setosity. Marginal setae
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numerous, elongate, arranged in two rows, setae of lateral row directed rather laterally, those of median row directed vertically, lateral margin with addi- tional submarginal fringe of short setae. Surface without microreticulation, highly glossy.
Lower surface. Thorax with moderately dense, very coarse punctuation, abdomen with finer and denser punctures, whole surface with rather elon- gate, somewhat inclined setosity. Terminal apical sternite in male bisetose, setae far removed from margin. Metepisternum very elongate, almost 4x as long as wide.
Legs. Comparatively delicate and slender. Pro- femur large, with conspicuous protuberance in middle. External angle of protibia rectangular, without any tooth. 2"! and 3" tarsomeres of male protarsus with very few adhesive hairs in middle between the dense setosity of lower surface.
Male genitalia (Fig. 3). Genital ring basally very wide, remarkably triangular though slightly asym-
metric, with moderately short, very wide, evenly convex basal plate and fairly narrow, convex, asym- metric apex. Aedeagus short and stout, straight, dorso-ventrally much curved, with very short, widely rounded apex. Lower surface evenly concave. Orificium very elongate, symmetric, in middle of upper surface, with two longitudinal, sclerotized, almost symmetric plates that are narrowed towards apex and are curved inside of internal sac. Internal sac complexly folded, with the upper rim of the heavily coiled plate in middle more sclerotized. Parameres of very different size and shape, left very large and elongate, though comparatively narrow, right with small, though remarkably narrow and elongate apex and elongate, straight shaft.
Female genitalia. Unknown.
Variation. Unknown
Distribution. Extreme northwestern part of Nor- thern Territory, close to NT/WA border. Known only from type locality.
Collecting circumstances. The holotype was cap- tured at light in open forest.
Etymology. The species name honours the senior coll- ector, Tom Weir.
Remarks
The subfamily Helluoninae is decidedly a southern hemispheric one with a few species only that were able to invade the southern margin of the Palaearc- tic and Nearctic regions. Australia is one of the strongholds of the subfamily and is the home of more than half of the known genera, though of just about a fourth of the described species. Nevertheless is the Australian helluonine fauna probably most diverse in terms of morphological and ecological diversity, because as well brightly coloured species, as large, depressed ones, as clumsy, flightless species occur, and in Australia helluonines occur as well in diverse forests under bark, from rain forest to dry open woodland, as in ground litter of wet forests, as on the ground in semidesert country. The detec- tion of a peculiar, extremely depressed new genus thus is not too surprising, as is the description of two additional species of the genus Helluosoma. Helluoninae which occur in all continents apart from Europe, generally have a circumtropical dis- tribution. Hence in Australia most helluonine genera occur in the tropical belt from northern Queensland through northwestern Australia. Certain genera and surprisingly many species, however, have adapted to dry environments throughout large parts of non- tropical Australia, and a few species even managed
to invade cool-temperate wet forests of southeastern Australia. The new species and the new genus de- scribed herein, although occurring in the tropical belt, nevertheless inhabit fairly dry areas that receive rain only during a relatively short period, and thus, they belong to a fauna that is well adapted to rather dry climate.
Members of the genus Helluosoma are probably ground living creatures that round about at night and can be found at the lamp. Because the material supply in all species is surprisingly sparse, either they generally are rare insects on whatever reasons, either they inhabit unusual habitats or very remote areas.
The remarkably depressed body shape of the new genus Platyhelluo, however, rather suggests life under bark of eucalypts, but perhaps also under slabs ofrock. Butthis body shape could even remind to life in the leaf sheets of reed or other grassy plants, much alike species of the similarly shaped, likewise extremely depressed hexagoniine genus Hexagonia, were it not that the new genus has been sampled in a quite dry area, where such mode of life is highly improbable. Thus, for the present, any suggestion as to ecology of the peculiar new genus must be left untouched.
Acknowledgements
I am greatly indebted to Mr. Tom Weir of Australian National Insect Collection, Canberra, for the kind loan of specimens and types and for the ample support dur- ing my work in the ANIC collection. Thanks are also due to Dr. George Hangay (Sydney) for the earlier dona- tion of important material of Australian ground beetles, and to Dr. Heiner Schönmann (Naturhistorisches Mu- seum, Wien) for the kind loan of a sample of Australian ground beetles that includes some specimens used for comparison.
References
Castelnau, F. L. de 1867. Notes on Australian Coleo- ptera. - Roy. Soc. Victoria: 139 pp.
Macleay, W. J. 1888. The insects of King’s Sound and its vicinity. — Proc. Linn. Soc. New South Wales 3: 443-480
Moore, B. P., T. A. Weir & J. E. Pyke 1987. Rhysodidae and Carabidae. In: Zoological Catalogue of Aus- tralia 4: 17-320. — Austral. Governm. Publ. Serv., Canberra
Sloane, T. G. 1914. Revisional notes on Australian Cara- bidae. Part V. Tribe Helluonini. — Proc. Linn. Soc. New South Wales 39: 568-614
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Buchbesprechungen
9. Paepke, H-J.: Die Segelflosser — die Gattung Ptero- phyllum (Die Neue Brehm-Bücherei 519. 4 überarb. u. erw. Aufl.). - Westarp Wissenschaften, Hohen- warsleben, 2003, 144 S. ISBN 3-89432-845-2
Dieses Bändchen richtet sich vornehmlich an Aquarianer, die sich einen Überblick über das publizierte Wissen zu den in der Aquaristik sehr beliebten Buntbarschen aus der Gattung Pterophyllum verschaffen möchten. Es ist unterteilt in die 6 Kapitel “Die Gattung Pteropyllum”, “Lebensraum und Lebensbedingungen”, “Körperbau und Körperfunktionen”, “Verhaltensweisen”, “Lebenszyklus” und “Segelflosser als Aquarienfische”. Die Informationen aus der Literatur wurden sorgfältig aufbereitet und dargestellt. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis vervollständigt das Werk. Als Grundlage für die taxo- nomische Bearbeitung des Pterophyllum-Artenkomplexes eignet es sich nicht, da die dargestellten Meßswerte nur an wenigen Exemplaren gewonnen wurden, die Defini- tion der Meßsstrecken nicht angegeben wurde und letz- tere nicht kritisch analysiert wurden. U. Schliewen
10. Lutz, P. L., J. A. Musick & J. Wyneken (ed.): The Biology of Sea Turtles Volume II. - CRC Press, 2003, 455 S. ISBN 0-8493-1123-3
Die imposanten Meeresschildkröten haben die Menschen seit jeher fasziniert und entsprechend intensiv sind die- se Tiere in den letzten Jahrzehnten untersucht worden. Angesichts der Fülle von Literatur kommt Übersichts- werken die wichtige Rolle zu, die vorhandene Datenflut kritisch zu kondensieren und den aktuellen Wissensstand wiederzugeben. Diese Aufgabe erfüllt auch das vorlie- gende Buch. Nachdem 1997 der erste und sehr erfolgrei- che Band erschienen war, liegt nun Band II dieses Titels über die Meeresschildkröten vor. Der zweite Band betont die praktischen Aspekte ihrer Biologie, die mit dem Management und den Veränderungen in marinen Öko- systemen und Küstenzonen zusammenhängen. In 16 Beiträgen befassen sich die 25 überwiegend nordameri- kanischen Autoren mit folgenden Aspekten der Meeres- schildkröten: Prähistorische und historische Interaktionen mit Menschen, Morphologie und Anatomie, Sinnesorga- ne, temperaturabhängige Geschlechtsfixierung, Repro- duktionszyklen von Männchen und Weibchen, physio- logische und genetische Reaktionen auf Umweltstress, Gonadenontogenie, Migration und Habitatnutzung, Variation von “Life history pattern”, Rolle in marinen Ökosystemen, Populationsökologie, Nutzung, Gefähr- dung und Schutz durch menschliche Kulturen, Mortali- tät durch Fischerei, soziale und ökonomische Aspekte des Schutzes, Diagnose von Gesundheit und Krankheit sowie Aufzucht. In diesen Beiträgen finden sich sowohl historische als auch brandaktuelle Informationen über die Biologie der Meeresschildkröten, deren Erforschung und Schutz in vielen Regionen der Welt mit großen Schritten voranschreitet.
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Das Buch ist für Wissenschaftler und andere Spezi- alisten von Meeresschildkröten zweifellos ein unverzicht- bares Standardwerk, aber auch für alle von großem In- teresse, die mit dem Schutz dieser Tiere beschäftigt sind. Es wird sicher auch dazu beitragen, daß diese eindrucks- vollen Meeresreptilien auch in Zukunft eine gute Über- lebenschance haben. F. Glaw
11. Lieske, E. & R. Myers: Korallenriff-Führer Rotes Meer. -Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart, 2004. 381 S.,995 Farbfotos, 298 Farbzeichnungen, 1 farbige Landkar- te. ISBN 3-440-09356-5
Dies ist die von R. Myers aus dem Englischen übersetz- te deutschsprachige Ausgabe des “Coral Reef Guide Red Sea” (Collins Publ.), zu dem der Pionier der Freiwasser- taucherei - Hans Hass - ein Vorwort verfaßt hat. Gleich vorweg: der Aufwand hat sich gelohnt. Das Buch wird als “Standardwerk für alle Taucher, Schnorchler und Aquarianer” angepriesen. Exakt das ist es, und trotz vieler Farbtafeln mit hochwertigem Druck wird dieses Werk zu einem erstaunlich niedrigen Preis angeboten.
Eine kurze Einführung stellt Geologie und Ozeano- graphie des Roten Meeres vor; auch die Gefährdung der Riffe kommt nicht zu kurz. Sehr gut und wichtig sind die Gefahrenhinweise (zusammengefaßt und bei den vorgestellten Arten), nicht nur bezüglich Tigerhai & Co. oder Rotfeuerfisch, sondern insbesondere dort, wo “Otto Normalverbraucher” diese nicht vermutet, wie etwa bei Korallenwelsen, einigen “Pseudokorallen” (Hydrozoa), Plattwürmern, Kegelschnecken, Heuschreckenkrebsen oder der Dornenkrone. Eine Liste interessanter Tauch- plätze rundet den allgemeinen Teil ab.
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Resümee: Sollten Sie vorhaben, die Unterwasserwelt des Roten Meeres in Augenschein zu nehmen - kaufen, lesen, staunen, geniefßsen. G. Haszprunar
SPIXIANA 33-35 München, 01. März 2005 ISSN 0341-8391
A new subspecies of Coptodera papuella Darlington from New Britain
(Insecta, Coleoptera, Carabidae, Lebiinae)
Martin Baehr
Baehr, M. (2005): A new subspecies of Coptodera papuella Darlington from New Britain (Insecta, Coleoptera, Carabidae, Lebiinae). - Spixiana 28/1: 33-35
A new subspecies of the New Guinean lebiine species Coptodera papuella Darling- ton is described from New Britain: C. papuella nitescens, subspec. nov. The species C. papuella is related to the Australian-New Guinean fasciolata-wau-lineage that was formerly combined to a separate genus Ectinochila Chaudoir, but C. papuella is distinguished from both species by its very strangely shaped aedeagus that bears a very unusual, bicornute apex.
Dr. Martin Baehr, Zoologische Staatssammlung, Münchhausenstr. 21, D-81247 München, Germany; e-mail: martin.baehr@zsm.mwn.de
Introduction
Through courtesy of Mr. A. Weigel (Pößsneck) I re- ceived samples of carabid beetles from the Papuan region that, inter alia, included specimens of an hitherto unknown small coptoderine taxon from New Britain related to those species [C. fasciolata (Macleay), C. papuella Darlington, C. wau Darlington] that were formerly included in the separate genus Ectinochila Chaudoir. Comparison with all three species revealed that the new taxon is most closely related to C. papuella Darlington which is widespread in New Guinea but was not yet recorded from out- side of this island. With respect to the high-grade similarity in external and sexual characters of both, the New Guinean C. papuella and the New Britain specimens, the latter are described as a subspecies ofC. papuella, because the male genitalia of both taxa are unique and, at the same time, extremely simi- lar.
Genus Coptodera Dejean
This genus in its wider sense is distributed with numerous species worldwide throughout the tropics. In the Old World tropics it is represented by the subgenus Coptoderina Jeannel, and all Australian and
New Guinean species belong to this subgenus. But even in its restricted sense, the subgenus is diverse in its external morphology, and some small Austra- lian and New Guinean species form a separate group, the species of which formerly were included in a separate genus Ectinochila Chaudoir. This group so far includes three species, the Australian C. fasciola- ta (Macleay), and C. wau Darlington and C. papuella Darlington, both from New Guinea, though the first two are more closely related inter se. Allthree species are characterized by small size, very coarse microre- ticulation of the surface, and their elytral pattern that consists of numerous light longitudinal spots that form a distinct pattern characteristic for each species.
Coptodera papuella Darlington
Darlington, 1968: 115.
Diagnosis. Small species, distinguished from the related species C. fasciolata (Macleay) and C. wau Darlington by different pattern, but in particular by its unusually shaped, at apex bicornute aedeagus.
Note. The nominate subspecies is quite common and widely distributed throughout New Guinea.
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Fig. 1. Coptodera papuella nitescens, subspec. nov. Male genitalia: Aedeagus, ventral surface, parameres, genital ring.
Scales: 0.25 mm.
Coptodera papuella nitescens, subspec. nov. Fies1,2
Types. Holotype: #m, PMG: E New Britain Prov., 30 km SW Kokopo, 5 km SW Arabam, 04°35'75"S, 152°06'84’E, 25.11.2000, leg. A. Weigel Kl (ZSM-CBM). — Paratypes: 13, 222, same data (CBM, CWP).
Diagnosis. Subspecies distinguished from the no- minate subspecies from New Guinea by far less distinctly microreticulate, considerably glossier surface of the elytra, and more extended light elytral pattern that differs in the uninterrupted yellow or whitish lines on 6" and 8" intervals.
Description
Measurements. Length: 3.6-4.0 mm; width: 1.7- 1.85 mm. Ratios: width/length of pronotum: 1.67- 1.69; width pronotum/head: 1.17-1.18; lenght/ width of elytra: 1.26-1.28; width elytra/pronotum: 1.69- 1.74.
Colour (Fig. 2). Colouration somewhat different from nominate subspecies and, at the same time, more contrasting. Head and pronotum greenish- blue, margins of labrum, upper rim of mandibles, palpi, antennae, lateral margins, and middle of apical and basal margins of pronotum yellow. Ground colour of elytra basically brown or blackish with greenish tinge, and with a pattern of numerous light yellow lines, but light pattern of elytra so much extended that the elytra appear rather light with a
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subscutellar and an interrupted, narrow, w-shaped postmedian spot only left dark, and with dark apex. Lower surface blackish. Femora and middle of tibiae piceous, knees, apex of tibiae, and tarsi yellow.
Head. As in nominate subspecies, with charac- teristic, extremely coarse, isodiametric microreticu- lation. Greenish-blue colouration very distinct, more distinct than in almost allspecimens I saw from New Guinea.
Pronotum. As in nominate subspecies, though greenish-blue colouration of disk remarkably dis- tinct.
Elytra. Shape as in nominate subspecies. Mic- roreticulation slightly transverse, much more super- ficial than in nominate subspecies, therefore surface remarkably glossy.
Lower surface. As in nominate subspecies.
Legs. As in nominate subspecies.
d genitalia. (Fig. 1). Much as in nominate sub- species. As Darlington (1968) did not figure the unique, very strangely shaped aedeagus of the no- minate subspecies, a description and figure for the new subspecies is added that applies also to the nominate subspecies: Genital ring triangular, rather symmetric, with large apical plate. Aedeagus rather short and wide, dorso-ventrally depressed, in ven- tral view widened towards apex. Apex bicornute, with deep and symmetric excision, with large orifi- cium. Internal sac rather simply folded, without any sclerotized pieces. Parameres very dissimilar, right
paramere small, short, at apex knobbed, left para- mere very large, elongate. Variation. Very little variation noted.
Distribution. Subspecies of aNew Guinean species, known only from New Britain and from the type locality.
Collecting circumstances. Largely unknown, pro- bably collected by sifting moss from fallen logs.
Etymology. The name refers to the remarkably glossier surface as compared with that of the nominate subspe- cies from New Guinea.
Remarks. According to Darlington (1968), the no- minate subspecies is widely distributed in New Guinea. Apart from a few specimens from scattered localities in Irian Jaya, Isaw a large series sampled by fogging and at light in the Baiteta area in south- eastern Papua New Guinea.
The very unusually shaped aedeagus is not only unique within the genus Coptodera, but also within the whole family Carabidae. Even the most closely related species Coptodera wau Darlington from New Guinea and C. fasciolata (Macleay) from northern Australia possess ‘normal’ shaped aedeagi with unidentate apex. Evolution and function of the strangely shaped aedeagus of C. papuella therefore are still obscure.
The new record corroborates the close relations that exist between the carabid faunas of New Guinea and the Bismarck Archipelago, but, atthe same time, once more demonstrates the differences between both areas that are expressed in several related but nevertheless slightly different taxa in New Britain and New Ireland (for examples see for example Baehr 1994, 1997, 1999, 2003a,b).
Acknowledgements
My thanks are due to Mr. A. Weigel (Pößneck) for kindly making available the specimens of the new sub- species alongside with important additional material, and to Mr. A. Drumont (Bruxelles) for the kind loan of a large amount of New Guinean carabid beetles inclu- ding large series of C. papuella from a fogging program carried out in the Baiteta area in southeastern Papua New Guinea.
Fig.2. Coptodera papuella nitescens, subspec. nov. Habitus. Body length: 3.6 mm.
References
Baehr, M. 1994. Revision of the subgenus Coeloprosopus Chaudoir of the ground beetle genus Pericalus Macleay. Taxonomy, phylogeny, zoogeography (Coleoptera, Carabidae, Lebiinae). - Mitt. Münch. ent. Ges. 84: 13-58
-- 1997. The genus Stricklandia Macleay in New Gui- nea (Carabidae, Lebiinae). - Coleoptera 1: 117-136
-- 1999. The genus Dolichoctis Schmidt-Göbel in New Guinea (Insecta, Coleoptera, Carabidae, Lebiinae). - Coleoptera 2: 121-169
-- 2003a. Further new species of the genus Dolichoctis
Schmidt-Göbel from New Guinea and surrounding
islands (Insecta, Coleoptera, Carabidae, Lebiinae).
- Anim. Biodiv. Cons. 26: 1-7
-- 2003b. A new species of the genus Pericalus Macleay, subgenus Coeloprosopus Chaudoir, from New Ire- land, Bismarck Archipelago (Insecta, Coleoptera, Carabidae, Lebiinae). -— Mitt. Münch. ent. Ges. 93: 5559
Darlington, P. J. Jr. 1968. The Carabid beetles of New Guinea. Part III. Harpalinae continued. Perigonini to Pseudomorphini. - Bull. Mus. Comp. Zool. 139: 1-253
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Buchbesprechungen
12. Mecklenburg, C. W., T. A. Mecklenburg & L. K. Thorsteinson: Fishes of Alaska. American Fisheries Society, Bethesda, Maryland, 2002. XXXVII+1037 pp. + 40 colour plates. ISBN 1-888569-07-7
This is the result of a marvellous work that was started by the Alaskan biologist Rae Baxter and, after his death 1991, was completed by the present authors. The intro- ductory part provides detailed information about the history of the ichthyological exploration of Alaska, the physical and geological setting as well as zoogeographi- cal aspects. The major taxonomic part of the work inclu- des keys for the fish freshwater, brackish water and marine fish families of Alaska. What follows are taxon accounts and species descriptions for 521 species recorded in Alaska as well as for 80 species that were doubtfully recorded from Alaska or that are very likely to occur there. Each family account is followed by species keys. Each species account provides carefully reviewed infor- mation about the scientific name, the common name, the ranges (including maps) and habitats, selected counts and characters (useful for identification) and the size. The additional sections “Notes and Sources” and “De- scriptions” include the most important citations as well as discussions of taxonomic problems and observations on taxonomically yet unrecognized variation.
Each species description is accompanied by a most- ly high quality line-drawing (sometimes several), which in many cases were available from previous publications. 40 colour plates of living or freshly dead specimens depict about half of the Alaskan species. The value of this book not only those who work taxonomically on Alaskan fish, butasaregional guide for the North Pacific and Beringia, is extremely high. It is difficult to imagine that the work and funds that enabled the production of this book will be raised again. However, due to its volume and taxo- nomic bias this book is not suited as a guide book that serves as a basis to understand the ecology, behaviour and life history of Alaskan fishes. U. Schliewen
13. Braun, M. & F. Dieterlen (Hrsg.): Die Säugetiere Baden-Württembergs. Band 1 Allgemeiner Teil, Fledermäuse (Chiroptera). - Eugen Ulmer GmbH & Co., Stuttgart (Hohenheim) 2003. 687 S., zahlr. Abb. ISBN 3-8001-3282-6
Im Jahr 1990 wurde das Projekt “Wild lebende Säugetie- re in Baden-Württemberg” ins Leben gerufen, dessen Ziel die Erstellung einer landesweiten Säugetierfauna war. Dabei sollten nicht nur Verbreitungs- und Vorkom- mensdaten gesammelt werden, sondern auch die Grund- lagen für die Beurteilung von Gefährdungsgrad und Gefährdungsursachen der einzelnen Arten geschaffen werden. Die Finanzierung durch das Land Baden-
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Württemberg muß - zumindest für Außenstehende - sehr großzügig erscheinen, ermöglichte sie doch eine inten- sive und umfassende Datenerhebung über die Dauer von mehr als 10 Jahren. Je nach Anforderung wurden unter- schiedliche Nachweismethoden eingesetzt: Fallenfänge und Gewölleauswertung zum Nachweis von Kleinsäu- gern, Kontrolle von Nistkästen, Baumhöhlen und Ge- bäuden zur Kartierung von Fledermausvorkommen, Umfragen und Auswertung von Jagdstrecken zur Erfas- sung der jagdbaren Arten usw.
Der vorliegende erste (von insgesamt zwei) Bänden behandelt die Fledermäuse, ist jedoch aufgrund eines ausführlichen allgemeinen Einleitungsteils - der etwa den halben Buchumfang ausmacht - auch für Spezialisten anderer Gruppen von Interesse: So werden beispielswei- se genaue Anleitungen zum Fallenfang von Kleinsäugern und zur Auswertung von Eulengewöllen (einschließlich Bestimmungsschlüssel) gegeben. Erwähnenswert ist die umfangreiche und übersichtliche Darstellung der pleis- tozänen Säugetierfauna Baden-Württembergs. Weitere Kapitel behandeln gebietsfremde Tierarten sowie solche, die in historischer Zeit im behandelten Gebiet ausgestor- ben sind. Der Komplex Jagd und Hege wird ebenso ausführlich dargestellt wie Säugetierzoonosen und -pa- rasiten und die damit verbundenen Gefahren für den Menschen. Da das Projekt unter naturschutzorientierten Gesichtspunkten ins Leben gerufen wurde, werden die vielfältigen Gefährdungsursachen, denen Säugetiere in unserer ökonomisch orientierten Gesellschaft ausgesetzt sind, analysiert und mögliche Schutzmaßnahmen bespro- chen.
Im speziellen Teil werden die 22 Fledermausarten besprochen, die in Baden-Württemberg vorkommen. Hauptthemen der einzelnen Artkapitel sind: Verbreitung, Charakteristik der Sommer- und Winterquartiere, Fort- pflanzung, Wanderungen, Tagesaktivität, Ernährung, Rückgang einzelner Arten und Maßnahmen des Arten- schutzes. Ein allgemeiner Abschnitt über Körperbau und Physiologie der Fledermäuse enthält auch einen Bestim- mungsschlüssel.
Man kann den Herausgebern, den zahlreichen Mit- arbeitern und nicht zuletzt dem Land Baden-Württem- berg zu dieser umfassenden und üppig ausgestatten Darstellung nur gratulieren. Umfang und Qualität der Datenerhebung sind beispielhaft, das Buch ist für Biolo- gen und Naturschützer auch außerhalb Baden-Württem- bergs ein unverzichtbares Nachschlage- und Grundla- genwerk. Angesichts enormer Kenntnisdefizite zur Be- standssituation einheimischer Säugetiere in vielen Bereichen der BRD wäre es dringend wünschenswert, daß auch andere Bundesländer dem Beispiel Baden- Württembergs folgen und feldökologische Säugetierfor- schung stärker fördern würden. R. Kraft
SPIXIANA 37-40 München, 01. März 2005 ISSN 0341-8391
A new Lebia Latreille of the karenia-group from New Britain
(Insecta, Coleoptera, Carabidae, Lebiinae)
Supplement to “The genus Lebia Latreille in the Australian-Papuan Region”
Martin Baehr
Baehr, M. (2005): A new Lebia Latreille of the karenia-group from New Britain (Insecta, Coleoptera, Carabidae, Lebiinae). Supplement to “The genus Lebia La- treille in the Australian-Papuan Region”. — Spixiana 28/1: 37-40
An additional new species of the karenia-group sensu Baehr (2004) of the genus Lebia Latreille, from New Britain is described: L. weigeli, spec. nov. According to body shape and to structure of its aedeagus this species is nearest related to L. fallaciosa Baehr from New Guinea.
The new species is introduced in the most recent key for the Australian and Papuan species of the genus Lebia.
Dr. Martin Baehr, Zoologische Staatssammlung, Münchhausenstr. 21, D-81247 München, Germany; e-mail: Martin.Baehr@sm.mwn.de
Introduction
Soon after having finished the revision of the Papuan- Australian species of the genus Lebia s. 1. (Baehr 2004), a single specimen was detected in a determination sample that represents another new species of the karenia-group in the sense of that revision. Hence, the present paper is regarded a supplement to the mentioned revision.
The karenia-group of the very large genus Lebia (s.1.) includes large species that are mainly character- ized, apart from their large size, by their conspicuous cruciate or quadrimaculate colour pattern on the elytra. The species of this group are widely distrib- uted in the Oriental Region, but they also occur in the Australian-Papuan region. From the latter area so far three species were recently described, namely L. darlingtoniana Baehr from New Guinea and Su- lawesi, L. fallaciosa Baehr from New Guinea, and L. brisbanensis Baehr from southeastern Queensland, Australia. Concerning their external morphology (size, shape, colour pattern, microsculpture of sur- face) the three species are very similar, but morphol-
ogy of aedeagus is quite different and, at the same time, characteristic for each species: whereas in L. darlingtoniana and L. brisbanensis the aedeagus bears a remarkably denticulate sclerite, L. fallaciosa lacks any more heavily sclerotized parts in the in- ternal sac of its aedeagus.
As explained in Baehr (2004), most Lebia’s from the Australian-Papuan Region are available in small numbers and some even in single specimens only. Presumably this is depending on the methods of sampling that were employed. A few species only are available in greater numbers and these have been sampled by fogging or beating from rainforest veg- etation which probably is the best method for sam- pling species of the genus Lebia. So, the new species is being described herein, even when only the holo- type is known so far. However, as itisa male and because male genitalia are highly characteristic in almost all examined Australian-Papuan species of the genus, this species is described yet on the base of a single specimen. In view of the recent revision, I guess that this is a practicable way to cope with this species.
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Fig. 1. Lebia weigeli, spec. nov. Male genitalia: Aedeagus, lateral view from left side, and ventral view; parameres;
genital ring. Scales: 0.5 mm.
Material and Methods
The single examined specimen was kindly submitted by A. Weigel (Pößneck) within a determination sample. Measurements, dissection methods, descriptions, and photographs were employed in the same manner as explained in the revision (Baehr 2004). The holotype was kindly presented to the working collection of the author in Zoologische Staatssammlung, München (CBM- ZSM).
Lebia weigeli, spec. nov. Eies’l, 2
Types. Holotype: d, PNG: E New Britain Prov. 30 km SW Kokopo, Arabam, 200 m, 04°35'75"S 152°06'84"E, 21.11.-04.111.2000, leg. A. Weigel KL (CBM-ZSM).
Diagnosis. Fairly large species, with cruciate black elytral pattern that leaves an elongate subhumeral spot and the apex yellow. Distinguished from other Australian-Papuan species of the karenia-group, except for L. fallaciosa Baehr, by absence of any den- ticulate sclerites in the internal sac of the aedeagus; distinguished from the latter species by widely black disk of pronotum, completely light apex of elytra, and shorter and spatulate apex of aedeagus.
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Description
Measurements. Length: 7.3 mm; width: 3.55 mm. Ratios: w/l pr: 1.68; w pr/h: 1.22; 1/w el: 1.39; w el pEl71.
Colour (Fig. 2). Head including mouth parts reddish, the area latero-posteriorly near and behind eyes piceous. Pronotum yellow, disk very widely and well delimited black. Elytra yellow with an anchor-shaped black spot in middle that is prolonged along lateral margin to humerus and along suture to about posterior third of elytra, but leaves an elongate humeral spot and the whole apex yellow. Lateral margin narrowly yellow, marginal setae not encircled by yellow spots. Lower surface, antennae, and legs yellow
Head. Ofaverage size and shape, narrower than pronotum. Eyes very large, semicircular. Antennae of moderate size, surpassing basal angles of prono- tum by about 2 antennomeres. Surface, except for labrum which is finely microreticulate, without microreticulation, though with very few wrinkles near eyes and with extremely fine scattered punc- tures, highly glossy.
Pronotum. Comparatively wide, widest at api- cal third. Apical angles widely rounded off, lateral margin gently convex, but faintly sinuate just in front of the rectangular basal angles. Base in middle moderately produced, lateral excision deep, lateral
parts of base transversal, gently convex. Apex mar- gined except in middle, base coarsely margined, lateral margin explanate throughout, marginal chan- nel wide, moderately deep. Surface with a distinct prebasal, transverse sulcus. Median line well im- pressed. Surface without microreticulation, with rather sparse, more or less superficial transverse wrinkles and with very fine, scattered punctures, highly glossy.
Elytra. Comparatively short, somewhat oval- shaped, widest behind middle. Humeri rounded, lateral margin obliquely convex, barely incised at basal third, apex gently sinuate, apical angles widely rounded, apical margin slightly incurved at suture. Striae complete, deep, at bottom barely crenulate. Intervals convex in basal half, though inner intervals almost depressed towards apex. 3" interval bipunctate, punctures situated near 3" stria. Series of marginal punctures not interrupted in middle. Intervals with rather superficial, markedly transverse microreticulation and very scattered punctures, glossy. Inner wings fully developed.
Lower surface. Metepisternum elongate, almost 2x as long as wide. Abdomen punctate and pilose, pilosity slightly denser on terminal sternite. Termi- nal sternite 4-setose in male.
Legs. Of moderate size. 4" tarsomeres very deeply excised. Tarsal claws with 5 elongate teeth.
Male genitalia (Fig. 4). Genital ring narrow and elongate, with deep base and elongate, asymmetric apex. Aedeagus moderately elongate, widened in middle, very slightly sinuate, lower surface gently concave throughout. Apex rather short, depressed, straight, spatulate. Orificium moderately elongate. Folding of internal sac complex, without any heav- ily sclerotized, denticulate sclerites. Parameres of dissimilar shape, left paramere much larger than right one, with triangular, slightly obtuse apex; right paramere short, rhomboidal.
Female. Unknown.
Variation. Unknown.
Distribution. Eastern New Britain. Known only from type locality.
Collecting circumstances. Largely unknown. Holo- type collected at low altitude, probably by beating low vegetation.
Etymology. The name honours the collector of this and a multitude of other interesting species, the cerambyci- dologist Mr. A. Weigel, Pößneck.
Relationships. According to the structure of its aedeagus, this species is more closely related to the New Guinean L. fallaciosa Baehr than to any other species from the Papuan-Australian area.
Fig. 2. Lebia weigeli, spec. nov. Habitus. Body length: 7.8mm.
Recognition
For insertion of the new species in the recent key to the Lebia of the Papuan-Australian Region (Baehr 2004: 205-246) the key has to be altered as follow-
ıng:
9. Pronotum wider, ratio w/1l>1.68, surface very glossy, with far less dense wrinkles; aedeagus widest in middle, internal sac without any den- teulaterselenites@ er 9a.
= Pronotum narrower, ratiow/1<1.61, surface less glossy, with dense wrinkles; aedeagus widest towards apical third, internal sac at bottom with a conspicuous denticulate band ................... 10.
9a. Pronotum unicolourous reddish; apical spot on elytra smaller, oblique, apex of elytra never completely yellow (see fig. 26 in Baehr 2004); apex of aedeagus elongate, with rather acute tip (see fig. 4 in Baehr 2004). New Guinea ........... N fallaciosa Baehr
- Disk of pronotum black; apical spot on elytra larger, less oblique, apex of elytra completely yellow (Fig. 2); apex of aedeagus shorter, with rather wide, rectangular, spade-shaped apex (Bie-1)> New-Britain....2n..... weigeli, spec. nov.
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Remarks
With the new species described herein, the number oflarge, vividly patterned Lebia’s of the karenia-group in the Australian-Papuan Region is raised to four which still is a quite low number when compared with the Oriental Region. It was not too surprising that New Britain houses an own species of this group, because separate species apparently being endemic in New Britain are known as well in the genus Lebia (see Baehr 2004) as in certain other genera of ground beetles. At the same time this is another example that demonstrates that the ground beetle faunas of New Guinea and New Britain are not too similar, at least at the species level.
Admitted that the genus Lebia on the whole most probably is a fairly recent immigrant in the Austral- ian-Papuan Region, the taxonomic diversification within the genus yet is substantial and, as the faunas of the diverse parts of the Papuan Subregion are being better recorded in recent time, it becomes
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evident that on all the major parts (vic. New Guinea, New Britain, New Ireland, Solomon Islands etc.) separate though still closely related species occur that make this area taxonomically highly diverse. Hence, it would be interesting to know, whether separate species of the karenia-group likewise occur on New Ireland and on those islands lying east to it. The many highly interesting recent discoveries in New Guinea and on the islands of Bismarck Archi- pelago promise a multitude of additional important species, provided that careful sampling can be fur- ther employed and the habitat destruction in this area, in particular of rain forest, can be decelerated or even stopped.
References
Baehr, M. 2004. The genus Lebia Latreille in the Austral- ian-Papuan Region (Insecta, Coleoptera, Carab- idae, Lebiinae). - Spixiana 27(3): 205-246
SPIXIANA 28
1 41-89 München, 01. März 2005 ISSN 0341-8391
Revision der Gattung Amarygmus Dalman, 1823 sowie verwandter Gattungen. XXVII.
Angaben zu Amarygmus-Arten,
die von Fabricius, Weber, Wiedemann, Hope und Pascoe
beschriebenen wurden
(Insecta, Coleoptera, Tenebrionidae, Amarygmini)
Hans Joachim Bremer
Bremer, H. J. (2005): Revision of the genus Amarygmus Dalman, 1823 and related genera. Part XXVIII. Species of the genus Amarygmus Dalman described by Fabri- cius, Weber, Wiedemann, Hope, and Pascoe (Insecta, Coleoptera, Tenebrionidae, Amarygmini). — Spixiana 28/1: 41-89
The types of the following species of Amarygmus Dalman, 1823 have been exam- ined: Amarygmus morio (Fabricius, 1775), A. bicolor (Fabricius, 1775), A. micans (Fa- bricius, 1794), A. splendidulus (Fabricius, 1801), A. cuprarius (Weber, 1801), A. pici- tarsis (Fairmaire, 1882) [= A. aeneus (Wiedemann, 1823)], A. picicornis (Hope, 1843), A. anthracinus (Hope, 1843), A. convexus Pascoe, 1866, A. cupido Pascoe, 1869, A. exilis Pascoe, 1869, A. maurulus Pascoe, 1870, A. minutus Pascoe, 1869, A. obtusus Pascoe, 1869, A. pascoei (Gebien, 1911) [= Eurypera cuprea Pascoe, 1870], A. pusillus Pascoe, 1869, A. semissis Pascoe, 1869, A. tarsalis Pascoe, 1866, A. tyrrhenus Pascoe, 1870, and A. variolaris Pascoe, 1870. These taxa are redescribed and illustrated.
The type of Helops aeneus Olivier, 1795, which in Gebien’s Catalogue of Tenebri- onidae (1943) is taken for a synonym of Amarygmus morio (Fabricius, 1775), could not be located. Because it is not clear from Olivier’s description whether he is de- scribing a new species, Helops aeneus is considered as taxon dubium.
Because the type of Amarygmus carbonarius (Hope, 1845) could not be found, and Hope’s description is insufficient for recognition, this taxon is also considered a taxon dubium. i
The following conclusions and taxonomic changes have to be noted:
Amarygmus micans (Fabricius, 1794) = Amarygmus apicalis Pic, 1915 [syn. nov.];
Amarygmus cuprarius (Weber, 1801) = Amarygmus laosensis Pic, 1922 [syn. nov.];
Amarygmus cuprarius (Weber, 1801) subspec. andamansis Pic, 1951 = Amarygmus andamansis Pic, 1951 [stat. nov.];
Amarygmus picitarsis (Fairmaire, 1882) = Amarygmus inadai Masumoto et Akida, 2001 [syn. nov.].
A lectotype and one paralectotype of Chrysomela micans Fabricius, 1794 (they belong to different species), a lectotype and a paralectotype of Helops cuprarius Weber, 1801, and a lectotype and two paralectotyes of Cnodalon aeneum Wiede- mann, 1823 have been labeled.
Amarygmus watti, spec. nov. [nec Amarygmus tristis (Fabricius, 1798)] is described and illustrated (New South Wales, Queensland; New Zealand).
Prof. (em.) Dr. H. J. Bremer, Osning Str. 9, D-49326 Wellingholzhausen, Germany.
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Einleitung
Fast alle Arten der Gattung Amarygmus Dalman, 1823, die durch die Autoren des 18. und des 19. Jahrhunderts publiziert wurden, wurden nur unzu- reichend beschrieben, wobei die wesentlichen, die Art charakterisierenden Merkmale meist nicht er- wähnt wurden. Außerdem fehlte fast immer eine zusätzliche Abbildung, die nützliche Hinweise auf die Art geben könnte. Bis auf wenige Ausnahmen wurden sie auch durch die Erstbeschreiber in ande- re Gattungen gestellt, z.B. Erotylus, Chrysomela, Helops, Cnodalon. Die richtige Eingruppierung in die Gattung Amarygmus wurde zwar in den meisten Fällen durch spätere Autoren vorgenommen. Es wurden aber von diesen Arten keine Nachbeschrei- bungen und Abbildungen angefertigt. Manche dieser Arten sind für heutige Bearbeiter nicht ein- deutig zu erkennen, wenn man keinen Zugang zu den Typen hat.
Um Probleme bei der Bestimmung dieser Arten zu beseitigen, habe ich versucht, die Typen zu unter- suchen oder, falls sie nicht mehr vorhanden oder die Typenexemplare nicht zu lokalisieren waren, entwe- der Neotypen festzulegen oder kenntlich zu machen, daß diese Arten heute nicht identifizierbar sind (z.B. Helops aeneus Olivier, 1795, der nach Beschreibung entweder identisch mit Amarygmus morio (Fabricius, 1775) oder eine nahe verwandte Art ist).
In einer ersten Arbeit (Bremer 2004b) habe ich Nachbeschreibungen mit Abbildungen von Amaryg- mus ruficrurus Blanchard, 1853, A. striatus Macleay, 1872, A. oculeus Macleay, 1886 und A. niger Gebien, 1911 (nom. nov. für A. convexiusculus Macleay, 1886, nec A. convexiusculus Macleay, 1872) gegeben; au- ßerdem A. inornatus Macleay, 1886 als Synonym von A. morio (Fabricius, 1775) aufgezeigt, sowie A. puncti- ceps Macley, 1886 von den Tenebrionidae zu den Chrysomelidae, Subfam. Eumolpinae, Genus Rhy- parida Baly, 1861 transferiert.
Notwendig sind aber auch Bewertungen, Nach- beschreibungen und Abbildungen folgender Ar- ten:
Amarygmus morio (Fabricius, 1775), beschrieben als Erotylus morio Fabricius;
Amarygmus bicolor (Fabricius, 1775), beschrieben als Erotylus bicolor Fabricius;
Amarygmus micans (Fabricius, 1794), beschrieben als Chrysomela micans Fabricius;
Amarygmus splendidulus (Fabricius, 1801), beschrie- ben als Crysomela splendidula Fabricius;
Amarygmus cuprarius (Weber, 1801), beschrieben als Helops cuprarius Weber;
Amarygmus picitarsis (Fairmaire, 1882), beschrieben als Cnodalon aeneum Wiedemann, 1821;
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Amarygmus picicornis (Hope, 1842), beschrieben als Cnodulon picicorne Hope;
Amarygmus anthracinus (Hope, 1842), beschrieben als Cnodulon anthracinum Hope;
Amarygmus convexus Pascoe, 1866;
Amarygmus cupido Pascoe, 1869;
Amarygmus exilis Pascoe, 1869;
Amarygmus maurulus Pascoe, 1870;
Amarygmus minutus Pascoe, 1869;
Amarygmus obtusus Pascoe, 1869;
Amarygmus pascoei (Gebien, 1911), nom. nov. für Eurypera cuprea Pascoe, 1870;
Amarygmus pusillus Pascoe, 1869;
Amarygmus semissis Pascoe, 1869;
Amarygmus tarsalis Pascoe, 1866;
Amarygmus tyrrhenus Pascoe, 1870;
Amarygmus variolaris Pascoe, 1870.
Bewertungen dieser Arten, Nachbeschreibungen mit Abbildungen werden in dieser Arbeit gegeben. Eine neue Amarygmus-Art aus Australien und Neusee- land, die bis vor kurzem fälschlicherweise als Ama- rygmus tristis (Fabricius, 1798) angesehen wurde, wird beschrieben. Die Orginalbeschreibungen der in dieser Arbeit behandelten Arten wurden in einer vorhergehenden Arbeit zitiert (Bremer 2001c).
Methodik
Der Körperlänge entspricht der Abstand zwischen Vor- derrand des Halsschildes und Ende der Flügeldecken bei orthogradem Aufblick; Flügeldeckenlänge entspricht dem Abstand zwischen Vorderrand des Scutellum und Ende der Flügeldecken; Länge des Halsschildes ent- spricht dem Abstand zwischen Vorderrand und Hinter- rand median bei orthogradem Aufblick.
Abkürzungen
ANIC Australian National Insect Collection, Canber- ra
BMH Bishop Museum, Honolulu, Hawaii
CB Sammlung des Verfassers, jetzt Eigentum der ZSM
CA Sammlung Dr. K. Ando, Osaka
CG Sammlung Dr. R. Grimm, Tübingen
CL Sammlung M. Lillig, Saarbrücken
CM Sammlung Prof. Dr. K. Masumoto, Tokyo
MNHP Museum National d’Histoire Naturelle, Paris
NHM The Natural History Museum, London
NHMB Naturhistorisches Museum, Basel
NHMG Museum d’histoire naturelle, Genf
NME Naturkundemuseum, Erfurt
NMHUB Naturkunde-Museum der Humboldt-Univer- sität, Berlin
Hope Entomological Collections, University Museum, Oxford
Staatliches Museum für Naturkunde, Stuttgart
OXUM
SMNS
SMTD Staatliches Museum für Tierkunde, Dresden
SSB Sammlung Stanislav Beövär, Cesk& Budgjo- vice
TIM Ungarisches Naturhistorisches Museum, Bu- dapest
ZMK Zoologisk Museum, Universitet Kobenhavn, Kopenhagen
ZSM Zoologische Staatssammlung München
Danksagung
Ich danke folgenden Damen und Herren, daß sie mir die Typen der in dieser Arbeit behandelten Arten oder Material zur Untersuchung zur Verfügung gestellt ha- ben, bei der Beschaffung der Typen behilflich waren oder mir wertvolle Hinweise gaben: Dr. K. Ando, Osa- ka; Dr. M. Baehr, München; M. V. L. Barclay, London; Dr. Cl. Girard, Paris; Dr. R. Grimm, Tübingen; M. Lillig, Saarbrücken; B. Martin, Kopenhagen; Prof. Dr. K. Ma- sumoto, Tokyo; Dr. ©. Merkl, Budapest; Dr. E. Matthews, Adelaide; Dr. W. Schawaller, Stuttgart; Dr. E. Sprecher, Basel; T. A. Weir, Canberra.
Besonders bin ich Herrn Barclay, London, dankbar daß er mir Typen von Fabricius, Hope und Pascoe, so- wie Herrn Martin, Kopenhagen, daß er mir Typen von Fabricius, Weber und Wiedemann zur Untersuchung zugänglich machte. Herrn Dr. Matthews, Adelaide, danke ich sehr, daß er mich darauf hinwies, daß die Publikationsdaten der Hopeschen Arten im Katalog der Tenebrioniden von Gebien nicht zutreffen.
Die Zeichnungen wurden von Herrn Frank Forman, Stemwede, angefertigt, wofür ich mich ebenfalls bedan- ke.
Amarygmus-Arten, die durch Fabricius 1775, 1794 und 1801 beschrieben wurden
Fabricius beschrieb folgende Arten, die jetzt oder bis vor kurzem als Arten der Gattung Amarygmus Dalman, 1823 angesehen wurden: Erotylus morio Fabricius, 1775, Erotylus tristis Fabricius, 1775, Ero- tylus bicolor Fabricius, 1775, Chrysomela micans Fa- bricius, 1794 und Chrysomela splendidula Fabricius, 1801.
Erotylus tristis Fabricius, 1775: Watt stellte 1989 richtig, daß Erotylus tristis Fabricius, 1798 auf eine Art der Gattung Chalcopteroides Strand, 1935 (Tene- brionidae, Amarygmini) und nicht auf eine häufig in Australien vorkommende Amarygmus-Art, wie seit Blackburn 1893 angenommen, zu beziehen ist. Die Amarygmus-Art, auf die zuvor tristis Fabricius bezogen wurde, muß als unbeschrieben gelten.
Erotylus morio Fabricius, 1775: Unsicher war bis jetzt auch der Status von Amarygmus morio (Fabrici- us, 1775). Auf diese Art wurden in den pazifischen, papuanischen und australischen Faunenregionen zahlreiche Taxa als Synonyme oder Varietäten be-
zogen, die sehr unterschiedlich in Größe, Breite des Körpers, Punktierungsdichte der Punktreihen der Flügeldecken und Färbung sind. Ich habe deshalb den Typus aus der Banks’ Collection, dieim Natural History Museum, London, deponiert ist, untersucht Das Typenexemplar ist wesentlich kleiner als die meisten der später auf diese Art bezogenen Taxa; nur Amarygmus uniformis Blackburn, 1889 ist ähnlich klein. Jedoch konnte ich bei der Untersuchung eines großen Materials aus verschiedenen Regionen des Vorkommens zwar eine große Variabilität innerhalb dieser Art, aber keine durchgehenden Unterschiede feststellen, so daß eine spezielle Benennung der verschiedenen Taxa und Farb-Varietäten nicht halt- bar ist.
Erotylus bicolor Fabricius, 1775: Diese Art wird seit Carter (1913) richtig gedeutet, aber es fehlt ebenfalls eine Nachbeschreibung und Abbildung.
Chrysomela micans Fabricius, 1794 und Chrysome- la splendidula Fabricius, 1801: Die Typen dieser Arten wurden durch Gebien untersucht und diese Arten in die Gattung Amarygmus überführt. Er publizierte diese neuen Staten in seiner Arbeit über die Fabri- cius-Typen (1906), aber in dieser Arbeit fehlen ge- nauere Angaben zu den Typen, und er gab auch keine Nachbeschreibungen mit Abbildungen. So erwähnte er auch nicht, daß drei Syntypen von Chrysomela micans vorhanden sind, die zu mindestens zwei verschiedenen Arten gehören.
Da dieSyntypen von Chrysomela micans verschie- denen Arten angehören, wurde die Auszeichnung eines Lectotypus und von Paralectotypen notwendig. Außerdem wird eine weitere Synonymie von Ama- rygmus micans (Fabricius, 1794) aufgezeigt (mit Amarygmus apicalis Pic, 1915).
Amarygmus morio (Fabricius, 1775) Abb. 1A-H
Erotylus morio Fabricius, 1775: 123
Amarygmus morio (Fabricius, 1775): Carter 1913: 32 und 34
Helops aeneus Olivier, 1795: 8; [syn.]: Gebien 1920: 411
Amarygmus foveoseriatus Fairmaire, 1877: 186; I[syn.]: Carter 1913: 32
Amarygmus foveostriatus Fairmaire, 1883: 29; [syn.]: Car- ter 1913: 32
Amarygmus uniformis Blackburn, 1889: 1272; [syn.]: Carter 1913: 33
Amarygmus alienus Blackburn, 1893: 93; [nom. praeocc. et syn.]: Carter 1913: 33
Amarygmus curvipes Gebien, 1911: 89 [nom. nov. pro alienus Blackburn, 1893 nec Pascoe, 1883]
Amarygmus tasmanicus Blackburn, 1893: 105; [syn.]: Car- ter 1913: 32
Amarygmus viridescens Pic, 1915: 1915b, 48; [syn.]: Bremer 2001b: 87
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Amarygmus inornatus Macleay, 1886: 155; [syn.]: Bremer 2004b: 126
Amarygmus cupreus Guerin de Meneville, 1830: 102; [var. cupreus von morio (Fabricius)]: Gebien 1920: 411
Amarygmus picipes (Fairmaire, 1893): 1893b, 26; [var. pi- cipes von morio (Fabricius)]: Gebien 1920: 411
Amarygmus nigrocoeruleus Gebien, 1920: 427 [var. nigro- coeruleus von morio (Fabricius)]: Gebien 1935: 75
Wie ich im weiteren ausführe, sind auch die bei Gebien aufgeführten Varietäten einzuziehen.
Typus. Der Typus von Erotylus morio Fabricius, 1775 ist in der Banks’ Collection im NHM; er ist etwas beschä- digt, aber gut identifizierbar (rechts nur noch 2 Fühler- glieder, links 3 Fühlerglieder). Er ist bezeichnet: Type; Erotylus morio, Fab. Entom. p. 123 n. 4. Beim Typus von morio handelt es sich um ziemlich kleines und schmales Exemplar. Bis auf Amarygmus uniformis Blackburn, 1889, der ähnlich klein und völlig identisch strukturiert ist, sind alle anderen Typen, die später als neue Arten be- schriebenen wurden, größer. Es ist aber anzumerken, daß es von nahezu allen Fundorten, aus denen große Serien vorliegen, sehr unterschiedlich große Tiere gibt.
Diagnose. Es handelt sich um eine relativ große, flache, sehr variable Art mit sehr breit exponierten Seitenrandkanten der Flügeldecken, die dadurch von oben stets als seitlich deutlich abgesetzte Kanten sichtbar sind; außerdem finden sich meist eine läng- lich ovale Form der Flügeldecken (selten subparal- lele Seiten) mit Punktreihen großer Punkte, deren Reihen immer etwas eingedrückt sind; eine Verbin- dung der Punkte durch feine Striche ist inkonstant vorhanden und ein kaum punktierter Halsschild, dessen Form interindividuell etwas verschieden sein kann. Die Stirn ist nicht sehr breit, die Fühler mit- tellang. Die langen Beine haben bei Männchen meist eine Krümmung nahe der Mitte (es gibt jedoch auch “schwache” Männchen, bei denen diese nahezu fehlen). Die Prosternalapophyse ist immer schmal, lang und apikomedian durch einen schmalen, nach hinten gerichteten Zapfen ausgezeichnet. Der Ae- doeagus ist ziemlich schmal.
Meines Erachtens gehören alle später beschrie- benen Taxa, die Gebien im Katalog der Tenebrion- idae (1943) entweder als Varietäten oder Subspecies aufführt, derselben Art an, und man findet auch an gleichen Fundorten Exemplare, die sich farblich unterscheiden. Es ist aber anzumerken, daß es ein- zelne Fundorte gibt, aus denen ich bisher überwie- gend einheitlich gefärbte und geformte Exemplare kenne, so sind die mir bekannten Exemplare vom Cape York (Australien) oben glänzend schwarz (foveoseriatus Fairmaire, 1877 und foveostriatus Fair- maire, 1883), die mir bekannten Exemplare von den Aru- und Key-Inseln weisen bis auf eine Ausnahme braune Beine auf (picipes Fairmaire, 1893), die meis- ten mir bekannten Exemplare von New Britain und
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New Ireland haben eine blaue Oberseite und rot- braun gefärbte Beine (nigrocoeruleus Gebien, 1920), aber einzelne Exemplare von dort haben auch schwarze Beine. Es handelt sich also um eine struk- turell und farblich sehr variante Art.
Ich habe fast alle Typen der Taxa gesehen, die in Zusammenhang mit morio gebracht werden [Aus- nahme aeneus Olivier, 1795], und ich kann trotz wesentlicher Unterschiede in Größe, Farbe, Form und Punktierung der Flügeldecken, Breite der Stirn, Ausprägung der Krümmung der Protibiae bei Männchen keine konstanten Merkmale finden, die eine klare Trennung der Taxa erlauben. So weisen zum Beispiel die Exemplare aus dem östlichen Hochland von Neuguinea eine Tendenz zur breite- ren Stirn und -— zumindest von einem Fundort (Morobe Prov., Asaki-Oiwa)- eine weiter nach vorn verlagerte größte Höhe der Flügeldecken als Tiere anderer Fundorte auf. Auch die Form des Aedoeagus kann etwas unterschiedlich sein, er ist immer ziem- lich schmal, der vorderer Teil der Parameren ist meist seitlich geradlinig, gelegentlich können aber die Seiten auch etwas geschwungen sein. Die Pro- sternalapophyse ist jedoch einheitlich. Innerhalb größerer Serien von gleichen Fundorten, insbeson- ders auf Neu Guinea und in Queensland, fand ich oft Übergange in Farbe und Form.
Gebien gibt in seinem Katalog der Tenebrionidae (1943: 505) Amarygmus ruficrurus Blanchard, 1853 als mögliches Synonym von morio (Fabricius, 1775) an. A. ruficrurus ist eine valide Art, die keine Verwandt- schaft zu morio besitzt. Ich habe ruficrurus in einer vorhergehenden Arbeit nachbeschrieben und seine Stellung im System der Amarygmus-Arten dargelegt (Bremer, 2004b).
Sehr ähnlich in Größe, Form und Farbe und auch mit ähnlich breit exponierten Seitenrandkanten der Flügeldecken ist Amarygmus ingens Bremer, 2003 (2003a: 35); diese Art hat jedoch im Gegensatz zu morio fadenförmige Fühler, eine dichte und deutliche Punktierung des Halsschildes, sowie eine Behaarung an den Hinterseiten der Meso- und Metafemora bei 8d.- Breit exponierte Seitenrandkanten besitzt auch A. cyclopeus Bremer, 2003 (2003a: 34-35); diese Art hat längere Fühler, stärker gewölbte Interstitien der Flügeldecken und eine deutlich abweichende Form des Aedoeagus.
Ähnlich ist auch Amarygmus dammerensis Gebien, 1920, von der Insel der Süd-Molukken Damar, der ebenfalls breit exponierte Seitenrandkanten der Flügeldecken besitzt; diese Art ist im Durchschnitt deutlich kleiner; die Prosternalapophyse ist ähnlich der von morio, die Interstitien der Flügeldecken sind aber stärker gewölbt, und die Punkte in den Streifen sind kleiner.
Eine ähnliche Struktur der Flügeldecken, aber
G H
Abb. 1. Amarygmus morio (Fabricius, 1775). A. Habitus. B. Körper seitlich. C. Kopf und Halsschild. D. Fühler. E. Prosternalapophyse. F. Aedoeagus seitlich. G. Aedoeagus ventral. H. Aedoeagus dorsal.
etwas geringer exponierte Seitenrandkanten, haben die etwa gleich großen Amarygmus buergersi Gebien, 1920 und Amarygmus fastuosus Bremer, 2002 (2002a: 167 und 169). Der Halsschild ist jedoch bei diesen Arten im Gegensatz zu morio violett oder grün-gol- den gefärbt, die Tibiae sind dünner als bei morio, die Pro- und Mesotibiae sind im männlichen Geschlecht im Gegensatz zu morio annähernd gerade, und die Prosternalapophysen sind breit und deutlich oder angedeutet dreispitzig.
?Q von Amarygmus amplus Bremer, 2002 (2002a: 166) besitzen eine ähnliche Oberseitenstruktur und eine einheitliche Farbe der Oberseite wie Weibchen von morio, aber wie auch bei buergersi und fastuosus sind die Seintenrandkanten geringer seitlich expo- niert als bei morio, daneben besitzt auch amplus im Gegensatz zu morio eine breite, flache Prosternal- apophyse, die apikal sehr deutlich dreispitzig ist.
Es muß aber gesagt werden, daß es in Einzelfäl- len schwierig sein kann, insbesondere kleine Exem- plare von morio, dann von den genannten Arten abzugrenzen, wenn die Tiere nicht sauber präpariert, die Beine und Fühler nicht gut einsehbar sind und die Prosternalapophyse nicht beurteilt werden kann.
Nachbeschreibung
Maße. Länge: 7,7-14,2 mm (meist über 10 mm). Breite: 5,1-75 mm (meist über 6 mm). Relationen. Halsschild: Breite/Länge 1,61-1,76; Breite Hinter- ecken/Breite Vorderecken 1,56-1,65. Flügeldecken: Länge/Breite 1,49-1,59; Länge Flügeldecken/Länge Halsschild 3,61-3,76; maximale Breite Flügeldecken/ maximale Breite Halsschild 1,38-1,45.
Farbe. Oberseite einheitlich gefärbt, mit mehr oder weniger deutlichem Glanz, entweder schwarz, dunkelgrün, kupferfarben, blau oder - selten - röt- lich-violett. Unterseite braun bis schwarz gefärbt. Femora und Tibiae entweder schwarz oder braun, aber alle Übergänge von hellbraun, über braun bis rotbraun kommen vor. Mentum und Palpen braun.
Kopf. Stirn mittelbreit, etwas breiter als die Länge des 4. Fühlergliedes (wie 13:11), flach. Wan- gen deutlich gewölbt. Stirnnaht kaum eingeschnitten, nur breit eingedrückt, so daß zwischen Stirn und Clypeus ein schwacher stumpfer Winkel entsteht. Clypeus vorgezogen, längs und quer etwas gewölbt. Stirn und Clypeus mit feinen, nicht sehr dicht ste- henden Punkten. Mentum umgekehrt trapezförmig, mit breiten, glänzenden, ebenen Seitenrändern; median querüber leicht gewölbt, mikroretikuliert
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und fettig glänzend. Unterseite des Halses stark mikroretikuliert, mit wenigen feinen, schütter ste- henden Punkten. Mandibeln außen gefurcht, bifid.
Halsschild. Nicht sehr breit; quer kurz hinter der Mitte am stärksten gewölbt, längs ähnlich stark gewölbt. Seiten verengen sich nach vorne, in den hinteren % meist annähernd gerade, davor etwas verrundet; hinten an den Hinterecken abgeschrägt eingezogen. Vorderrand leicht ausgeschnitten. Sei- tenränder gerandet; Randung endet hinten am vorderen Ende der Abschrägung. Randung in der Mitte des Vorderrandes kurz unterbrochen. Bei Blick von oben sind die Seitenrandungen schmal sichtbar. Bei lateraler Ansicht sind die Vorderecken leicht stumpfwinklig, die Hinterecken stärker stumpfwink- lig. Oberseite mit winzigen, weitläufig stehenden Punkten.
Scutellum. Dreieckig, mit leicht verrundeten Seiten, unpunktiert.
Flügeldecken. Länglich oval, gelegentlich auch mit subparallelen Seiten. Längs und quer nicht sehr stark gewölbt. Größte Breite und Höhe etwa in der Mitte. Schulterbeulen nur angedeutet. Enden der Flügeldecken gemeinsam verrundet. Seitenrandkan- ten von oben breit und in der gesamten Länge sichtbar, im mittleren Abschnitt sieht man von oben auch noch die 9. Punktreihen. Auf der Oberseite Punktreihen großer Punkte, die an einigen Stellen inkonstant durch sehr zarte Striche miteinander verbunden sein können; in der 4. Reihe etwa 20-34 Punkte. Interstitien meist sehr leicht gewölbt; un- punktiert.
Prosternum. Vorderrand durchgehend schmal aufgebogen, median gering zur Apophyse hin ein- gezogen und dort einen sehr kurzen Ausläufer in Richtung Apophyse sendend. Apophyse sehr schmal und lang; zwischen Vorderrand und Hüften etwas ventrad ansteigend und apikad abfallend; neben den Hüften gering verbreitert und gering ventrad ange- hoben; hinter den Hüften sind die annähernd sub- parallelen Ränder schmal, aber ebenfalls etwas an- gehoben; bei einigen Exemplaren findet sich median durchgehend eine flache Furche, bei anderen erst kaudad der Mitte der Procoxae; apikal sind die Ränder scharf einwärts gebogen, mit median einer etwas abgesetzten und (meist) etwas angehobenen Nase; auf der Apophyse einige wenig auffällige, aufgerichtete, kurze Haare.
Mesosternum. Hinterer Teil vom Mesosternum median sehr leicht gewölbt; Vorderrand median breit ausgeschnitten; Vorderecken des Ausschnitts nur gering ventrad angehoben; bei den meisten Exem- plaren ist die Oberfläche des hinteren Teils insgesamt glatt, bei anderen die Seiten durch kleine Einschnit- te unruhig.
Metasternum. Bei beiden Geschlechtern kahl.
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Vorderrand zwischen den Mesocoxae verrundet und auffallend deutlich gerandet; die sich seitlich an- schließenden Randungen hinter den Mesocoxae (vordere Querfurchen nach der Gebien’schen No- menklatur) grob gepunktet. Scheibe mit winzigen, weitläufig stehenden Punkten. Mediannaht in der hinteren Hälfte flach eingedrückt.
Sternite. Vorderrand zwischen den Metacoxae spitzbogig, deutlich gerandet. Scheiben der Sternite entweder sehr fein, undeutlich oder nicht punktiert. Analsternit bei d ohne Besonderheiten.
Fühler. Zurückgelegt etwa den Beginn des zweiten Drittels der Flügeldecken überlappend. 11. Glied schmal verrundet. Die Längen und Breiten der Fühlerglieder 1-11 verhalten sich wie 14:6% / 6:5 / 19257 11.527 25% 7 IE IRA I 27201587
Beine. Ziemlich lang und (Tibiae) relativ dünn. Femora überragen deutlich die Seiten des Körpers, etwas weiter bei Männchen als bei Weibchen; sie weisen eine deutliche keulenartige Verdickung im Bereich des Schaftes auf. Protibiae bei dd außen leicht gebogen, innen apikad stärker gekrümmt, so. daß der Eindruck von leicht abgeknickten Protibiae entsteht, jedoch kann dieses bei “schwachen” dd fehlen; bei ?? sind die Protibiae leicht gebogen und apikad nur unwesentlich verdickt. Mesotibiae bei Sg in den basalen Hälften meist etwas gekrümmt, apikad gerade; bei ?? annähernd gerade. Metatibiae bei dd dünn und deutlich gekrümmt, an den Innen- seiten angedeutet doppelt gekantet und bei “stärke- ren” Männchen mit einer Reihe von Tuberkeln, aus denen halblange, schräg abstehende, dünne Haare entspringen; bei ?% etwas kürzer als bei dd und nicht so stark gekrümmt; bei “stärkeren” Männchen sind die Beine meist etwas länger als bei “schwäche- ren”, und bei diesen nähern sie sich mehr der Form der Weibchen an. Protarsomeren 1-3 bei dd nicht verbreitert. Die Längen der Protarsomeren 1-5 sind 4,5:4,5:4,5:4:22, die der Mesotarsomeren 1-5 sind 12:7:5,5:5:22, die der Metatarsomeren 1-4 sind DONOHEDD,
Material. Fiji Is.: Fiji, Viti Levu, Suwa, VIII.1966 (8 TIM); Fiji, Viti Levu, Waimaru Creek, via Tailuni/Ko- rovou, 24.X.1985 (1 TTM). - Australien: N. Queensland, Mc Ivor R. (1? MNHP); Cape York (außer den Typen von foveoseriatus und foveostriatus) (2 ZSM); Queensland (7 SMTD, 7 ZSM); Brisbane (3 SMTD); Cooktown (1 ZSM). - Papua New Guinea: New Guinea (4 MNHP); Neu Guinea (1 NMHUB); Guinea (1 SMTD, 1MNHP); Neu Guinea 1873, Doria (3 SMTD); K. Wilhelmsland (2SMTD); D. N. Guinea, Sattelberg 8 NMHUB); N. Guinea, 1899, Sattelberg, Huon Golf (4 TTM); Astrolabe Bay, Stephansort (2 MNHP); Astrolabe Bay, 97, Stephan- sort (8 TTM); Astrolabe Bay, 97, Erima (9 TIM); Astrolabe Bay (1 SMTD); Wareo-Finschhafen (8 ZSM); P.N.G.:
Finschhafen, Sattelberg, 100-800 m, 18.10.1992 (1 SMNS); Papua N. Guinea, Finschhafen, Heldsbach, X1.79 (1 NHMG); N. Guinea, 96, Friedrich-Wilh.-hafen (1 TITM);N. Guinea, Fenichel (1 TIM); Andai (1 MNHP); Kais. Wilhelmsland, Torricelli Gebirge (1 SMTD); Mts. Torricelle, N. Guinee, X.1964, (13 MNHP, 1 CB); Torri- celli Mts., N. E. Guinea, X-27-63 (4 MNHP, 1 CB); N.E.- N. Guinea, Humboldt Bay 8 MNHP); Humboldt Bay, Sept.-Oct. 1893 (2 MNHP); Andai (1 MNHP); Redscar Bay, Br. New Guinea, Lux, ’94 (8 MNHP, 4 CB); Papua New Guinea, Morobe Prov., 1600-1700 m, Asaki Oiwa, 22.11.1998 (2 CB); Papua New Guinea, Morobe Prov., Umg. Kaiapit, X11.1978-X11.1979 8 NHMG, 5 CB); New Guinea, Morobe Dist., Herzog Mts., Vagau, c. 4000 ft., 4.-17.1.1965 (1 NHM); Morobe, env. Waristian, VI.79 (1 HMG); N. Guinea, Wau, 14.IX.1972 (1 TIM); New Guinea, Wau, 28.12.1970 (1 ANIC); Neu Guinea, Wau, Mt. Kaindi, Anf. März, 1973 (3 NHMG); New Guinea (NE), W. Highlands, Tomba, 2450 m, 24.V.1963 (2 BMH); New Guinea, E. Highland Dist., Mt. Michael, 18.XI1.1964 (1 NHM); Eastern Highland Dist., Okapa, c. 5000 ft., 10.1.1965 (1 NHM); E. Highland Dist., Purosa Valley Nr. Okapa, 10.1.1965 (1 NHM); New Guinea, Madang Dist., Finisterre Mts., Budemu, ca. 4000 ft., 15.-24.X.1964 (1 NHM); Madang Dist., Moro, c. 5500 ft., 30.X.1964 (1 NHM); Papua New Guinea, Karkar I. Kevasop, 4°42'5-145°55'E, ca. 300 m, from rotten logs (9 TIM); PNG, Vanimo, Denake Range, 500 m, 28.-29.10.1992 (4 SMNS); New Guinea, Vanimo, Jun. 1975 (1 ANIC); Nuova Guinea, Fly River, 1876-77 (1 MNHP, 2 TIM); Papua New Guinea, Mt. Bosawi, Southern Highlands Prov., Ludesa (Didesa) Mission env., 6°28'5-142°50'E, 20.-27.V1.1999 (3 CB); New Guinea, Bosavi, Aug. 1975 (11 ANIC); Mt. Bosavi, May 1975 (1 ANIC); New Gui- nea, Pimaga, Jun.1974 (2 ANIC); New Guinea, Utai, Sept.1975 (2 ANIC); New Guinea, Lumi, Jan.1973 (3 ANIC); Milne Bay, New Guinea (1 MNHP); P.N.G., Missima, 20.IX.1982 (10 TIM, 3 CB); P.N.G., Karimui, 1II.74 (3 TIM); dito, aber 24.4.1974 (1 ANIC); New Gui- nea, Kiunga, 11.1976 (3 ANIC); New Guinea, 1000 m, V.1969 (5 TTM); P.N. G., Alotau, 14.IX. 82 (1 TTM); New Guinea, Ramu, 11.1972 (1 TTM); Nouvelle-Guinee, Am- berbaki, Coll. Bruijn 1877 (1 TTM); New Guinea, Ama- zon Bay area, Dogon, 2300 ft., 13.9.-11.12.1962 (3 ANIC); Amazon Bay area, Keria, 1650 ft., 26.6.-27.7.1962 (4 ANIC); Amazon Bay area, Deria, 700 ft., 11.12.1962- 9.1.1963 (2 ANIC); Port Moresby, Mt. Laves, 1300 ft., 5.3.-12.5.1963 (2 ANIC); Fergusson I., IX., X., XI, XI. 94 (2 MNHP); Kiriwini, Trobriand Is., IH., IV. V. 95, (1MNHP); Kiriw. Trobiand Is. [8°35'S-151°05'E] (1 MNHP); Egum Is. [Milne Bay; 9°25'S-151°55’E], 11.95 (3 ZSM). - Irian Jaya: Irian Jaya, Jayawijaya Prov., Sam- boka, upper Kolff River, ca. 200 m, 10.-14.X.1996 (18 ZSM); Irian Jaya, Jayawijaya Prov., Borme, 1000-1300 m, 12.-18.8.1992 (3 SMNS); Irian Jaya, Jayawijaya, Dekai, Brazza River, ca. 100 m, 21.-22.V1.1994 (1 SMNS); Irian Jaya, Jayawijaya, Emdoman, 900-1200 m, 29.9.1993 (1 SMNS); Irian Jaya: Nabire nach Mapia, 117 km, Uni- po, 24.VII.1996 (11 SMNS); Irian Jaya, Nabire 50 km 5; Road Pusppensaat, 3°29,5'5-135°43,8'’E, 250-700 m, IV- V11.1995 (35 NME, 3 CB); Irian Jaya, Nabire, Pemuki-
man, 17.8.1991 (1 SMNS); Irian Jaya, Nabire Distr., 150 mNN, Camara River, VIII.1998 (2 NME); Irian Jaya, Jayapura Prov., Lereh, 300-550 m, 25.1.1996 (3 ZSM); Irian Jaya, Wapega River, Asori km 64, Kwadewa Camp, 2°49'5-136°28'E, 10.1.1999 (2 NME); Irian Jaya, Jayapura, Lake Sentani, Südufer, 100 mNN, VI.1998 8 NME); Irian Jaya, Jayapura, Sentani, Cyclop Mts., 300 m, 19.- 1.9.1990 (1 SMNS); W.-Neuguinea, Jayapura, Cyclop Mts., nr. Sentani, 400 m, 13.9.-6.10.1990 (1 D.A.Pollock Coll.); New Guinea (NW), Ifar, Cyclops Mts., 300-500 m, 23.-25.V1.1962 (1 BMH); Irian Jaya, Baliem Dist., Kan- gime, 1500-1600 m, 3.9.1990 (36 SMNS); W.-Neuguinea, Baliem Valley, 1500 m, Kanggime, 3.-5.9.90 (2 D. A. Pollock Coll.); Irian Jaya, Testega, 1200 m, 31.111.- 12.1V.1993 (5 SMNS); Nieuw Guinea, Tami Rivier, Hollandia 1900 (1 TIM); Nova Guinea, Arfak (1 TIM); Waga Waga near Wamena, Irian Jaya (8 CM); Irian Jaya: Meydoudga, 1200-1400 m, 5.IV.1993 (2 SMNS); Irian Jaya, Fakfak Prov., ca. 20 km W. Timika, SP7, 30 m, 8.- 11.1.1996 (8 ZSM); Irian Jaya:8kmöstl Fakfak, 19.VI1.1996 (1SMNS); Irian Jaya: Manokwari, Ransiki, Mayuby, 26.-30.9.1990 (7 SMNS); Irian Jaya: Manokwari, Gn. Meja, 22.-23.9. 1990 (1 SMNS); Irian Jaya: Manokwari, Membey, 800-1200 m, 31.8.1991 (1 SMNS); Irian Jaya: Anggi, Tetaho, Iranmeba, 1500-1700 m, 25.11.1993 (1 SMNS); Irian Jaya, Sorong Prov., Kec Salawatti, Kal- obo, Walir Is, ca. 0-20 m, 20.X.1996 (4 ZSM); Irian Jaya, Sorong Prov., Batanta Is., Weylebet, 0-100 m, 28.X.- 2.X1.1996 (1 ZSM); Irian Jaya, Sorong Prov., Batanta Is- land, Yenanas, 0-50 m, 4.X1.1996 (1 CB); W-Papua, Raja Ampat Prov., Batanta Is., Waywesar, 0°45'26"S- 130°46'55"E, 12.-15.1.2004, UWP (1 NME); Raja Ampat Prov., Batanta Os. mer., 12 km W Weilebet, 0°54'54"S- 130°24'15"E, 20.1.2004 (2 NME); Raja Ampat Prov., Sala- wati Is. bor., Kallam, 0°57'11"S-130°40'11"E, 21.-24.1.2004 A. Skale (1 NME); Raja Ampat Prov., Waigeo Is., Lopin- tol 0°07'54"S-130°53'45"E, 11.1.2004 (3 NME); Roon [2°23'5-134°33’E] (1 MNHP); N. Dutch New Guinea, Weigeu, Mt. Nok, V1.1938 (| NHM); Irian Jaya: Japen Is., Serui, Mantembo, 300-800 m, 6.-9.9.1991 (1 SMNS); Irian Jaya, Japen Is., Serui n. Ambeidiru, 1000 m, 5.VIN.1996 (1 SMNS). — Bismarck-Archipel: N. Irland (4SMTD); Nouv. Irlande (1 MNHP); Anir Is., New Ireland, 10.10. 1959, in Fallen, Sago Palm (1 TTM); New Ireland, Schleinitz Mts., Lelet Plateau, Oct.1959 (1 BMH); New Ireland, Lemkamin, 17.April 1962 (1 TIM); New Ireland, Lower Kait River, VII-7-1956 (5 BMH); New Britain, Gazelle Pen., Bainings: St. Paul’s, 350 m, Sept. 6,1955 (3 BMH); New Britain, Gazelle Pen., Upper Wa- rangoi, Illugi, 230 m, 8.-11.XII.1962 (8 BMH); Gazelle Pen., Upper Warangoi, 350-600 m, 28.-29.X1.1962 (3 BMH); New Britain, Gazelle Pen., Gaulim, 140 m, 19.-20.X1.1962 (3 BMH); New Britain, Silanga, Nakanai Mts., 150 m, Aug.2,1956 (2 BMH); N. Pommern [New Britain] (3 SMTD, 2 NMHUB); Neu Pommern, Herberts- höhe, Matupi, XI1.1900-V.1901 (5 NMHUB); Neu Pom- mern, Herbertshöhe, Matupi, XII.19.00-V.1901, Amaryg- mus foveoseriatus Frm., Hans Gebien det. (1 NHMB, 3NMHUB); Matupi (8 SMTD, 4 NMHUB); Neu Pom- mern, Kinigunang (2? NMHUB, 2 ZSM); Neu-Britannien, Ralum, 8.1.97 (2? NMHUB); New Britain, Yalom, 1000 m,
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10. May 1962 (1 TTM); dito, aber 12. May 1962 (1 TTM); New Britain, Mt. Sinewit, 3500 ft., 27.6.-17.9.1963 (3 ANIC); Bismarck Isl., Mussau, Schadel Bay, 15 Feb- ruar 1962 (1 TIM); Nouv. Bretagne, Olaipan, 800 m, VII.1979 (1 NHMG). — Molukken: Key Is. (3 MNHP, 2 CB); Key, Dietysus Papuanus Frm., Amarygmus morio, Dr. Z. Kaszab det. 1957 (1 NMHUB); Aru Is. (4 ZSM); Buru Is. (1 MNHP); Maluku, Is. Morotai, W. Daruba. Raja, 50-100 m, 16.-19.X1.1999 (3 SMNS, 1 CB). — Sula- wesi: Menado (Bremer 2004c, 219)
Amarygmus bicolor (Fabricius, 1775) Abb. 2A-H
Erotylus bicolor Fabricius, 1775: 124
Amarygmus torridus Pascoe, 1869: 351; [syn.]: Carter 1913: 32
var. torridus Pascoe, 1869 (Gebien 1943: 509) [nicht violett gefärbte Punkte der Punkte der Punktreien der Flügeldecken]
Amarygmus tardus Blackburn, 1889: 1271; [syn.]: Gebien 1943: 505.
Typus. Typus, gut erhalten, von Erotylus bicolor Fabri- cius in der Banks Collection des NHM. Er ist bezeichnet: Erotylus Bicolor, Fabr. Entom. p. 121 n. 8.
Diagnose. Große, breite, geflügelte Art, die durch die hochgewölbten, breiten Flügeldecken und durch die großen, meist violett oder blau gefärbten, weit voneinander entfernt liegenden Punkte der Punkt- reihen ausgezeichnet ist. Halsschild breit, relativ flach, sehr fein punktiert. Kopf mit einer nurschwach median eingeschnittenen Stirnnaht. Diese sehr cha- rakteristische Art ähnelt in Größe und Form Ama- rymus pascoei (Gebien, 1911), der aber im Gegensatz zu bicolor oberflächliche, durchgehende Streifen mit mittelgroßen Punkten auf den Flügeldecken auf- weist. Außerdem ist die Oberseite von pascoei im Gegensatz zu der von bicolor matt.
Nachbeschreibung
Maße. Länge: 9,87-12,93 mm. Breite: 6,07-8,27 mm. Relationen. Halsschild: Breite/Länge 1,84-2,03; Breite Hinterecken/Breite Vorderecken 1,74-1,83. Flügeldecken: Länge/ Breite 1,32-1,37; Länge Flügel- decken/Länge Halsschild 3,78-4,00; maximale Brei- te Flügeldecken/maximale Breite Halsschild 1,39- 1,54.
Farbe. Flügeldecken mikroretikuliert und fettig glänzend, grün-golden; Punkte der Punktreihen violett oder blau gefärbt, gelegentlich auch ungefärbt (= var. torridus Pascoe). Kopf und Halsschild schwarz, glänzend. Fühler braun. Unterseite schwarzbraun, glänzend. Femora deutlich heller braun als Unter- seite; Tibiae wie Femora gefärbt; Tarsen etwas heller braun.
Kopf. Stirn mittelbreit; etwas breiter als die
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Länge des 3. Fühlergliedes (wie 27:24). Wangen aufgebogen. Stirnnaht nur median und dort sehr schwach eingeschnitten. Clypeus vorgezogen, längs schwach gewölbt. Clypeus und Stirn mit feinen Punkten. Mandibeln außen gefurcht, bifid.
Halsschild. Breit, kurz. Für Amarygmus-Arten nur gering gewölbt. Seiten verengen sich verrundet nach vorne. Vorderrand etwas ausgeschnitten. Sei- tenränder und Vorderrand durchgehend gerandet. Bei Blick von oben sind die Randungen der Seiten schmal zu sehen. Bei lateraler Betrachtung haben die Vorderecken einen Winkel von etwa 85°, die Hinterecken sind deutlich stumpfwinklig. Obersei- te mit sehr feinen Punkten.
Scutellum. Dreieckig, mit etwas verrundeten Seiten. Wie Halsschild punktiert.
Flügeldecken. Breit, etwas länglich oval, längs und quer hoch gewölbt. Gröfßste Breite und Höhe etwa in der Mitte. Schultern nur wenig entwickelt. Enden der Flügeldecken gemeinsam verrundet. Seitenrandkanten von oben sehr schmal in den vorderen Dritteln sichtbar. Auf der Oberfläche Punktreihen sehr großer, weit voneinander entfernt. positionierter Punkte, deren Grund sowie die abfal- lenden äußeren Partien der Punkte meist violett oder blau gefärbt sind, wenige Punkte haben auch eine längliche Form; in der 4. Reihe etwa 16 Punkte. In- terstitien nicht gewölbt, aber mit feinen Punkten, die auch kreisförmig um die Punkte der Punktreihen angeordnet sind.
Prosternum. Vorderrand aufgebogen, zur Apo- physe hin leicht eingezogen. Apophyse vorne fast auf derselben Höhe wie neben den Procoxae, hinter den Hüften leicht herabgebogen, aber deutlich kau- dad vorgezogen; neben den Hüften nur wenig verbreitert und Ränder nur gering angehoben, Fur- che dazwischen deshalb sehr flach; hinter den Hüften verengen sich die Seiten; apikal - nach einer kleinen Stufe lateral - schmal verrundet.
Mesosternum. Vorderrand des hinteren Teils median deutlich ausgeschnitten; seitlich sind die Ränder des Ausschnitts vorne wulstartig aufgebo- gen, mit scharfer Begrenzung nach hinten. Medianer Teil des hinteren Mesosternum deutlich gegenüber den Seiten durch glatte Oberfläche abgesetzt. Metasternum. Vorderrand zwischen den Mesocoxae breit verrundet und dick gerandet. Scheibe nur mit winzigen, schütter stehenden Punkten. Mittellinie von hinten nach vorne bis zum Beginn der Apophy- se eingeschnitten, dort in einer etwas stärkeren Vertiefung endend.
Sternite. Ränder der Apophyse spitzbogig, stark gerandet. Scheiben der Sterniten 1+2 mit kleinen, flachen Punkten mit mikroretikuliertem Grund, mäßig dicht stehend. Hintere Sternite mit winzigen Punk- ten. Analsternit beim d apikomedian mit Eindruck.
G H E
Abb.2. Amarygmus bicolor (Fabricius, 1775). A. Habitus. B. Körper seitlich. C. Kopf und Halsschild. D. Prosternal- apophyse. E. Fühler. F. Aedoeagus seitlich. G. Aedoeagus ventral. H. Aedoeagus dorsal.
Fühler. Relativ kurz; zurückgelegt überlappen sie etwa 20 % der Flügeldecken. Die Fühlerglieder 7-10 sind apikal etwas stärker zur Innenseite als zur Außenseite hin verbreitert. 11. Glied apikal verrun- det. Die Längen und Breiten der Fühlerglieder 1-11 verhalten sich wie 17:10% / 8:7 / 24:7 / 15:7% / l6=77221111627.241.7.:10:/ 16:411./17:11,/ 16:11 / 2 E
Beine. Femora zu den zweiten Dritteln hin keulenförmig verdickt. Protibiae außen angedeutet gekrümmt, innen etwas stärker gekrümmt; Meso- und Metatibiae leicht gekrümmt. Pro- und Mesoti- biae innen apikal mit einem Feld dicht stehender, anliegender Haare bei dd. Protarsomeren bei dd nicht verbreitert, aber Pro- und Mesotarsomeren 1-3 auf den Sohlenflächen mit einem bürstenartigen Haarbesatz. Die Längen der Protarsomeren 1-5 sind 8:8:7:7:30, die der Mesotarsomeren 1-5 sind 15:12:9:8:31, die der Metatarsomeren 1-4 sind 34:15:10:31.
Material. Normanton [17°40'5-141°05'E], Australie (27 MNHP); Cairns, Queensland, 22.11.15 (18 CB); N. Holl., Fetting (15 ZSM); Queensland (1? MNHP); Austr. (15 MNHP); W. Australia, Yilgarn (13 MNHP).
Amarygmus micans (Fabricius, 1794) Abb. 3A-I
Chrysomela micans Fabricius, 1794: 447
Amarygmus micans: Dalman 1823: 60
Amarygmus fulgiditessellatus Blanchard, 1853: 179; [syn.]: Gebien 1911: 577
Amarygmus variicolor Fairmaire, 1893: (1893a, 59); [syn.]: Gebien 1943: 578
Amarygmus apicalis Pic, 1915: 240 [syn. nov.]
Amarygmus reductecupreus Pic, 1952: 2; [syn.]: Bremer 2001b: 85
Typen. In der Sammlung der Universität Kiel, depo- niert im Zoologischen Museum der Universität Kopen- hagen, finden sich 3 Syntypen, deren Zustand nicht sehr gut ist, von denen aber zwei beurteilt werden können. Sie tragen gemeinsam das in Abb. 3I abgebil- dete handschriftliche Etikett auf vergilbtem Papier, dazu maschinengeschrieben: Kiel 1.428.30. Die Tiere gehören mindestens zwei verschiedenen Amarygmus- Arten an, davon eines, das dem bisher als Amarygmus micans (Fabricius) betrachteten Taxon entspricht. Ich habe dieses Tier als Lectotypus ausgezeichnet. Ein Pa- ralectotypus entspricht Amarygmus splendidulus (Fabri- cius, 1801). Dem dritten Paralectotypus fehlt die rechte Flügeldecke, es ist verdreckt, und durch eine übergroße Nadel so stark gefährdet, daß eine Entfernung der Na- del zur Reinigung, Untersuchung der Unterseite oder für weitergehende Untersuchungen, die die Identität
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dieses Taxon klären könnten, unterbleiben mußten.
Ich konnte des Typus von fulgiditessellatus Blan- chard untersuchen und kann die von Gebien aufgezeig- te Synonymie bestätigen. Ebenso konnte ich den Typus von Amarygmus variicolor Fairmaire untersuchen; er ist bezeichnet: “Schwaner, Borneo; Typus”. Auch diese Synonymie kann ich bestätigen. Auch beim Typus von Amarygmus reductecupreus Pic konnte ich keine Unter- schiede zu Amarygmus micans Fabricius finden.
Bei dem Typus von Amarygmus apicalis Pic handelt es sich um ein extrem unreifes Tier, das folglich die charakteristische Färbung von micans nicht aufweist; weitere Unterschiede konnte ich nicht erkennen. Der Typus von apicalis (deponiert im MNHP) weist folgende Etikettierung auf: (gedruckt) Mindoro, Ins. Philippine, (Dr. Platen); (handschriftlich) type; (gedruckt, rotes Papier) TYPE; (handschriftlich) Amarygmus apicalis Pic; (gedruckt) Museum Paris Coll. M. Pic.
Tiere von den Sula-Inseln, Insel Mangole [nordliche Molukken], zeigen etwas geringer purpurne Reflexe auf der Oberseite als die Tiere der Großen Sunda-Inseln, der Malayischen Halbinsel oder der Philippinen; weitere Unterschiede konnte ich nicht erkennen. Gelegentlich findet man aber auch oben einheitlich blau gefärbte Tiere, besonders auf Sulawesi. Weitere Unterschiede gegenüber den typisch gefärbten Tieren konnte ich nicht finden.
Auf den Philippinen kommt sympatrisch ein Taxon vor, das außerordentlich ähnlich A. micans (Fabricius) ist und welches Pic 1938 als Amarygmus micans var. cya- neipennis beschrieb. Dieses Taxon besitzt nicht die bril- lant purpurnen Reflexe von A. micans (Fabricius), und es hat in den Streifen etwas größere Punkte als micans. Dieses Taxon kommt auch auf Taiwan vor. Ich betrach- te dieses Taxon als separate Art (Bremer 2004a, 20).
Nachbeschreibung
Maße. Länge: 4,90-5,93 mm. Breite: 2,53-3,20 mm. Relationen. Halsschild: Breite/Länge 1,73-1,81; Breite Hinterecken/Breite Vorderecken 1,67-1,71. Flügeldecken: Länge/Breite 1,38-1,55; Länge Flügel- decken/Länge Halsschild 3,51-3,81; maximale Brei- te Flügeldecken/maximale Breite Halsschild 1,31- 1,36.
Farbe. Stark farbig irisierende Flügeldecken und Halsschild, wobei besonders intensive violette, grünliche und goldene Farben je nach Winkel des Lichteinfalls überwiegen; selten finden sich auch oben einheitlich blau gefärbte Exemplare. Stirn grün; leicht mikroretikuliert. Femora und Tibiae schwarz bis schwarzbraun. Unterseite schwarz; die ersten 6 Fühlerglieder braun, die restlichen schwarz.
Kopf. Stirn relativ schmal; die Breite der Stirn entspricht etwa der Länge des 2. Fühlergliedes. Wangen nur gering entwickelt und nur sehr wenig gewölbt, so daß die Fühlerwurzeln weitgehend frei liegen. Stirnnaht schmal eingeschnitten; bei einzel- nen Exemplaren auch leicht eingedrückt. Clypeus vorgezogen, flach, auf derselben Ebene wie die Stirn
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liegend; Stirn und Clypeus klein, flach, nicht sehr dicht punktiert. Mentum umgekehrt trapezförmig; median, nach vorn zunehmend, gewölbt. Halsun- terseite sehr deutlich mikroretikuliert, eingestreut sind sehr flache, mittelgroße Punkte. Mandibeln außen gefurcht, bifid.
Halsschild. Nicht sehr breit; querüber deutlich gewölbt; auch längs gewölbt. Seitenränder und Vorderrand durchgehend gerandet. Bei Blick von oben sind die Randungen der Seiten hinten schmal zu erkennen, vorne erscheinen sie extrem schmal], oder sie sind von oben unsichtbar. Seiten verengen sich apikad verrundet. Vorderrand sehr leicht aus- geschnitten. Vorderecken, von der Seite betrachtet, mit Winkeln von etwa 110°, Hinterecken etwas stumpfwinkliger. Oberseite mit sehr kleinen Punk- ten; einige Exemplare haben eine mikroretikulierte Oberfläche, andere nicht.
Scutellum. Dreieckig, mit etwas verrundeten Seiten; fein punktiert.
Flügeldecken. Länglich oval. Quer stark ge- wölbt, längs deutlich gewölbt. Größte Breite und Höhe etwas vor der Mitte. Schultern angedeutet entwickelt. Enden der Flügeldecken gemeinsam verrundet. Seitenrandkanten von oben mit Ausnah- me der Schultern und des Apex sehr schmal sichtbar. Auf der Oberfläche etwas eingedrückte Streifen, mit eng stehenden, meist runden, kleinen Punkten, ab der 3. Reihe etwas unterschiedlich weit voneinander entfernt, Abstände voneinander entsprechen etwa den %- bis 2-fachen der Punktdurchmesser; in der 4. Reihe etwa 37 Punkte. Interstitien auf der Scheibe sehr leicht, seitlich stärker gewölbt; nicht sehr dicht, aber deutlich punktiert.
Prosternum. Vorderrand durchgehend aufge- bogen, median in einen stumpfen Winkel zusammen stoßend. Apophyse mittelbreit; Seiten neben den Hüften etwas verbreitert und Seitenränder deutlich ventrad aufgewölbt, median dazwischen tief ge- furcht; Apophyse hinter den Hüften, leicht geneigt, kaudad vorgezogen; Seitenränder hinter den Hüften etwas angehoben und leicht verengt; apikal breit verrundet; da die Mitte apikal etwas angehoben ist, entsteht bei nicht ganz orthograder Betrachtung der Eindruck, daß der mittlere Teil apikal etwas vorsteht; mit einigen kurz aufragenden Haaren.
Mesosternum. Vorderrand des hinteren Teils median etwas ausgeschnitten, Ränder des Aus- schnitts leicht wulstartig; seitliche Ränder verengen sich etwas nach hinten; mit einigen kurzen, aufra- genden Haaren.
Metasternum. Vorderrand zwischen den Meso- coxae breit verrundet und dunkel gerandet. Hinter dem Vorderrand und hinter den Hüften finden sich nicht sehr dicht stehende Punkte; Scheibe seitlich mit schütter stehenden, feinen Punkten; median
Abb. 3. Amarygmus micans (Fabricius, 1794). A. Habitus. B. Körper seitlich. C. Kopf und Halsschild. D. Fühler. E. Prosternalapophyse. F. Aedoeagus seitlich. G. Aedoeagus ventral. H. Aedoeagus dorsal. I. Handschriftliche
Auszeichnung des Typus.
findet sich in den hinteren 60 % ein sehr breiter Eindruck, der bei dd sehr dicht behaart ist. Haare schräg aufragend.
Sternite. Vorderränder der Apophyse zwischen den Metacoxae schmal spitzbogig; gering gerandet. Sternite besonders seitlich und an den Vorderrändern der Segmente längs geriefelt. Insgesamt fein und weitläufig punktiert. Auf dem Analsterniten etwas enger punktiert, dort mit kurzen, feinen, leicht auf- gerichteten Härchen.
Fühler. Lang. Etwas kürzere Fühler bei ?? als bei dd. Bei dd überlappen sie zurückgelegt etwas die Mitte der Flügeldecken. 11. Fühlerglied apikal schmal verrundet. Die Längen und Breiten der Fühlerglieder 1-11 bei einem d sind 18:7 / 8:6 / 17 S00/514:61/2172:7.12.17:7..20:9,5./7.17:10/7.172:11,717 Sl Z2 1:
Beine. Von mittlerer Länge; ziemlich dünn. Pro- und Mesotibiae annähernd gerade; Metatibiae in den basalen 40 % dünn und annähernd gerade, dann leicht gekrümmt, innen in den apikalen Hälften mit schräg abstehenden Borsten. Die Längen der Protar- someren 1-5 sind 9:8:6:5:23, die der Mesotarsome- ren 1-5 sind 16:12:9:6:24, die der Metatarsomeren 1-4 sind 48:18:9:24. Die dd haben bürstenartige Behaarung an den Unterseiten der ersten 3 Protar- someren; auch die Protarsomeren 1-3 der dd sind etwas länger und breiter als die der ??.
Material. Sumatra: Prov. Aceh-Selatan, Babahrot, 100 m, 15.-20. 8 1983, J. Klapperich leg. (27 TTM, 2 CB); Sumatra: Palembang (1 MNHP) - N-Sumatra, Dolok Merangir, VIL.-VII.1981, Diehl leg (1 SMNS). - Siburut Is.: Muara Siburut, I. 1991, leg. J. Matejicek (8 TIM, 1 CB); Sinabang; Lasikin (Gebien 1914). — Nias Is.: Ost- küste, Lawalo, an Porlingen, 26.9.1979, Erber leg. (7 SMNS, 2 CB); Gunung Sitoli, Nias, I. Z. Kannegieter (2 MNHP). - Borneo: Kalimantan Barat, Telukmelano, at light, No. 5, 16. VII. 1993, leg. O. Merkl (1 TTM); Borneo Occ., Pontianak, 1898 (3 MNHP); Born&o Occ., Goenung Ampar, Mulot 1897 (1 MNHP); Sabah W., Bongawan Umgebung; 12. V.1999,M. Snizek leg. (3 CB); Sarawak, 1865-66, Coll. Doria (1 ZSM); Sarawak, Kapit Dist., Rumah Tuan Village, Baleh River, 2.-3. II. 1994, J. Horäk leg. (1 CB); Sarawak, Sibu, 25.VIII.1966, ]. Renaud leg. (95, 72? MNHP); Borneo, Sarawak, 1865-66 (1 MNHP); Kuching, J. E. A. Lewis, 1910-116 (1 NHM); Sarawak, Kuching, Santubong, 8.-9. 3. 1990, leg. A. Riedel (1 SMNS); Borneo, Brunei (3 MNHP). - Malaysia: Tai- ping, IV. 79, K. C. Liew (1 HNMG); Selangor, Penchala, pres Kuala Lumpur, 5. X. 69, R. Pilet (1 HNMG); Perak, Pulau Pangor (central part of the Is.), 26.-28.1.1995, 1gt. S. Beevar J] &S (7 SSB, 2 CB); Singapur (2 MNHP). - Java: W. Java, Charita env., ca. 300 m, 6.-10.IV.1996, E. Zajicek leg (1 NHMB). -— Sulawesi: Sulawesi Utara, Tangkoko N. P., Parey, on coast, 29.X.1985, at light, R. Ent. Soc. Lond., Project Wallace, B.M.1985-10 (1 NHM); Sulawesi Tengah: Nr. Morowali, Ramu River Area; 27.1.- 20.IV.1980, Vert. Series, 20 m, actinic, code: 24.11.80; S. L. Sutton, C.J. Rees, B.M.1980.281; 490 (14 NHM). - Phi- lippinen: Iligan, Mindanao, Baker (1 ZSM); Zamboanga,
51
Mindanao, Baker (1 ZSM); Leyte, SW Abuyog, river bank, 28. 11. 1991, leg. Schawaller & al. (5 SMNS, 2 CB); Leyte, Visca N Baybay, sec. Forest, 100-200 m, 21. 2.1991, leg. Schawaller & al. (10 SMNS, 2 CB); Leyte, VIIL.98, Whitehead (2 MNHP). - Sula-Archipel [nördliche Mo- lukken]: Mangole, VII-X1.1977, V. & G. Wegener (21 NHMEB, 6 CB). - Aru Is. [südliche Molukken]: Aru Is., Eigner 1911 (13 ANIC). - Mariana Is. [Pacific]: Rota Is., Jungle Road, 25. Jan. 1989, M. Tomokuni 2 CM, 1 CB); Mariana Isls, Rota Is., north pasture nr. airport, 25. Jan. 1989, M. Tomokuni (1 CM); Rota Is, 25.V1.1982, M. Ha- sagawa (2 CM); Mariana Isls., Rota Is., Liju, 24. Jan.1980, M. Tomokuni (1 CM).
Amarygmus splendidulus (Fabricius, 1801) Abb. 4A-I
Chrysomela splendidula Fabricius, 1801: 440
Amarygmus splendidulus, Gebien 1906: 226
Amarygmus multicolor Fairmaire, 1882: 248; [syn.]: Gebien 1943: 504.
Typus. Holotypus von Crysomela micans Fabricius, Ö, ZMK. Er ist beschriftet: (gedruckt auf rotem Papier) Type; (handschriftlich, weißes Papier) Sumatra, Dal- dorff Mus. S 890 L; Chrysomela splendidulus F.; Copenha- gen 1.440.110. Der Holotypus ist gut erhalten. Die Sy- nonymie mit Amarygmus multicolor Fairmaire kann ich nach Inspektion des Typus von multicolor bestätigen.
Anmerkung. Gebien publizierte 1906, dafs eine häufig auf den Großen Sunda-Inseln sowie der Malayischen Halbinsel vorkommende Amarygmus- Art auf Chrysomela splendidulus Fabricius zu beziehen ist. Durch Gebien bestimmte Exemplare dieser Art finden sich in vielen Sammlungen. Gebien gab jedoch weder eine Nachbeschreibung noch publizierte er eine Abbildung.
Diagnose. Kleine, glänzende, irisierende Art, breit oval, mit hochgewölbten Flügeldecken und Punkt- reihen kleiner Punkte sowie ebenen Interstitien; mit sehr schmaler Stirn, kaum entwickelten Wangen und breitem Halsschild.
Sehr ähnlich ist der gleich große Amarygmus diversetinctus Pic, 1925 aus Java. Von splendidulus unterscheidet sich diversetinctus durch eine einheit- lich blaugrüne Farbe der Flügeldecken und eine einheitlich blauschwarze Farbe des Halsschildes (beide sind ohne die irisierenden Farben, die splen- didulus charakterisieren), sowie durch eine etwas breitere Stirn. Die Unterseite und die Aedoeagi beider Arten sind sehr ähnlich. Es kommen aber mehrere gleich große, sehr ähnliche, unbeschriebene Arten auf den Großen Sunda-Inseln und auf der Malayischen Halbinsel vor. Deshalb ist zur Abgren- zung eine ausführliche Nachbeschreibung mit Ab- bildung unumgänglich.
52)
Ähnlich ist auch der wesentlich größere Ama- rygmus aeneolus Fairmaire, 1893, der neben ähnlicher Gestalt mit stark glänzender, irisierender Oberseite auch Punktreihen auf den Flügeldecken und eine sehr schmale Stirn aufweist. Diese Art unterscheidet sich aber neben der Größe im männlichen Geschlecht durch sehr dicht und lang behaarte Prosternum und Mesosternum, die splendidulus fehlen. Ähnlich ist auch der etwas größere Amarygmus consocius Gebien, 1943, dessen Punkte der Punktreihen auf den Flü- geldecken aber wesentlich größere Abstände von- einander aufweisen, als sie bei splendidulus gefunden werden. Die Stirn ist bei consocius noch schmaler als bei splendidulus.
Nachbeschreibung
Maße. Länge: 4,90-5,93 mm. Breite: 3,20-3,80 mm. Relationen. Halsschild: Breite/ Länge 1,97-2,26; Brei- te Hinterecken/Breite Vorderecken 1,68-1,78. Flü- geldecken: Länge/Breite 1,30-1,41; Länge Flügelde- cken/Länge Halsschild 3,70-4,09; maximale Breite Flügeldecken/maximale Breite Halsschild 1,32-1,39.
Farbe. Halsschild blaugrün bis blau, stark glän- zend, bei schrägem Lichteinfall purpurn bis golden irisierend. Flügeldecken auf dunklem Untergrund je nach Lichteinfall deutlich purpurn, grün, goldgelb irisierend. Unterseite braun, glänzend; dabei glänzt das Metasternum deutlich stärker als die Sternite, die mikroretikuliert sind. Beine braun. Mentum und Palpen heller braun, ebenso die ersten 5 Glieder der Fühler, deren Farbe dann graduell apikad in ein glänzendes Schwarz übergeht.
Kopf. Augen sehr groß. Stirn sehr schmal; etwa so breit wie das 2. Fühlerglied lang. Wangen sehr schmal, gering entwickelt; sie lassen die Fühlerbasis fast ganz frei; nur wenig gewölbt. Stirnnaht leicht eingedrückt und median etwas eingeschnitten. Clypeus mittelweit vorgezogen; quer etwas gewölbt. Clypeus und Stirn fein punktiert. Endglieder der Maxillartaster groß, kahnartig, am Ende abgeschnit- ten. Mentum groß, umgekehrt trapezförmig; seitliche Ränder stark glänzend, übrige Teile matt, vorn querüber breit gewölbt.
Halsschild. Sehr breit und kurz. Querüber deut- lich gewölbt, längs etwas gewölbt. Seiten verengen sich verrundet nach vorne. Vorderrand etwas aus- geschnitten. Vorderrand und Seitenränder durchge- hend gerandet, aber Randungen der Seiten schmaler als die des Vorderrandes. Bei Blick von oben sind die Randungen der Seiten nur hinten sehr schmal sichtbar. Bei lateraler Betrachtung sind die Vorder- ecken verrundet, annähernd rechtwinklig, die Hin- terecken sind stumpfwinklig. Oberfläche sehr fein, unregelmäßig und schütter punktiert.
Scutellum. Dreieckig, mit einigen winzigen Punkten.
0000000000000 000000000000° o0o0o0000000 oo
0,5mm
H
Abb. 4. Amarygmus splendidulus (Fabricius, 1801). A. Habitus. B. Körper seitlich. C. Kopf und Halsschild. D. Pro- sternalapophyse. E. Aedoeagus seitlich. F. Aedoeagus ventral. G. Aedoeagus dorsal. H. Fühler Männchen. I. Fühler
weiblich.
Flügeldecken. Etwa eiförmig; quer und längs hoch gewölbt. Größte Höhe und Breite kurz vor der Mitte. Schultern etwas entwickelt. Enden der Flü- geldecken gemeinsam verrundet. Seitenrandkanten bei Ansicht von oben nur in den vorderen Hälften sehr schmal sichtbar. Auf der Oberfläche Punktrei- hen kleiner, deutlicher Punkte; Abstände der Punk- te voneinander in der 4. Reihe entsprechen etwa den 2- bis 3-fachen der Punktdurchmesser; in ihr etwa 32 Punkte. Interstitien eben, mit winzigen, nicht sehr dicht stehenden Punkten.
Prosternum. Sehr kurz, zwischen Vorderrand und Procoxae nur ein sehr kurzer Abstand. Apo- physe breit, zwischen den Hüften etwas verbreitert; seitlich breit gerandet; apikal kurz hinter den Hüften breit verrundet abgeschlossen; mit einigen dünnen Haaren.
Mesosternum. Vorderteil stark heruntergedrückt, mit senkrecht abfallenden Wänden zwischen Hinter- und Vorderteil. Hinterer Teil median vorne breit V-förmig ausgeschnitten, mit feinen, kurzen, wenig geordneten Haaren.
Metasternum. Mesocoxae weit voneinander getrennt. Scheibe quer etwas gewölbt, längs schwach gewölbt; auf ihr, schütter angeordnet, anliegende Härchen. Mittelnaht bis über über die Mitte nach vorn sichtbar. Vorn ist das Metasternum weitläufig,
mittelgroß punktiert, hinten mit sehr kleinen, schüt- teren Punkten. Hintere Quernähte vor den Metaco- xae punktiert.
Sternite. Median sehr klein und weitläufig punktiert; lateral unpunktiert. Auf dem Analsterni- ten sehr kleine (an der Grenze der Sichtbarkeit bei 50-facher Vergrößerung), anliegende Härchen.
Fühler. Zurückgelegt überlappen die Fühler das vordere Drittel der Flügeldecken; die ersten 7 Glie- der filiform; die Glieder 8 bis 11 depress und die Glieder 8 bis 10 apikad verbreitert; letztes Glied asymmetrisch längsoval. Längen zu Breiten der Fühlerglieder 1-11 verhalten sich wie 13:3 / 4,5:3 71052897,.823.77:237,9249210:5,57210:5 59:57 9-55,/,. 1125,53:
Beine. Femora angedeutet keulenförmig, sehr fein und weitläufig punktiert. Tibiae schmal; Au- ßenkanten verrundet. Protibiae annähernd gerade. Mesotibiae innen gerade; außen sehr leicht ge- krümmt; in den apikalen Hälften anliegend, kurz behaart. Metatibiae außen deutlich gekrümmt; innen basal zunächst gerade, dann bis zum Apex etwas ausgeschnitten, dort mit kurzen, etwas apikad ge- richteten, nicht sehr dicht stehenden Borsten. Die Längen der Protarsomeren 1-5 sind 4:4:3%%:3:12, die der Mesotarsomeren 1-5 sind 10:4%:4:3:12, die der Metatarsomeren 1-4 sind 23:9:3:12.
33
Material. Simalur Is.: Sinabang (Gebien 1914). — Nias Is.: Kalim Bungo, M. Nias, 1ste sem. 96, R. Mitschke (2MNHP); Lahago, Centraal Nias, 4.11.-1.111.1896, I. Z. Kannegieter (3 MNHP). — Sumatra: North Sumatra, Pematangsiantar, 20.-21. V. 1991, Jifi Moravec leg. (1 NHMB); Sumatra (Aceh), 20 km N of Ronga Ronga, 800 m, 26. Febr. 1998, L. Bocäk Igt. (1 SMNS); Nord- Sumatra, Langkat, in Baumpilzen: Polyporaceae, 24.9. 1972, Erber leg. (3 SMNS); N.O. Sumatra, Tebing-tinggi, Dr. Schultheiss (1 CB); Sumatra, Bengkhulu, 20 km südlich Muko Muko, 20 m, Urwald, Lichtfang, 16. 8. 90, Erber (2 SMNS); West Sumatra, Pelompek, (Kerinci), 13.-15. V. 1991, Jiri Moravec leg (34 HNMB); Riau Prov., Bukit Tigapuluh N. P., 0°50'S-1026'E, 18.-25. I. 2000, D. Hauck leg. (1 CL); Bedagei (4 MNHP); Siboga, X.90-111.91, E. Modigliani (1 MNHP); 5. Sumatra, Lampung Prov., Bukit Barisan Selatan Nat. Park, 5°4'5-104°4'E, 600 m, 7.-17.11.2000, J. Bezdek leg. (1 CB). - Java: Soekaboemi, W Preanger, 2000’, 1893, H. Fruhstorfer (1 MNHP). - Malaysia: Selangor, Penchala pres Kuala Lumpur, 8. IX. 69, R. Pilet (2 HNMG); Johor, Batu Pahat, Bukit Soga, 1.2.1995, Igt. S. Becvär J & S (1 SSB); Johor Endeu Riv., Selendeng env., 29.4.-6.5.93, Jeni$ & Strba leg. (3 CB); Ipoh, 20.VIII.73, G. Minet (1 MNHP); Tanah Rata, 1.VIIL.74, G. Minet (1 MNHP); Kg. Pasir, 19.V111.73, G. Minet (1 MNHP); Johor, Johor Bahru Airport, 5.V.1995. Ivo JeniS leg. (38 CB); Perak, 25 km NE Ipoh, Banjaran Titi Wangsa Mts., Mt. Korbu, 2100 m, 4.-13.111.1998, P. Cechovsky leg. (8 CB); dito, aber 27.1.-2.11.1999, 1200 m (2 CB); 90 km NE Ipoh, Banjaran Titi Wangsa Mts., Mt. Gerah, 1900 m, 1.-17.1V.2000, P. Cechovsky leg. (8 CB). — Thailand: Chumphon Prov., Pha To env., 9°48'N-98° 47'E, 1.-20. II. 1996, leg. K. Majer (2 SMNS, 1 CB); Chumphon Prov., Pha To Env., 27.11.-14.IV.19996, P. Prudek leg. (1 SSB). -— Borneo: Sarawak, Kapit Dist., Rumah Tuan Vill., Baleh River, 2.-3.111.1994, J. Horäk leg. (1 CB); Sarawak, Kapit Dist., Rumah Ugap Vill., Sut River, 3.-9.111.1994, J. Horäk leg. (4 CB); Sabah W., Cro- cker Range E., W. of Apin Apin, II. 2000, M. SniZek leg. (7 CL, 3 CB); Sabah W., Bongawan env., 12. IV. 1999, M. Snizek leg (1 CL, 2 CB); Sabah, Tambunan, 15.-20. V. 1987, Burckhardt-Löbl (1 MNHG); Malaysia, Sabah, Sepilok,. 5°52!N-117°57E, 18. VII. 99, leg. Haüser (1SMNS); Sabah, Kinabalu N. P., Headquarter, 1500- 1600 m, 11.-18. XI. 1996, leg. W. Schawaller (1 SMNS).
Anmerkungen zu Helops aeneus Olivier, 1795
Die Beschreibung durch Olivier habe ich in einer vorhergehenden Arbeit zitiert (Bremer 2001c: 256). Gebien stellte dieses Taxon als Synonym zu Ama- rygmus morio (Fabricius, 1775), ohne dieses zu be- gründen (Gebien 1920: 411). Wahrscheinlich bezieht er sich dabei auf die Beschreibung von Olivier. Diese stellt eine Beziehung zu morio Fabricius her. Vielleicht handelt es sich bei Olivier’s Beschreibung um die Beschreibung einer neuen Art, aber dieses geht nicht eindeutig daraus hervor. Das Tier, welches
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Olivier in seiner Beschreibung erwähnt, soll sich in der Banks‘ Collection befinden. Meine Nachsuche in der Banks‘ Collection des National History Mu- seum, London, ergab kein Exemplar, auch keinen Amarygmus, das als Helops aeneus Olivier ausgezeich- net ist, oder mit diesem Taxon ähnlich sein könnte, wohl aber den Typus von Erotylus morio Fabricius. Auch im Museum National d’Histoire Naturelle, Paris fand sich kein Typus von aeneus Olivier. Auch die Abbildung in Olivier’s Punlikation ergibt keine sehr klaren Hinweise zu dieser Art. Helops aeneus Olivier, 1795 = Amarygmus aeneus (Olivier, 1795) (Gebien, 1920: 411)) [taxon dubium].
Durch Weber 1801 beschriebene Amarygmus-Art
Amarygmus cuprarius (Weber, 1801) (Helops cuprarius Weber, 1801), eine häufig gesammelte, weit verbrei- tete Art, wird in den letzten 100 Jahren nach der kurzen Beschreibung von Weber meist richtig auf eine große, breite, glänzende, charakteristisch gefär- be Art mit farbigen Längsstreifen auf den Flügelde- cken bezogen. Meines Wissens hat keiner der spä- teren Autoren, der Tiere als cuprarius determinierte, die Typen von cuprarius gekannt. Auch Gebien (1906) erwähnte diese Art in seiner Arbeit über die Fabri- cius’ Typen nicht, obwohl sich die Typen von Helops cuprarius in der Fabricius-Sammlung befanden.
Zwei durch Fairmaire beschriebene Arten erwie- sen sich als Synonyme (Bremer 200la: 87). Eine weitere durch Pic beschriebene Art, Amarygmus laos- ensis Pic, 1922, kann ich als weiteres Synonym hin- zufügen.
Die Untersuchung des Typus von Amarygmus andamansis Pic, 1951 von den Andamanen zeigte, dafs dieses Taxon sehr nahe dem Amarygmus cupra- rius (Weber) steht. Ich stelle es als Subspecies zu dieser Art.
Amarygmus cuprarius (Weber, 1801) Abb. 5A-I
Helops cuprarius Weber, 1801: 40-41
Amarygmus cuprarius: Gebien 1911: 577
Amarygmus iridipennis Fairmaire, 1893 (1893a: 58); [syn.]: Bremer 2001b: 87
Amarygmus callichromus Fairmaire, 1897: 70; [syn.]: Bremer 2001b: 87
Amarygmus laosensis Pic, 1922: 304 [syn. nov.].
Typen. In der Fabricius-Sammlung der Universität Kiel [verwahrt im Zoologischen Museum der Universität Kopenhagen] finden sich 2 Syntypen von Helops cupra- rius Weber, 1801; nur etikettiert mit einem vergilbten Zettel und dem handschriftlichen Vermerk “cuprarius”
Abb. 5. Amarygmus cuprarius (Weber, 1801). A. Habitus. B. Körper seitlich. C. Kopf und Halsschild. D. Fühler. E. Prosternalapophyse. F. Aedoeagus seitlich. G. Aedoeagus ventral. H. Aedoeagus dorsal. I. Handschriftliche
Auszeichnung des Typus.
(Abb. 5I). Beide Exemplare sind gut erhalten und ein- deutig dem Taxon zuzuordnen, das später als Amaryg- mus cuprarius (Weber, 1801) angesehen wurde. Ich habe eines der Exemplare als Lectotypus Helops cuprarius Weber, 1801, das andere als Paralectotypus Helops cu- prarius Weber, 1801 ausgezeichnet. Auf eine Genitalprä- paration zur Feststellung des Geschlechts der Tiere habe ich verzichtet. Eine ausführliche Beschreibung und Abbildung von cuprarius fehlte bisher.
Der Typus von Amarygmus laosensis Pic, 1922, stark verpilzt, aber noch gut zu beurteilen, befindet sich im MNHP;} er ist wie folgt etikettiert: (gedruckt) Laos, Kan Nong, le 15 XI. 1917, R. Vitalis de Salvaza; (gedruckt, rotes Papier) TYPE; (handschriftlich) Amarygmus laosen- sis n. sp.; (gedruckt) Museum Paris, Coll. M. Pic. Dieses Taxon ist identisch mit cuprarius Weber. Die Stirn ist etwas breiter als bei der Mehrzahl der Exemplare von cuprarius, aber nicht außerhalb des Breite, die man auch innerhalb größerer Serien findet. Die Entwicklung zu einer Subspecies scheidet aus, da ich aus demselben Gebiet, in dem laosensis gesammelt wurde, zahlreiche Exemplare dieser Art mit etwas schmalerer Stirn gese- hen habe.
Diagnose. Es handelt sich bei cuprarius s. str. um eine große, flache, länglich ovale, glänzende Art mit einem großen Verbreitungsgebiet (Nepal, nördliches
Indien, Burma, Thailand, Laos, südliches China, Japan (Okinawa Inseln), Taiwan, Malayische Halb- insel, Große Sunda-Inseln, Kleine Sunda-Inseln, Sulawesi, Philippinen, südliche Molukken), die charakterisiert wird durch Steifen auf den Flügel- decken, die aus sehr dicht stehenden, mittelgroßen, verbundenen Punkten bestehen, durch annähernd ebene Interstitien, die sehr dicht und fein punktiert sind, durch dicht und klein punktierten Halsschild, durch meist schmale, aber etwas variable Stirn, kurze Fühler, durch breite, flache, apikal breit zu- gespitzte Prosternalapophyse und - ganz besonders - durch farbige Längsstreifen auf den Flügeldecken und farbig reflektierenden Halsschild; Gundfarbe meist grünlich. Auf Flores, Timor, Insel Dammar der Süd-Molukken, sowie selten in den westlichen Teilen Neu Guineas (Prov. Sorong) kommen Tiere vor, die eine pinkfarbene Grundfarbe auf der Ober- seite besitzen; wahrscheinlich bildet sich hier eine weitere Subspecies heraus. Diese Tiere werden von Gebien - auch in der Bestimmungstabelie der papua- nischen Amarygmus-Arten (Gebien 1920, 451) - fälsch- licherweise als Amarygmus mutabilis Guerin de Meneville, 1830 bestimmt.
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Bei der Subspecies iodicollis Guerin de Menevil- le, 1830 (Bremer 2001b: 87) ist die Grundfarbe der Oberseite blau bis blauviolett, wobei sich einzelne violette Längsstreifen auf den Flügeldecken finden können (diese Subspecies kommt von den Salomo- nen, Bismarck-Archipel, Neu Guinea bis hin zu den nördlichen Sunda-Inseln [Bacan Insel; Morotai] vor). Das Vorkommen auf dem nördlichen Sulawesi ist meines Erachtens fraglich.
Die Subspecies andamansis Pic weist einen gerin- geren Glanz auf der Oberseite auf (fast matt), und die farbigen Längsstreifen der Flügeldecken sind sehr diskret. Ich kann Exemplare cuprarius von dem Sula-Archipel der nördlichen Molukken nicht von Tieren der Subspecies andamansis unterscheiden. Wegen der großen Entfernung der Fundorte von- einander, nehme ich an, daß getrennt an zwei ver- schiedenen Orten es zu einer ähnlichen Entwicklung ähnlicher Oberflächenstruktur gekommen ist.
Nachbeschreibung
Maße. Länge: 9,7-11,9 mm. Breite: 5,6-6,5 mm. Relationen. Halsschild: Breite/Länge 1,87-2,03; Brei- te Hinterecken/Breite Vorderecken 1,66-1,74. Flü- geldecken: Länge/Breite 1,43-1,56; Länge Flügelde- cken/Länge Halsschild 3,59-4,09; maximale Breite Flügeldecken/ maximale Breite Halsschild 1,30-1,34.
Farbe. Oberseite glänzend; charakterisiert durch das Farbenspiel von goldgelb, grün bis violett, je nach Einfallswinkel des Lichts, wobei die Grundfar- ben, je nach Einfallswinkel des Lichts grün und nicht sehr hell rot sind. Auf dem Halsschild Farbenspiel mehr in Querrichtung, auf den Flügeldecken mehr in Längsrichtung, so daß sich farbige Längsstreifen ergeben, die aber nicht nach Interstitien der Flügel- decken verschieden sind. Stirn und Clypeus blau- grün, glänzend. Unterseite schwarz. Beine einschliefs- lich Tarsen schwarz. Fühler schwarz.
Kopf. Stirn schmal, etwas breiter als die Länge des 2. Fühlergliedes (wie 6:8,5). Die abgestzten Wangen klein, gering gewölbt. Stirnnaht über die gesamte Kopfbreite schwach eingeschnitten. Clypeus vorgezogen, seitlich sanft herabgebogen. Clypeus und Stirn fein, dicht punktiert.
Halsschild. Relativ breit, nicht sehr stark ge- wölbt. Seiten verengen sich nur gering verrundet nach vorne. Vorderrand gering ausgeschnitten. Vorderecken sind durch den Ausschnitt des Vorder- randes zwar etwas prononziert, aber sie stehen nicht deutlich vor. Seitenränder und Vorderrand durch- gehend gerandet. Bei Ansicht von oben sind die Seitenrandungen in der gesamten Länge sichtbar. Bei Blick von oben und von der Seite sind die Vor- derecken rechtwinklig, die Hinterecken — eckig — stumpfwinklig. Oberseite dicht, klein, unregelmäßig punktiert.
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Flügeldecken. Länglich oval, aber dabei ziemlich breit und flach. Größte Breite und Höhe etwa in der Mitte. Geringe Schulterbeulen vorhanden. Enden der Flügeldecken gemeinsam verrundet. Seitenrand- kanten von oben in der gesamten Länge, aber relativ schmal sichtbar. Auf der Oberseite sehr leicht ein- gedrückte Streifen, die aus sehr eng gestellten, kleinen Punkten bestehen, die sich fast berühren und bis in den Apex vorhanden sind, in der 4. Rei- he etwa 52 Punkte. Interstitien angedeutet gewölbt, fein und dicht punktiert.
Prosternum. Vorderrand aufgebogen, breit me- dian vor der Apophyse unterbrochen. Apophyse mittelbreit, Seiten neben den Hüften etwas verbrei- tert und ventrad angehoben; dazwischen median eine breite, ebene, nicht sehr tiefe Furche; hinter den Hüften kaudad vorgezogen, mit kurz subparallelen Seiten, kaum geneigt; apikal breit zugespitzt; Grund der Apophyse nahezu flach, mit winzigen, zarten Härchen.
Mesosternum. Hinterer Teil kurz, median sehr tief ausgeschnitten; seitlich beiderseits gefurcht.
Metasternum. Scheibe längs und quer etwas gewölbt, mit feinen, nicht sehr dicht stehenden Punkten. Medianlinien unterschiedlich stark einge- schnitten, bei einigen Exemplaren gar nicht, bei anderen deutlich.
Sternite. Vordere Sternite seitlich stark längs geriefelt; median dicht, fein punktiert. Sternite 4 und 5 mit feineren, aber dicht stehenden Punkten.
Fühler. Kurz; zurückgelegt etwa das erste Drit- tel der Flügeldecken überlappend. 11. Glied asymme- trisch zugespitzt. Die Längen und Breiten der Füh- lerglieder 1-11 verhalten sich wie 17:8% / 6:6% / 24:7./.153722/. 19:7 % 18: 2/19 allen 7,26:11721:102:
Beine. Von mittlerer Länge. Protibiae beim d aufsen etwas gekrümmt, innen nach 40 % basal etwas abgeknickt und verdickt; beim ? gleichmäßig gebogen und verdickt. Protarsomeren 1-3 beim d nicht verbreitert. Die Längen der Protarsomeren 1-5 sind 7:6:6:5:24, die der Mesotarsomeren 1-5 sind 15:8:8:7:25, die der Metatarsomeren 1-4 sind 39:41228:25!
Material. Malaysia: Perak, Lakatt & Pamboo, Juillet- Aout 1895 (8 MNHP); Malacca, Juillet 1908 (1 MNHP); N. of Kuala Lumpur, Templer Park, 10.-11.11.1998, S. Becvär leg. (2 SSB); E. Taiping, 500-800 m, V.VI. 1978, leg. H. Knorr (7 SMNS); Perak, Banjaran Bintang, Bukit Barapit (Taiping), 20.-23.2.1997, Oliver Dulik leg. (4 CB); dito, aber Ivo Jeni$ leg. (1 CB); Pahang, Banjaran Benom Mts., 20 km S. Kampong Ulu Dong, 1500-1900 m, 17.-23. IV.1997, P. Cechovsky leg. (2 CB); 25 km NE Ipoh, Ban- jaran Titi Wangsa Mts., Mt. Korbu, 2100 m, 4.-13.111.1998 P. Cechovsky leg. (6 CB); 90 km NE Ipoh, Banjaran Titi Wangsa Mts., Mt. Gerah, 1900 m, 1.-17.1V.2000, P.
Cechovsky leg. (1 CB); Cameron Highlands, 15-18 miles, 11 March, 1976, Coll. Kaoru Sakai (1 CA). - Sumatra: Typus von iridipennis Fairmaire, 1893, Penang (1MNHP). —- Nias Is.: Ile Nias (1 MNHP). - Java: Preanger (5 MNHP); Malang (1 MNHP); Mt. Tengger, Mme. E. Walsh (15 MNHP); Goen Halimoea (2 MNHP). - Bor- neo: Est Borneo, Maloei (1 MNHP); Sarawak, Belaga Dist., Long Linau (km 36), 17.-21.111.1990, Lgt. A. Riedel (1 SSB); Borneo: Riv. Sambeh, Fr. Biffat, 1882 (1 MNHP); Pontianak (1 MNHP); Brunei, N. Borneo (2 MNHP); Embalut, E. Kalimantan, 17. XII. 1985, S. Okada leg. (1 CA); Keningau, Sabah, 10.-20. X. 1988, M. Itoh (1 CA); Sabah W., Crocker Range, West of Apin Apin, V.1999, M. Snizek leg. (32 CL); Sabah West, 31 km N. of Tenom, 3.V.1999, M. Snizek leg (37 CL); Sabah, Bandukan Park, Keningau, 19.-27.V1.1993, Christopher Adrian (4 CB); Sabah, Banjaran Maitland, Sapulut, 22.-24.3.1994, ]. Horak leg. (1 CB). - Sulawesi: Toli Toli, Nord-Celebes, Nov.-Dec. 1895, H. Fruhstorfer (2 MNHP); S-Sulawesi, Palopo env., Puncak, V.1999, local collector (10 SSB, 3CB); S.O.-Sulawesi, Ins. Buton, Wakarumba, 3.- 7.11.1994, M. Strba & I. Jeni$ leg. (19 CB). - Kleine Sunda-Inseln und südliche Molukken: Timorland 4851 (3 SMTD); Timor, Kupang, 28.IV. 1998, Igt. M. Ni- kodym (1 SSB, 1 CB); I. Dammer (3 SMND). - Philippi- nen: Ile Boac, Marinduque Prov., R. Lumawil Igt. (29 MNHP); Philippines (1 MNHP); Basilan (| MNHP); Samar, VI.-VII.96, J. Whithead (1 MNHP); Philipp. (1 MNHP); Luzon, Camarines Sur, 12 km N of Ocampo, 800 m, 25.-27. V. 1996, Bolm leg. (9 SMNS); N. Luzon, 300 m, Ilicos Norte pr. Patapat Mts., N. of Adams, 18°30'N-120°55'E, 3.1V.2000, L. Dembicky leg. (2 CB); Sibuyan Is., Romblon, Philippines (3 CA, 1 NHMB). - Neuguinea: Sorong, Aiwasi, 800 m, 1.-11.X1.1994, V. Cihlar (1 CB). - Taiwan: Lanyu, Formosa, 5. VI. 1971, Y. Maeda (1 CA); dito, aber 21. VII. 1976, T. Kobayashi (1 CA); Kenting, 15. VIIL.1976, H. Sakaino (1 CM); For- mosa, Kenting Park, Pingtung Hsien, May 3, 1982, N. Ohbayashi (1 CM); dito, aber 3” May, 1971, K. Sakai (1 CM); Lan-yu, Hongtou, 23-II-1971, T. Mizunuma (1 CM); Is. Lanyu, Formosa, 9-IV-71, S. Takeda (1 CM). - Japan: Typen von callichromus Faimaire, 1897, Ishiga- ki Sima, Yayayama group, IX-X.1896 (2? NMHUB, 2 CB); Iriomoto Is., Uehara, 12.-15. VI. 1976, K. Kuzugami (1 CA); Ryukyu, Hateruma Is., 27. VII. 1964, T. Ito (1 CA). - Vietnam: Tonkin (3 MNHP); Hoa Binh, de Cooman (3 MNHP); 5. Vietnam, Buon Ma Thuot, 8. V. 1991, M. Itoh (1 CA). - Laos: Typus von Amarygmus laosensis Pic, Vientiane, A. Baudon, Mar. 1961 (2 MNHP); dito, VII. 1963 (1 MNHP); dto., aber IX. 1964 (6 MNHP); Laos, Vientiane, VII/XI. 1964, A. Baudon, Amarygmus laosensis Pic, det. P. Ardoin 32? NHMB); Phou Khao Khouai, Vientiane, 29. X. 1965, J. Rondon (3 MNHP); dito, aber II. 1965 (1 MNHP); Sayaburi, J. Rondon, 18. III. 1966 (1 MNHP); dito, aber 6. XII. 1966 (4 MNHP); Ban Kheun, 70 km N Vientiane, J. Rondon leg., 15. IV. 1969 8 MNHP); Ban Van Eua, Vientiane, leg. J. Rondon (4MNHP); Tonpheng, J. Rondon leg., 15. XII. 1966 (3MNHP); Nord-Laos, 20 km NW Luang Namtha, 21°09,2'N-101°18,7'E, 900-1100 m, 5.-30.V.1997 (4 SSB); Laos centr. 70km NE Vientiane, Ban Phabat env., 150 m,
18°16,1'N-103°10,9'E, 27.IV.1997, E. Jendek & O. Sausa leg. (3 SSB). - Thailand: Chumphon Prov., Pha To Env. 9°48'N-98°47'E, 27. IIIL.-14. IV. 1996, leg. K. Majer (22SMNS); Thailand, Betong, 5°45'N-101°05'’E, 23.- 25.4.1992, J. Horäk leg. (12 CB); Umpang River, 16°07'N- 99°00'E, 1000 m, 28. IV.-4. V. 91, Igt. D. Kräl (1 MHNB). — Burma: Rangon (1 MNHP). - Nepal: Nepal mer. 18. 5.1996, Chitwan-Sauraha, B. Malec Igt. (1 CB); Chitwan- Sauraha, 17.-22.5.96, B. Malec Igt. (1 SSB). - Indien: NE India, Menghalaya, W. Garo Hills, Balphakram N. P., 22.-27.V.1996, 350-550 m, 25°11'N-90°51'E, E. Jendek & O. Sausa leg. (1 SSB).
Amarygmus cuprarius (Weber, 1801) subspec. andamansis Pic, 1951
Amarygmus andamansis Pic, 1951: 15 Amarygmus cuprarius (Weber, 1801) subspec. andamansis Pic, 1951 [stat. nov.].
Typus. Holotypus, Weibchen, MNHP, beschriftet: (ge- druckt): Iles Andaman; (handschriftlich) type; (ge- druckt, rotes Papier) TYPE; (handschriftlich) Anda- manensis in litt.; (gedruckt) Museum Paris Coll. M. Pic. In der Publikation von Pic wird der Name der Art mit andamansis angegeben.
Diagnose. Die Subspecies andamansis Pic, 1951 unterscheidet sich von cuprarius (Weber) s. str. nur durch das Fehlen der sehr deutlich sichtbaren far- bigen Längsstreifen der Flügeldecken, die alle Ex- emplare von cuprarius s. str. aufweisen; außerdem ist der Glanz der Oberseite deutlich gegenüber cu- prarius s. str. reduziert. Alle anderen Merkmale einschließlich Form des Aedoeagus stimmen über- ein.
Maße. Länge: 10,69-11,47 mm. Breite: 6,13-6,53 mm. Relationen. Halsschild: Breite/Länge 1,90-2,00; Breite Vorderecken/Breite Hinterecken 1,69-1,78. Flügeldecken: Länge/Breite 1,46-1,51; Länge Flügel- decken/Länge Halsschild 3,74-3,93; maximale Brei- te Flügeldecken/maximale Breite Halsschild 1,31- 134%
Material. Iles Andaman (23 MNHP, CB); Andaman Is. Havelock I., env. of village No. 7, 11°59'N-92°58’E, 22.1V.14.V.1998, Karel & Simon Majer leg. (13 SSB, 2MHNB, 1CB).
Amarygmus cuprarius (Weber) subspec. iodicollis Guerin de MEneville, 1830
Amarygmus iodicollis Gu&rin de Meneville, 1830: 101
Amarygmus frenchi Blackburn, 1893: 97; [syn.]: Carter 1913: 34; Gebien 1920: 424
Amarygmus cuprarius (Weber) subspec. iodicollis Guerin de Meneville, 1830; [stat. nov.]: Bremer 2001b: 87
O7
Diagnose. Das Taxon iodicollis Guerin de Menevil- le, 1830 wurde von der Insel Ambon (Molukken) beschrieben. Es zeichnet sich durch eine stark glän- zende blaue oder violette Oberfläche des Halsschil- des sowie meist durch stark glänzend violette oder blaue Grundfarbe der Flügeldecken aus, wobei das erste Intervall bei den Tieren mit blauen Flügel- decken meist violett gefärbt ist. Ich habe den Typus im MNHP untersuchen können. Er ist gut erhalten und einheitlich blau; die Flügeldeckenintervalle sind dicht punktiert. Die von den verschiedenen Unter- suchern als iodicollis determinierten Tiere aus der papuanischen Region sind richtig bestimmt. Bei der Untersuchung eines großen Material von Neu Gui- nea sowie verschiedenen Teilen der Molukken fiel mir auf, daß neben blauen Tieren mit violettem ersten Intervall der Flügeldecken immer wieder, besonders von den Molukken, Tiere vorkommen, die unterschiedlich grün, violett, blaue und purpurn gefärbte Intervalle der Flügeldecken aufwiesen, dabei sind meist die einzelnen Interstitien einheitlich gefärbt, und es findet sich außerdem ein Farbspiel verschiedener Farben auf dem Halsschild, wie es für Amarygmus cuprarius (Weber) typisch ist. Auch die Form der Prosternalapophyse, die Krümmung der Protibiae bei dd, die Form des Aedoeagus und die Punktierung des Halsschildes und der Flügeldecken unterscheiden sich nicht durchgehend von Amaryg- mus cuprarius s. str.. Es besteht lediglich bei Tieren, die im östlichen Verbreitungsbereich vorkommen, eine Tendenz, daß die Reihenpunkte der Flügel- decken etwas größer werden und daß - je weiter östlicher, umso häufiger — rein blaue Exemplare vorkommen.
Sehr ähnlich und verwandt ist A. weigeli Bremer, 2002 (2002a: 160) von der Insel Biak; diese Art ist jedoch deutlich geringer farbig, besitzt leicht gewölb- te Interstitien der Flügeldecken, etwas geringere Länge der Flügeldecken, der Aedoeagus ist bei seitlicher Betrachtung im Basalteil geringer ge- krümmt.
Maße. Länge: 10,7-12,4 mm. Breite: 6,07-6,77 mm. Relationen. Halsschild: Breite/Länge 1,76-1,92; Breite Hinterecken/Breite Vorderecken 1,68-1,78. Flügeldecken: Länge/ Breite 1,45-1,52; Länge Flügel- decken/Länge Halsschild 3,47-3,84; maximale Brei- te Flügeldecken/maximale Breite Halsschild 1,30- 1932.
Material. Salomonen: Ile de Bougainville (2 MNHP, 1 CB). - New Britain: Rabaul, 3.11.1941, under bark of Sterculia sp. (| NHM). - Irian Jaya: Manokwari, Ransiki, Mayuby, 26.-30.9.1990, leg. A. Riedel (2 SMNS, 1 CB); Irian Jaya, Nabra nach Mapa, Unipo, km. 11; 24.VI1.1996, leg. Schüle/Stüben (2 SMNS, 1 CB); Irian Jaya, Nabire 50km S, Road Pusppensaat, 3°29,5'5-135°47,8'E, 250-
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700 m, IV-VIIL.1995, leg. P. Hoyes (2 NME); Irian Jaya, Nabire Distr., Mt. Botak, 150 m NN, near Kwatisore, VI11.1998, leg. Melki Wendesi (7 NME, 1 CB); Irian Jaya, Nabire Distr., Wendiwei Mts., Yeretua, 100m NN, IX.1998, leg. M. Balke (8 NME). - Papua New Guinea: Madang Prov., Kau Wildlife Area, Baitabag Vill., 5°08'S- 145°46'E, 50 m, X.-XII.1999, leg. Lukas Cizak (1 CB); P.N.G., Mt. Missim, 600-1500 m, II. 74, J. Sedlacek (1 TIM); Ex-German N. Guinea, N. E. Coast, Ramu Ri- ver, 7.-8.VII.1920 (1 NHM). — Molukken: Bachan Is., XI-XIL.1990 (9 CM); Morotai (1 MNHP); Morotai (18 TTM); Is. Morotai, W. Darubu, Raja, 50-300 m, 16.- 19.X1.1999, leg. A. Riedel (16 SMNS, 3 CB); Seram Isl., Solea, 12 km SE of Wahai, 17.1.-16.1.1997, leg. S. Bily (5SSB, 1 CB); dito, aber leg. J. Horäk (3 CB); Wahaai, Nord Seram, Exp. Martin IV.92 (3 MNHP); Kairatou, West Seram, Exp. Martin II-III.92 (1 MNHP). - Sulawe- si: Menado (8 TTM) (Herkunftsangabe meines Erach- tens fraglich). Ich habe ein größeres Amarygmus-Mate- rial aus der Umgebung von Menado, in neuerer Zeit gesammelt, untersucht und dabei kein Exemplar dieses Taxon gefunden. Dagegen ist auf Sulawesi Amarygmus cuprarius (Weber) s. str. häufig vertreten.
Durch Wiedemann 1821 beschriebene Amarygmus-Art
Amarygmus aeneus (Wiedemann, 1821) [Cnodalon aeneum Wiedemann, 1821; wegen Homonymie und praeokkupiertem Artnamen jetzt Amarygmus pici- tarsis (Fairmaire, 1882)] ist eine auf den Großen Sunda-Inseln und der Malayischen Halbinseln häu- fig vorkommende Art. Diese Art kommt auch auf Sri Lanka, im südlichen Thailand und Vietnam sowie auf einigen der Kleinen Sunda-Inseln vor. Von Ge- bien wird sie auch aus New Britain (Bismarck-Ar- chipel) gemeldet (Gebien 1920: 438). Das von Gebien als Amarygmus aeneus (Wiedemann) bestimmte Ex- emplar von New Britain ist jedoch auf eine von pi- citarsis verschiedeneArt zu beziehen, die ich als Amarygmus emendatus Bremer, 2002 (2002b: 209) beschrieben habe. Da jedoch auch auf Sulawesi mehrere ähnliche Arten (Amarygmus toliensis Pic, 1951, A. wiedemanni Bremer, 2004, A. andoi Bremer, 2004) vorkommen, ist eine Nachbeschreibung und Abbil- dung unumgänglich, um diese Arten abzugrenzen.
Amarygmus picitarsis (Fairmaire, 1882) Abb. 6A-H
Cnodalon aeneum Wiedemann, 1821: 154
Amarygmus aeneus: Laporte de Castelnau 1850:234 [Ho- monym]
Dietysus picitarsis Fairmaire, 1882: 250
Amarygmus picitarsis: Gebien 1943: 504; [syn.]: Bremer 2001b: 88
F G H
Abb. 6. Amarygmus picitarsis (Fairmaire, 1882). A. Habitus. B. Körper seitlich. C. Kopf und Halsschild. D. Fühler. E. Prosternalapophyse. F. Aedoeagus seitlich. G. Aedoeagus ventral. H. Aedoeagus dorsal.
Amarygmus blaisei Pic, 1923: 21; [syn.]: Bremer 2001b: 88
Amarygmus aeneus var. rouyeri Pic, 1951: 18; [syn.]: Bremer 2001b: 88
Amarygmus toliensis Pic, 1951: 16; [syn.]: Bremer 2001b: 88 nec Amarygmus picitarsis (Fairmaire) [Bremer 2004b: 13)
Amarygmus inadai Masumoto et Akida, 2001: 21 [syn. nov.]
Typen. Zu den Synonomien sowie der Auszeichnung eines Neotypus von Cnodalon aeneum Wiedemann, siehe Bremer 2001b: 88. Da mir Kaszab 1985 mitteilte, daß die Wiedemannschen Typen durch Kriegsereignisse im Museum Hamburg zerstört wurden, hatte ich ein Exem- plar aus der alten Sammlung der ZSM als Neotypus von Cnadalon aeneum Wiedemann, 1823 ausgezeichnet (Bre- mer 2001b: 88). Jetzt stellte sich heraus, daß doch noch 3Syntypen der Wiedemannschen Art im Zoologisk Museum, Kopenhagen, erhalten sind. Sie sind in einem gutem Zustand. Ich habe ein männliches Exemplar da- von als Lectotypus ausgezeichnet; es ist auf einem ers- ten, alten Etikett handschriftlich bezeichnet: Java, Huni 1816, Aeneus Wiedem., auf einem zweiten Etikett (ge- druckt) Mus. Westerm.; auf einem dritten Etikett (ge- druckt, rotes Papier) Type. Ein zweites, weibliches Ex- emplar ist bezeichnet: Erstes Etikett (handschriftlich) Java. Westermann, Aeneus Wiedem.; zweites Etikett
(gedruckt, rotes Papier) Type. Es wurde als Paralecto- typus ausgezeichnet. Ein drittes weibliches Exemplar ist bezeichnet: Erstes Etikett (gedruckt) Mus. Westerm.; zweites Etikett (gedruckt, rotes Papier) Type; es wurde auch als Paralectotypus ausgezeichnet. Das Neotypus- Etikett an dem Exemplar aus der ZSM wurde wieder entfernt.
Diagnose. Mittelgroße Art mit länglich ovalen Flügeldecken, etwas eingeschnittenen Streifen und leicht gewölbten, sehr fein punktierten Interstitien; Oberseite bronzefarben bis schwarz; es besteht eine deutliche Differenz in der Breite zwischen Halsschild und Flügeldecken, welche dadurch akzentuiert wird, daß die Seiten der hinteren Hälften des Halsschildes nahezu subparallel sind; Stirn mittelbreit. Diese häufig vorkommende Art wirkt relativ unauffällig, besitzt keine besonders hervorstechende Merkmale und ist nicht leicht von ähnlichen Arten zu trennen.
Nachbeschreibung
Maße. Länge: 7,89-9,31 mm. Breite: 4,53-5,08 mm. Relationen. Halsschild: Breite/Länge 1,72-1,83; Breite Hinterecken/Breite Vorderecken 1,66-1,75. Flügeldecken: Länge/ Breite 1,40-1,49; Länge Flügel- decken/Länge Halsschild 3,37-3,83; maximalen
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Breite Flügeldecken/maximale Breite Halsschild 1,38-1,40.
Farbe. Oberseite leicht glänzend, kupfrig; häufig sehr dunkel, fast schwarz; hellere Exemplare weisen oft einen leicht irisierenden Glanz auf. Beine dun- kelbraun; Tarsen etwas heller. Unterseite glänzend, schwarz; bei den zahlreich vorkommenden imma- turen Tieren hell- bis dunkelbraun. Fühler schwarz- braun bis schwarz.
Kopf. Stirn mittelbreit und eben; Breite der Stirn verhält sich zur Länge des 4. Fühlergliedes wie 25:21. Wangen wenig entwickelt und nur leicht aufgebo- gen, so daß die Wurzeln der Fühler nur halb bedeckt ist. Stirnnaht median schmal eingeschnitten und nicht breit eingedrückt. Clypeus deutlich vorgezo- gen, mit der Stirn eine Ebene bildend; apikad leicht erweitert. Stirn klein und dicht punktiert, wobei sich lateral die Punkte berühren können. Punkte auf dem Clypeus etwas kleiner, mit etwas mehr Abstand voneinander als auf der Stirn. Mentum herzförmig, mit breiten, ebenen, glänzenden Seitenrändern; median relativ stark, nach vorn zunehmend, quer gewölbt. Unterseite des Halses stark mikroretiku- liert; mit schmalen, quer gerichteten, interponierten Erhöhungen, mit sehr kurzen, nach vorn gerichteten, hellen Härchen. Mandibeln bifid, außen gefurcht.
Halsschild. Breit. Quer gleichmäßig, aber nicht stark gewölbt; längs etwas gewölbt. Seitenränder und Vorderrand durchgehend gerandet. Bei Betrach- tung von oben sind die Seitenrandungen überall sichtbar. Vorderrand nicht ausgeschnitten. Seiten verengen sich verrundet nach vorn, jedoch hinten nur wenig, fast subparallel. Bei seitlicher Betrachtung sind die Hinterecken breit verrundet und stumpf- winklig, die Vorderecken auch stumpfwinklig, aber mehr eckig. Punkte auf der Oberfläche nicht so groß und nicht so tief eingedrückt wie auf der Stirn; Abstände voneinander entsprechen etwa den 1- bis 3-fachen der Punktdurchmesser.
Scutellum. Dreieckig, mit deutlich verrundeten Seiten, unpunktiert.
Flügeldecken. Etwas länglich, oval. Seiten über- all, wenn auch nicht sehr stark gebogen. Längs und quer gewölbt. Größte Breite und Höhe leicht vor der Mitte. Schultern wenig entwickelt. Enden der Flügel- decken gemeinsam verrundet. Seitenrandkanten von oben fast überall, aber nur sehr schmal, zu sehen, am Übergang zum hinteren Drittel kurz verschwun- den. Deutlich eingedrückte Streifen mit leicht bis deutlich gewölbten Interstitien; Punkte in den Strei- fen mittelgroß, etwas längslich, in den ersten 2 Streifen etwas kleiner und enger gesetzt; im 4. Streif entspricht der Abstand der Punkte voneinander etwa den Durchmessern, oder er ist etwas größer. Auf den Interstitien sehr feine Punkte, nicht sehr eng gesetzt.
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Prosternum. Vorderrand lateral stark und schmal aufgebogen, median zur Apophyse hin leicht einge- zogen, dort findet sich diese aufgebogene Randung nicht. Die Apophyse ist neben den Hüften etwas verbreitert und angehoben, so dafs dazwischen eine nicht sehr tiefe, mediane Furche entsteht; hinter den Hüften etwas kaudad vorgezogen, mit leicht sich verengenden, schmalen, dunkleren Rändern; apikal schmal verrundet; median apikal deutlich angeho- ben; auf der Apophyse längere, aufrecht stehende Haare, bei dd etwas längere als bei 22.
Mesosternum. Hinterer Teil kurz; median etwas heller gefärbt und glatt, seitlich mit unregelmäßiger Oberfläche, dunkler, zwischen Seitenrand und Mit- te angedeutet oder deutlich laterale Furchen.
Metasternum. Das Metasternum weist — abge- sehen von den sexualdimorphen Besonderheiten — vorne einen breit verrundeten, scharf gerandeten Apophysenrand auf, die Apophyse selbst ist leicht gegenüber der Scheibe angehoben. Die Medianlinie ist bis zum Apophysenbereich entwickelt und schwach eingedrückt. Die Scheibe ist bei Sd klein, sehr dicht punktiert (mit sich fast berührenden Punkten), mit langen, aufragenden, blonden Haare. Bei ?% finden sich auf der Scheibe nur wenige win- zige Pünktchen, aus denen extrem kurze, kaum sichtbare Härchen entspringen.
Sternite. Beim d Analsternit apikomedian sehr leicht abgeschrägt. Sternite sind beim d nur sehr schütter, staubartig behaart; auf den Analsterniten ist die Behaarung etwas dichter und länger; Apo- physe des 1. Sternits beim d schmal verrundet und deutlich gerandet; Scheibe der ersten 2 Sterniten klein, sehr flach und schlecht sichtbar punktiert; nach hinten wird die Punktierung kleiner, aber nicht besser sichtbar; lateral kaum Strukturen. Bei man- chen Exemplaren sind die flachen Punkte in Längs- richtung angeordnet, so dafs sie längsstrigösen Strukturen ähneln. Beim $ ähnliche Oberfläche, aber Apophyse vorn spitzbogig und Analsternit apiko- median nicht abgeschrägt.
Fühler. Zurückgelegt erreichen sie etwa die Mitte der Flügeldecken. Die Glieder sind im Quer- schnitt rundlich und ab dem 6. Glied sehr wenig erweitert; apikad sind die Glieder etwas erweitert; letztes Glied asymmetrisch länglich oval, apikal verrundet. Die Längen und Breiten der Fühlerglieder 1-11 verhalten sich wie: 33:13 /11:11/32:11/ 21.2119. 26:110/.28:18772821902 014920: 4W7 26:14 / 31:14.
Beine. Femora und Tibiae relativ schmal. Femo- ra zu den zweiten Dritteln hin etwas keulenförmig erweitert, weitläufig und fein punktiert. Tibiae re- lativ schmal, apikad nur wenig erweitert; Protibiae gerade; Mesotibiae leicht gebogen; Metatibiae in der apikalen Hälfte etwas gekrümmt. Bei dd sind die
Protarsomeren 1-3 nicht verbreitert, aber sie weisen ebenso wie die Mesotarsomeren 1-3 auf den Sohlen eine dichte, bürstenartige, goldgelbe Behaarung auf; die Behaarung der Sohlenglieder der ? ist weniger dicht, nicht so hell gefärbt und nicht bürstenartig. Die Längen der Protarsomeren 1-5 sind 11:10:10: 9:39; die der Mesotarsomeren 1-5 sind 20:14:11:9 :39; die der Metatarsomeren 1-4 sind 58:17:9:38.
Material. Sri Lanka: Nach Kaszab (1979): North Cen- tral. Prov., Anuradhapura, 19.-21. XII. 1910; Western Prov., Alawala, 26 mil. NE Colombo, 25 m, 17. 1. 1962; Umg. Colombo, III. 1953, G. Frey; Kalutara Dist., Mora- pitiya near Agalawatta, 13.-14. X. 1976; Southern Prov., Haycock, 21 miles NNE Galle, 50 m, 28. I. 1962; Galle Dist., Kanneliya, 22.-24. V. 1975; Peradeniya, 14.-18.XI. 1910, A. Luther; Ceylon, G. Lewis (11 NHM); Sri Lanka mer. centr., above Viharahena, Matara Dist., 800-1200 m, 1.-3.12.1995, Igt. Becvär & Kostal (3 SSB, 1 CB). - Thai- land: S. Thailand, Yala Dist., Betong, Gunung Cang Dun Village, 25.3.-22.4.1993, J. Strnad leg. (6 CB); S. Thailand, Betong, 23.-25.4.1992, J. Horäk leg. (13 CB); S. Thailand, Betong, Gunung Cang Dun Vill., Yala Distr., 350 m, 25.3.-22.4.1993, Igt. J. Horäk (15 SMNS). — Malaysia: 90 km NE Ipoh, Banjaran Titi Wangsa Mts., Mt. Gerah, 1900 m, 1.-17.1V.2000, P. Cechovsky leg. (13 CB); 25 km NE Ipoh, 1200 m, Banjaran Titi Wangsa Mts., Mt. Korbu, 27.1.-2.11.1999, P. Cechovsky leg. (10 CB); Kelantan, Banjaran Titi Wangsa Mts., Ladang Pandtak Umg,., 1500- 1800 m, 9.-11.IV.97, P. Cechovsky leg. (4 CB); Pahang, Banjaran Benom Mts., 20 km S. Kampong Ulu Dong, 1500-1900 m, 17.-23.IV. 1997, P. Cechovsky leg. 2 CB); Cameron Highlands, Tanah Rata, 1000-1500 m, 2.-9.IV. 1997, P. Cechovsky leg. (3 CB); Taiping, X.1984 (1 CB); Johor Bahru Airport, 1°28'N-103°45’E, 5.V.1995, Ivo Jenis leg. (5 CB); West Malaysia, N. of Kuala Lumpur, Temp- ler Park, 10.-11.11. 1998, S. Becvär leg. (6 SSB). - Borneo: Sarawak, Kuching Dist., Padawan Village, 23.3.1994, ]. Horäk leg. (1 CB); Sarawak, Kapit Dist., Sebong, Baleh River, 9.-21.3.1993, J. Horäk leg. (3 CB); Sabah, Crocker Mts., Gunung Emas Umg., 15.-27.1V.1993, JeniS & Strba leg. (29 CB); Sabah W., Crocker Range W., W. of Apin Apin, 11.2000, M. SniZek leg. (1 CB); Kalimantan W., Nanga Sarawai env., Tontang, 24.7.-1.8.1993, leg. ]. Schneider (1 SSB). — Sumatra: E. Sumatra, Riau Prov., Bukit Tigapuluh Nat. Park, 0°50'S-102°26’E, 18.-25.1.2000, D. Hauck leg. (3 CB); S. Sumatra, Lampung Prov., Bukit Barisan Selatan Nat. Park, 5 km SW Liwa, 600 m., 5°4'5- 104°4'E, 7.-17. 11.2000, J. Bezdek leg. (1 CB); Bedagei (2MNHP). - Nias Is.: Gun. Sitoli, 1898, R. Mitschke (1 MNHP). - Java: Baluran N. P., ca. 600 m, 16.-19. IV. 1996, R. Zajicek leg. (3 NHMB); Charita Env., ca 300 m, 5.-10. IV. 1996, R. Zajicek leg. (1 NHMB); Mts. Kawie, Pasoeroean (3 MNHP); Java (Rouyer) (1 MNHP); Bui- tenzorg, +/-1000', Febr. 90, I. Z. Kannegieter (1 MNHP); Java, Sammlung Cl. Müller (1 ZSM); Java, Gounod, Kassi 1900 (1 TTM). - Bali: Bali (Doherty) (1 MNHP). - Lombok: Sambalum 4000', April 1896, H. Fruhstoefer (1MNHP); Pringabaja, April 1896, H. Fruhstorfer (1 MNHP). - Sumbawa: NE Sumbawa, Calabai (Tam-
bora N. P.), 11.-13.Febr.1994, Bolm leg. (15 SMNS, CB). -— Sumba: Jl. Waingapu, 37 km from Waikabubak, 6. May 1986, Minoru Tao leg. (2 CM). -— Süd-Vietnam: Typus von blaisei Pic. -— Taiwan: Kaohsiung County, Liukuei, Forest Reserve Center, garden under logs, 22.X1.2002, L. Ronkay & O. Merkl (13 TTM). - Japan: Okinawa Inselgruppe (Typen von inadai Masumoto et Akita, 2001).
Durch Hope 1843 beschriebene Amarygmus-Arten
Die von Hope 1843 als Cnodulon beschriebenen, aus China und Australien stammenden Amarygmus- Arten weisen eine extrem kurze, nichtssagende Beschreibung auf. In den Hope Entomological Col- lections des University Museum, Oxford sind die Typen von Cnodulon anthracinum Hope, 1943 und von Cnodulon picicornis Hope, 1843 (aus Australien), nicht aber von Cnodulon carbonarius Hope, 1845 (aus China) erhalten. Amarygmus anthracinım (Hope) und Amarygmus picicornis (Hope) werden nachbeschrie- ben und abgebildet. Der Typus von Cnodulon carbo- narius Hope, 1845 (die Art stammt aus der Umgebung von Kanton) konnte nicht gefunden werden; wegen der unzureichenden Beschreibung dieser Art ist Cnodulon carbonarius als taxon dubium anzusehen. In Gebien’s Katalog der Tenebrionidae (1943) ist als Publikationsjahr der Arbeiten von Hope 1842 angegeben. Herr Dr. E. Matthews machte mich freundlicherweise darauf aufmerksam, daß die Proceedings ofthe Entomological Society of London des Jahres 1842, auf die sich Gebien im seinem Ka- talog bezog, erst 1845 erschienen. Hope publizierte aber 1843 diese Arten in The Annual Magazine of Natural History, so daß die Beschreibungen für die Hopeschen Arten auf 1843 zu korrigieren sind.
Amarygmus anthracinus (Hope, 1843) Abb. 7A-H
Cnodulon anthracinum Hope, 1843: 360
Amarygmus anthracinus: Carter 1913: 32
Amarygmus ellipsoides Pascoe, 1869: 350; [syn.]: Carter 1913732.
Typus. Typus, ?, OXUM, bezeichnet “Type, Proc. Ent. Soc. 1842, P. 79,